Samstag, 13. April 2013

Kalbskotelette mit Knoblauch, Anchovis, Chili und Petersilie

Ein wunderschöner Frühlingstag! Die derzeitige Blütenpracht im Tessin ist überwältigend. Die Kamelien und Magnolien blühen um die Wette und ich kann mich nicht daran satt sehen.


(dieses Foto habe ich gestern aufgenommen, 
heute zeigt sich kein einziges Wölkchen am Himmel)


Wollen wir vielleicht die Grillsaison eröffnen? Wir gehen mal schauen zu unserer Lieblingsmetzgerei Efra in Gordola und lassen uns dort inspirieren. Signor Ferrini mit seiner phantastischen Auswahl und Qualität habe ich in diesem Blog schon öfter erwähnt. Auch Signor Roberto hat hier schon seine Salami gekauft und der hat schliesslich Geschmack und muss es ja wissen.



Bei Signor Ferrini gibt es mal wieder allerlei Verführerisches, vor allem an dem wunderbaren Culatello kommen wir mal wieder nicht vorbei, dann wird noch ein bisschen Schinken und Salami gekauft ... doch was ist jetzt mit Grillen? Das wird verschoben, denn wir entdecken traumhaft schöne Kalbskotelettes, die ich in der Pfanne und nicht auf dem Grill braten möchte. Dabei lasse ich mich durch ein Rezept von Marcella Hazan inspirieren, das ich in einem meiner Bücher "Die klassische italienische Küche" entdeckt habe.

Der Knaller war diese Sauce aus Knoblauch, Anchovis und Petersilie, der ich noch etwas Chili zugefügt habe. Dezenter Knoblauchgeschmack, leichte Schärfe (Vorsicht: nicht zu viel Chili), dezente Würze durch die Anchovis (ich nehme beim nächsten Mal vielleicht noch ein bisschen mehr), ganz leichte Säure durch den Wein... ein absolut runder Geschmack, der perfekt zu dem Kalbfleisch gepasst hat. Diese Sauce gibt es bei uns sicherlich wieder. Dazu haben die wirklich schnellen Gnocchi sehr gut gepasst. Ihr könnt es ruhig glauben: Diese fluffigen Teile sind in höchstens 15 Minuten auf Eurem Teller - ehrlich!

ich nehme (für 2 Personen):

25 g Butter
1 TL fein gehackter Knoblauch
1/2 TL feinst gehackte Chili
2 Anchovisfilets, fein gehackt
2 EL gehackte glatte Petersilie
2 Kalbskotelettes
Öl zum Braten
2 - 3 EL Weisswein

und los gehts:

Die Butter und den Knoblauch in einen kleinen Topf geben und bei geringer Hitze leicht anschwitzen. Die Chiliwürfel dazu geben, danach die Anchovisfilets, die nur noch leicht schmelzen sollen. Kein Salz (das bringen die Anchovis mit). Erst zum Schluss die gehackte Petersilie zugeben. Zur Seite stellen

Die Kalbskotelettes salzen, pfeffern, wer mag, reibt noch etwas Muskat darüber, in einer 
Pfanne in etwas Öl bei mittlerer Hitze etwa 10 - 15 min. je nach Fleischdicke braten, dabei etwa drei oder viermal wenden, damit sie schön gleichmässig garen. Anschliessend auf vorgewärmte Teller geben und im nur mässig warmen Backofen ruhen lassen. 

Den Bratensatz mit dem Weisswein kurz loskochen, zur Anchovis-Petersilien-Sauce geben und die Kotelettes damit übergiessen.

Wir haben dazu Gnocchi und einen grünen Salat gegessen.
Ein Rezept für die super genialen, schnellen Gnocchi habe ich hier schon mal in der Version mit Bärlauch verbloggt, doch den kann man ja auch weglassen.





Kommentare:

  1. Eigentlich bin ich ja keine große Fleischesserin, aber grade beneide ich dich um dein Abendessen :-)
    - und um die Blütenpracht....hier hinkt alles noch sehr hinterher.

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    1. Liebes magentratzerl, wir essen auch nicht häufig Fleisch, aber wenn, dann richtig gut ;-)

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  2. Das ist eine Zubereitung für uns. Kennst Du evtl. das Hotel Collinetta in Ascona-Moscia ? Hab heute lange nach möglichen Absteigen für uns gegoogelt und bin dabei hängen geblieben.

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    1. Lieber Robert, ich kenne kaum Hotels hier im Tessin, manchmal berichten Leser über Hotels, doch das Collinetta war noch nicht dabei. Kürzlich hatte eine Leserin das Art Hotel Riposo in Ascona gelobt.

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  3. Hört sich nach einer köstlichen Idee an! Würdest du mir deine Gnocchis noch verlinken, bitte?

    Und im Tessin ist also auch so sonnig wie in SüdF - das nehmen wir gerne, oder?

    viele liebe Grüße

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    1. Ja, liebe Micha, endlich Wärme und endlich Frühling, juchhuuuuu. Gnocchi sind verlinkt - die kennst du allerdings schon, Du hast sie auch schon gemacht, es ist das Rezept von Nicki ;-)

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