Sonntag, 6. Oktober 2013

Ristorante Smeraldo, Dumenza (Varese)

Ristorante Smeraldo, Via Fiume 3, Dumenza-Runo, Tel. 00 39 0332 51 70 65 (Achtung: für Italien die Null nach der Vorwahl nochmals mitwählen!)
Ruhetag: Dienstag

Es ist Steinpilz-Zeit! Steinpilze im Tessin! Gerhard zieht es dorthin, wo er seine Lieblingspilze im letzten Jahr in Riesenmengen gefunden hat. ....
Nun glaubt blos nicht, ich verrate hier einen der geheimsten Geheim-Steinpilzsammelplätze... Nein, ich verrate DEN Steinpilz-Genuss-Essplatz: Das Ristorante Smeraldo in Dumenza. Das war unsere Entdeckung vom letzten Jahr. Als Gerhard in dessen Küche die schönsten, grössten, besten Exemplare entdeckt hatte, war klar, dass er da zur Pilzzeit wieder hin musste. Ich musste da auch wieder hin, denn ich hatte noch eine Mission zu erfüllen: Einen Lieblingswein auf der Weinkarte entdecken!

Heute wurden wir Beide zufriedengestellt. Gerhard hatte Steinpilze satt und ich einen Wein gefunden, der zumindest mir schmeckte (der Liebste trank dann noch ein Schlückchen offenen Vino Bianco und überliess mir den Rest der Flasche - auch ein guter Trick ...pssst, das probiere ich beim nächsten Mal wieder *hicks*)

Antipasto für den Signore:



Schwertfisch-Carpaccio (Memo: beim nächsten Mal bitte ohne Balscamico)

Antipasto für mich:



Gartenfrische Salate, Thunfisch, Anchovis, Oliven, Tomaten

Ein  bisschen Antipasto für beide (unbedingt probieren! Kööööstlich!!!)



Mit Schnecken gefüllte Ravioli, Steinpilze (DIE Spezialität des Hauses!)

Für den Signore geht es weiter mit:



Kaninchenfilet in Blätterteig auf Steinpilzen (er sagt: "Es schmeckt grandios" - Ich sage: "ich esse keine Kuscheltiere")

Für die Signora gibt es heute mal wieder Fisch:



Wolfsbarsch in der Kruste (vielleicht esse ich beim nächsten Mal wieder ausschliesslich Pasta....)

Oder dieses hier:




Kalbs-Paillard mit Steinpilzen und dem grandiosen Steinpilz-Risotto (das hatten wir mal bei einem anderen Besuch, den ich euch verschwiegen habe ;-) 

Hier nochmal das grandiose Steinpilz-Risotto - diese unglaubliche Menge ist für zwei!!! Personen....




Und dann hier der Wein, der mir ausgezeichnet geschmeckt hat:



Elena Walch, eine Winzerin, von der ich schon viel gelesen habe, die zu den führenden Südtiroler Winzern gehört und deren Weine ich bisher noch nicht verkostet habe. Ich bin sicherlich keine Feministin, aber wenn es eine gute Weinmacherin gibt, dann macht mich das schon neugierig. Zumal das weibliche Geschlecht unter den Weinmachern noch relativ wenig vertreten ist.  Hach, dabei fällt mir ein, das wäre doch mal eine Idee für die Weinralley....

Nun sind wir hier in Italien (im Tessin trinke ich ausschliesslich Weine von Tessiner Winzern) und ich entdecke dreiWeine von Elena Walch auf der Karte: einen Chardonnay, einen Gewürztraminer und einen Müller-Thurgau, nun gut, meine Wahl fällt auf den Chardonnay (obwohl es andere Weine von Elena Walch gibt, die mich mehr interessieren würden, doch die gibt es hier auf der Karte nicht). Ein typischer und doch frischer Chardonnay, der mir sehr gut gefällt und sich zu meinem Salat und ganz besonders zu meinem Fisch anschmiegt. Dann muss ich halt wieder in das Smeraldo, um neue Weinentdeckungen zu machen.

Samstag, 5. Oktober 2013

Beim Tessiner Schinkenkönig: Macelleria Efra, Gordola



Macelleria Efra, Via San Gottardo 105, Gordola, Tel. 091 745 14 84





Franchino Ferrini und Roger, diese beiden freundlich lächelnden Herren haben es sich verdient! Nicht immer nur mal in meinen Beiträgen einen kleinen Hinweis auf die Macelleria Efra... Nein, diese beiden Herren haben sich einen extra Beitrag in Ti saluto Ticino schon längst verdient. Das habe ich auch schon länger geplant (wie man an den Fotos sieht, die sind nämlich von 2011!). Doch am wunderbaren Sortiment und dem herzlichen Lachen der beiden hat sich nichts geändert, das ist noch genauso wie vor zwei Jahren!





Die prachtvollen Schinken reifen in den eigenen Kellern heran. Es gibt sie in verschiedenen Reifestufen. Bei Interesse zeigt euch das Signor Ferrini gerne einmal.

Für diese Schinken lasse ich jeden Parma Schinken stehen. Das ist ein Geschmack! Unglaublich gut! Unglaublich würzig! Dabei unglaublich zart schmelzend! Schon jetzt beim Schreiben und bei der Erinnerung daran beginnt mein Zahn zu tropfen.




Auch die Fleischauswahl lässt jedes Feinschmecker-Herz höher schlagen. Eine wunderbare Qualität, wer hier einmal ein doppelt geschnittenes Kalbskotelette gekauft hat, träumt noch Wochen danach davon. Lamm- oder Ziegenfleisch aus dem Valle Verzasca, köstliche Käse (Formagella Nante!)... hausgemachte Gnocchi und... und...

Auch Cicitt - die berühmte Tessiner Ziegenwurst kaufe ich hier ein.


Freitag, 4. Oktober 2013

Das berühmte Pane Valle Maggia


Pane Valle Maggia, dieses berühmte, köstlich schmeckende Brot wurde schon von einigen Bloggern nachgebacken. Ich sitze hier, wenn ich im Tessin bin, an der Quelle, gehe einfach ins Al Porto nach Locarno oder Ascona und kaufe es mir in einer unnachahmlichen Qualität.

Hier noch verhüllt:


Hier enthüllt: 
Spätestens jetzt entfaltet sich der köstliche Duft und man spürt es förmlich knuspern


Hier angeschnitten:


Dazu lassen wir uns dann diese köstlichen Wurstwaren der Macelleria Efra in Gordola schmecken



doch darüber gibt es hier morgen mehr zu lesen.

Wer es nachbacken möchte, schaut bei zorras Kochtopf vorbei oder bei Petra von Chili und Ciabatta. Auch bei Lutz vom Plötzblog ist es zu bewundern. Oder noch viiieeeel besser: kommt einfach im schönen Tessin vorbei.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Piccata von Felchenfilets mit Steinpilzen und Salbei - Piccata di pesce coregone con funghi porcini

Piccata von Felchenfilets mit Steinpilzen und Salbei - Piccata di pesce coregone con funghi porcini e salvia



Petra von Chili und Ciabatta war bis vor kurzem noch im Tessin und hat dort diese Piccata von Eglifilets mit Tomaten und Kapern zubereitet. Eglifilets haben wir leider heute nicht bekommen, dafür aber wunderschöne Felchen, na gut, dann nehmen wir halt diese. Da Gerhard weder Tomaten noch Kapern mag, ich aber unbedingt irgendeinen Belag wollte, haben wir ein paar wunderschöne frische Steinpilze dazu genommen - und das war eine blendende Idee. Kööööstlich, einfach nur köstlich sage ich Euch. Diese Kombination von Fisch und frischen Steinpilzen, dazu auch noch knuspriger Salbei, hat so wunderbar geschmeckt, dass es sie in der Pilzsaison sicherlich nochmal geben wird. 




ich nehme (für 2 Personen):


  • 2 - 4 Felchenfilets (je nach Grösse)
  • Salz, Pfeffer, Zitrone
  • 2 Eier
  • 2 EL Milch (m: Sahne)
  • 50 g geriebener Sbrinz oder Parmesan (m: Parmesan)
  • 50 g Mehl
  • 2 - 3 EL Butterschmalz (m: 2 EL Olivenöl, 1 EL Butter)
  • eine gute Handvoll frische Steinpilze, in dickere Scheiben geschnitten
  • frische Petersilie (m: Salbei, in Streifen geschnitten)

und los gehts:


Die Felchenfilets mit Salz,Pfeffer und Zitronensaft würzen.
In einem tiefen Teller die Eier mit der Milch gut verquirlen. Dann den Käse sowie einige Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle beifügen.
Einen zweiten Teller mit Mehl bereitstellen.
Den Backofen auf 100°C vorheizen und eine Platte mitwärmen.
In einer beschichteten Pfanne Öl und Butter erhitzen. Die Hälfte der Felchenfilets zuerst im Mehl, dann in der Eier-Käse-Mischung wenden. Sofort in die Pfanne geben und auf beiden Seiten goldbraun braten. Auf die vorgewärmte Platte geben und unbedeckt im 100°C heissen Ofen warm stellen. Die restlichen Fischfilets auf die gleiche Weise zubereiten, dabei auch die Steinpilze und falls Salbei verwendet wird, bei der zweiten Runde mit in die Pfanne geben.
Wir haben dazu Blattspinat und Tagliatelle gegessen. 
Dieses Rezept darf zu Peggys Blog-Event Süsswasserfische schwimmen:


Mittwoch, 2. Oktober 2013

Die Faszination des Lago



Der Lago Maggiore übt auf mich eine ganz besondere Anziehungskraft aus. In schwierigen Zeiten tröste ich mich mit dem Gedanken, dass, sobald wieder alles in etwas ruhigeren, geordneten Bahnen verläuft, ich zurück an diesen herrlichen Ort reisen kann. 

Schon bei der Anreise bin ich erfüllt von einer frohen Erwartung und stelle mir vor, dass ich alles was mich beschäftigt, auf der Alpennordseite jenseits des Gotthards lassen kann. Hier auf der Alpensüdseite wartet der See, der mich mit seiner betörenden Vielfalt in seinen Bann zieht. Zu jeder Jahreszeit bietet er ein anderes, wunderschönes Bild, ja, selbst von einem Tag zum anderen wandelt sich der Blick und besonders abends kann ich mich nicht sattsehen an den Lichtern von Brissago, Ascona oder Locarno, die auf der gegenüberliegenden Seite um die Wette funkeln. Wenn wir dann mit unserem Wein, für Gerhard im Boccalino, für mich im Weinglas serviert auf unserer Terrasse oder im Garten sitzen und diese Tessiner Momente geniessen, dann ist unsere Welt in Ordnung. 



Der Lago Maggiore mit seinem faszinierenden Licht, mit den urigen Grotti, mit dem köstlichen Essen, mit dem Tessiner Wein, der nur hier so gut schmeckt und nicht zuletzt mit den Menschen, die hier leben und mittlerweile zu guten Bekannten geworden sind, macht einfach nur glücklich. 

Wie schön, dass wir wieder hier sein dürfen.