Freitag, 15. Oktober 2010

Ristorante Roccobello, Gerra-Gambarogno

Ristorante Roccobello, Gerra-Gambarogno, Tel. 091 794 16 19
Betriebsferien bis 17. März 2011
Montags und Dienstags ganztägig und Mittwochs mittags geschlossen, in der Sommersaison ist Montags geöffnet.

Gestern Mittag gab's ja nur Salat, da hätte ich zwar abends keinen ganzen Ochsen, aber doch zumindest so ein ganzes leckeres Rosmarin-Güggeli verdrücken können - und das taten wir dann auch.
Das Roccobello liegt in unserer unmittelbaren Nachbarschaft und gehört hier am Gambarogno zu unserer absoluten Lieblingsadresse. Auch für nicht am Gambarogno Ansässige lohnt der Weg. Dies ist neben dem Rodolfo in Vira (klick hier) eine Adresse, für die ich auch eine längere Anfahrt in Kauf nehme. Von einem unserer zahlreichen Besuche habe ich u.a. auch schon klick hier berichtet.

Beim Eintreten ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie das Ehepaar Rüegg in schöner Harmonie in der offenen Küche werkelt. Treffen dann  die Gäste ein, wechselt Signora Rüegg in den Service, wobei sie zwischendurch immer wieder ihrem Mann zur Hand geht.

Gestern gab es für mich eine leichte Kürbiscremesuppe mit Kürbiskernen, die mit ein paar Tropfen des selbst gemachten Chili-Öls abgeschmeckt war, was sehr gut passte. Gerhard hatte eine cremige Suppe aus weissem Merlot mit Croutons und anschliessend, weil im Tessin hier schon seit einiger Zeit die Wildsaison begonnen hat, gab es für ihn Cámos in Salmì - Gamsepfeffer
Hier im Roccobello wird der Gamspfeffer noch auf traditionelle Art zubereitet, d.h. die Sauce wird mit Blut abgebunden. Nein danke, lieber Gerhard, ich möchte das lieber nicht probieren.
Mein Mann ist begeistert, von der schön sämigen Sauce, wunderbar abgeschmeckt, schöne herbstliche Gemüse dazu und Spätzle, ein Wildgericht wie es sein soll.  Und ich war höchst zufrieden mit meinem Güggeli, knusprig, zart, wohlschmeckend ... und gar nicht blutig ;-)

Kommentare:

  1. Da bin ich mal auf der Seite deines Mannes :-) Toll, wenn man noch traditionelle "Pfeffer"-Gerichte bekommt. Ich erinnere mich noch mit Freuden an den Hasenpfeffer oder Rehpfeffer meiner Mutter :-)

    Und der Mutter eines Studienkollegen aus Franken hab ich mal bei der Zubereitung eines traditionellen Silvesteressens über die Schulter geschaut. Das war Schweinefleisch in einer dunklen Einbrenne mit Blut. Dazu Sauerkraut und Klöße - ich fand es köstlich.

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  2. Buonsera liebe Petra,
    es sei Euch vergönnt.

    Wenn wir uns dann mal im Tessin treffen, dürft ihr soviel "Pfeffer" essen wie ihr wollt - ich halte mich dann an das Gemüse... und streue Valle Maggia Pfeffer drüber ;-)
    Brauchst Du übrigens welchen? Wir fahren morgen ins Punto Verde

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  3. Wie lieb, dass du an mich denkst! Aber im Tessin steht noch welcher und hier habe ich ihn noch nie vermisst. Irgendwie prägt die Gegend genau wie das Wetter die Gelüste auf bestimmte Gerichte und Aromen...

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