Freitag, 8. März 2013

Albergo Defanti, Lavorgo-Faido


So, jetzt bin ich wunderbar ausgeruht und kann unsere gestrige kulinarische Neuentdeckung mit Euch teilen. Wir haben uns für ein verlängertes Wochenende mal wieder auf die Fahrt über durch den Gotthard begeben, das Tessin rief und wir folgten allzu gerne diesem Ruf. Wir dachten immer, dass es auf der Anfahrt nicht mehr viel Neues für uns zu entdecken gibt, doch da fand sich doch tatsächlich noch ganz in Autobahnnähe eine Wohlfühladresse.

Das Albergo Ristorante Defanti kann ich allen, die auf dem Weg in den Süden sind, als lohnenswerten Zwischenstop abseits der Autobahnraststätten, wärmstens empfehlen - ein großer Umweg ist nicht erforderlich - auch wenn sich dieser zweifelsfrei für das Defanti lohnen würde - einfach die Autobahnausfahrt Faido nehmen (das ist die Ausfahrt, die direkt nach der berühmten, vom Tessiner Stararchitekten Mario Botta gestalteten Raststätte mit dem unübersehbaren leuchtendroten Flugzeugflügel in Piotta, Ambrì, kommt), entlang der Autobahn die alte Passstrasse nehmen nach Lavorgo - das Ristorante alla Stazione (eine ebenfalls sehr empfehlenswerte Adresse - il Signor Roberto war auch schon dort), passieren und irgendwann in Lavorgo links das Albergo mit der Tankstelle und dem kleinen Lebensmittel-Laden davor entdecken. 

Von Montag bis Freitag gibt es ein preiswertes Mittagsmenu, für das sich Gerhard entschieden hat:

ein kleiner Salatteller mit Broccoli und einem köstlich schmeckenden leichten Käseflan:


Zum Hauptgang des Menus gibt es eine wunderbar gegarte Schweinshaxe - normalerweise mit Polenta serviert,  die allerdings vom Signore nicht geschätzt wird, daher serviert man ihm Tagliatelle


Zum Dessert gehört eine Crème Caramel, die als würdiger Ersatz für ein Schokoladeneis anerkannt wurde.


Mein Hauptgericht war ein Lachsforellenfilet, in Butter und Salbei gebraten, dazu Kartoffeln und Möhren mit Zuckerschoten - wunderbar!


Fazit: Es stimmt uns froh, solche Entdeckungen machen zu dürfen. Eine ehrliche Küche, ein sorgfältiger Umgang mit den Lebensmitteln, gute Zutaten und ein herzlicher Service durch den padrone. Da ich mich freiwillig als Chauffeurin angeboten hatte, schaute ich sicherheitshalber mal nicht in die Weinkarte, d.h. ich muss da unbedingt wieder hin! Und alle anderen, die da vorbei kommen, sollten sich ebenfalls im Defanti verwöhnen lassen, d.h. da muss man hin!





Kommentare:

  1. In gut frequentierten Lokalen kriegt man oft nur noch ein einfaches (zwar kostengünstiges Menu) angeboten, obwohl wir uns lieber durch die Karte essen.

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    1. Das geht uns genauso, lieber Robert. Daher waren wir froh, als uns im Defanti - ohne extra Nachfragen - auch die große Speisekarte angeboten wurde.

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