Samstag, 23. November 2013

Tortellini alla panna e prosciutto

Tortellini alla panna e prosciutto



Ein Küchenklassiker, der bei uns immer mal wieder auf den Tisch kommt, vor allem wenn es schnell gehen soll, denn ich nehme die Tortellini aus dem Kühlregal in meinem Bioladen. Ich nehme mir immer mal wieder vor, die kleinen Dinger selbst zu machen, wenn, dann werde ich das nach diesem Rezept hier probieren: klick hier
Mit einem kleinen Feldsalat als Vorspeise ist dies ein wundervolles Essen. 

Normalerweise werden die Tortellini mit vieeel Sahne und in manchen Rezepten auch mit Eigelb zubereitet, ich habe das Rezept etwas verschlankt. Wichtig ist, dass die Nudeln in der Sauce fertig gegart werden, denn dadurch geben sie Stärke ab und binden die Sauce. Wer mag, gibt noch Erbsen hinzu, in der Saison natürlich frische, das schmeckt genial, doch es gibt auch sehr gut schmeckende Tiefkühlerbsen, die ich meistens im Vorrat habe. Dabei achte ich darauf, dass es sich um die schönen kleinen extra-feinen handelt und nicht um diese Riesendinger.




ich nehme für 2 - 3 Personen:

ca. 250 g Tortellini (ich: Tortelloni Ricotta von Pasta Nuova)
1 EL Butter
1 kleine Knoblauchzehe, geschält
200 ml flüssige Sahne
Salz, Pfeffer, Muskat
2 Scheiben Kochschinken in Streifen geschnitten
1/2 Tasse Tiefkühlerbsen (nach Packungsanleitung gegart)
1/2 Tasse geriebener Parmesan
evtl. Milch
frisch gehackte glatte Petersilie
evtl. 

und los gehts:

Die Tortellini nach Packungsanleitung kochen - aber noch nicht ganz fertig kochen.
Währenddessen in einer Sauteuse die Butter anschwitzen, Schinkenstreifen dazu, mit Sahne aufgiessen und den Knoblauch dazu.

Die nur knapp gegarten Tortellini in die Sahne geben, Parmesan und Erbsen hinzu und würzen. Vorsicht mit dem Salz, Schinken und Parmesan haben schon genügend Salz. Kocht die Sauce zu dicklich ein, evtl. mit etwas Milch zum Verflüssigen nachgiessen.

Vor dem Servieren mit Petersilie und Parmesan bestreuen, evtl. noch mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer (Normalerweise gehört da frisch gemahlener weisser Pfeffer drüber, doch diesen Geschmack mag Gerhard nicht).



Freitag, 22. November 2013

Osteria dell'Enoteca

Osteria dell'Enoteca, Contrada Maggiore 24, 6616 Losone, Tel. 091 791 78 17
mittags und abends geöffnet, Ruhetage: Dienstag und Mittwoch



Im alten Ortskern von Losone liegt diese empfehlenswerte Osteria, in der seit März 2013 Elvira und Matthias Althof Solèr zu finden sind. Die beiden haben vorher im Tentazioni in Cavigliano gekocht und schon dort war ich begeistert und hatte beschlossen, dass ich da wieder hin muss - nachzulesen hier.
Nun hat es eine Weile gedauert, bis wir wieder den Weg zu diesem sympathischen Ehepaar gefunden haben, doch heute war es endlich soweit. Wir betreten den Innenhof (muss das im Sommer schööön sein ....) und aus der Küche winkt uns bereits fröhlich Matthias Althof zu, der dann auch gleich zur Begrüssung herbeieilt.


Bei diesem garstigen Wetter ist der Platz in dem Raum mit dem Kaminfeuer am schönsten, auch wenn es dort leider ein wenig zu dunkel zum Fotografieren ist, doch das müsst ihr mir nachsehen.
Schon der Auftakt ist vielversprechend: Warmes Apfelsüppchen, Sorbet von Roten Beten und Meerrettich, Flusskrebse auf Kakischaum:


Würzige Frischkäse Crespelle mit Nüsslisalat und Granatapfelkernen für Gerhard
(der Schaum auf dem Salat ist übrigens Bestandteil der Vinaigrette, d.h. es schmeckt eindeutig nach Essig)


Vier unterschiedliche Füllungen in einem einzigen langen Raviolo auf gebratenen Pilzen für Yannick


und das Dreierlei von Seefischen für mich


Es geht weiter mit Kastanien-Zimt-Süppchen mit Apfel-Cannelloni für Gerhard


und die Pasta-Überraschung für Yannick und mich:
Grandios!!! Für mich ist Matthias Althof der Pasta-König! In der Mitte im Bild ein Wirsing Raviolo mit Speck und flüssigem Ei, von der Konsistenz her absolut perfekt und geschmacklich sowieso! Links Cannelloni mit Waldpilzfüllung und ganz rechts Raviolo mit Wildfüllung und etwas Wildragout


Entenbrust im Panettone-Mantel, Gemüse-Trofie, Mandarinen-Sauce für den Signore


Kalbsmedaillons auf Alpkäse Fonduta mit Rosenkohl-Gnocchi für unseren Sohn


und für mich nochmals Fisch: Seeteufel am Knochen gebraten, mit  Tomatenkruste und Olivenöl-Kaviar auf Venere-Reis, sehr interessant serviert, so bleibt der Fisch selbst für Langsam-Esser wie mich schön warm bis zur letzten Gabel.



Nach diesen Köstlichkeiten kommt die Chefin Elvira Solèr zum Zug - Desserts sind ihr Métier, es geht weiter mit Apfel in drei Variationen: Apfelcreme mit Knusper, warmer Apfelstrudel und Apfelsorbet:



bzw. dem Schoko-Kastanientörtchen mit Gewürzeis und Williamsbirne


Getrunken haben wir passend zur Tageszeit - es ist Mittag! - einen leichten Wein: Oro Bianco 2011 von einem meiner Lieblingsweingüter Agriloro. Zu dritt ging die Flasche leider noch schneller leer, wir mussten nachordern und ich wurde von den Rosé-wünschenden Herren übereinstimmt - es musste noch ein Rosato von Klausener her, Chiaretto 2011. Gut, ich war versöhnt, Klausener ist ebenfalls ein Lieblingsweingut und irgendwann trinke ich mal hier die berühmte Baronessa Rossa....

Als Überraschung zum Abschluss kommt noch dieses köstliche kleine Schokomousse-Törtchen mit Schokoladenspänen an den Tisch:



Und das hat einen Grund: Wir haben Matthias Althof erzählt, dass wir heute hier unseren 28. Hochzeitstag feiern! Als liebevolle Aufmerksamkeit wird dann dieses Törtchen gebracht zusammen mit einem Messer für Gerhard, der die "Hochzeitstorte" anschneiden darf.

Yannick darf natürlich auch ein Stück kosten. Auch wenn er mit dem vor 28 Jahren stattgefundenen Ereignis noch nichts zu tun hatte, darf er diesmal ausnahmsweise mal mit seinen Eltern deren Hochzeitstag feiern, weil wir ihn schon länger nicht gesehen haben und weil wir dieses Wochenende gerne mit unserem Sohn verbringen wollten. 

Fazit: Wunderbar!!! Ambiente, Küche und Service, geprägt durch die Fröhlichkeit von Matthias Althof, der sich die Zeit nahm, seine Gerichte und deren Zubereitung zu erklären. Da ist jemand mit Können, Leidenschaft und Liebe am Werk.
Ich muss da unbedingt wieder hin!!!

Nachtrag Juni 2014:

seit 4. Juni 2014 steht die Enoteca unter der neuen Leitung von Heike und Guiseppe Greco.
Elvira und Matthias Althof werden ab Sommer 2014  in Graubünden das Gasthaus am Brunnen führen.

Osteria Vecchio Tiglio da Claudio, Losone

Osteria Vecchio Tiglio da Claudio, Losone, Via Municipio 12, Tel. 091 791 14 98

Wann immer wir Lust auf Pizza haben - ich meine richtig gute Pizza! - dann zieht es uns nach Losone in diese Osteria. Nicht, dass es dort nicht auch andere gute Sachen auf der Karte gäbe, aber wenn, dann muss ich dort immer Pizza haben, die vom Padrone noch selbst und eigenhändig im grossen Pizzaofen zubereitet wird.

Als Vorspeise ein Salat aus roh gehobelten Artischocken und Parmesanspänen für mich




und für den Signore Thunfisch-Carpaccio mit Meerrettich und Ruccola



(Memo für nächstes Mal: ohne den allgegenwärtigen Aceto Balsamico bestellen)

und hier kommt meine Pizza Valtellina, mit Brasaola und Parmesanspänen:




knuspriger Rand, dünner Teig, jaaa, genau so soll sie schmecken.

Und wenn ich Bresaola esse, dann muss ich an P-Püntnerfleisch und Herrn Merz und vor allem an Signor Roberto von lamiacucina denken. Zum ersten Mal bin ich durch einen Hinweis von Robert darauf aufmerksam geworden und habe Tränen gelacht. Haltet schon mal die Taschentücher bereit und schaut hier (bei mir nur die gekürzte Fassung, wer länger lachen möchte, schaue bei Robert):



Über unsere früheren Besuche kann man hier nachlesen:

http://tisalutoticino.blogspot.ch/2010/01/osteria-vecchio-tiglio-da-claudio.html

http://tisalutoticino.blogspot.fr/2010/02/ristorante-vecchio-tiglio.html

http://tisalutoticino.blogspot.fr/2013/02/eine-der-besten-pizzen-die-ich-je.html







Mittwoch, 20. November 2013

Ristorante Maccagno, Maccagno

Albergo - Ristorante Maccagno, Maccagno, Tel. 0039 0332 56 02 41
Ruhetag: Sonntag

Wir sind heute Nachmittag im Tessin angekommen - bei strömendem Regen im Elsass losgefahren - bei strömendem Regen im Tessin angekommen. Doch irgendwie stört mich der Regen hier nicht, das Tessin ist immer wunderschön, selbst jetzt.

Große Lust auf eine weitere Autofahrt haben wir wie meistens am Ankunftstag nicht. D.h. ein Restaurantbesuch in der Nachbarschaft bietet sich an. Jetzt im November haben viele Restaurants geschlossen. Normalerweise ist eine liebgewordene Tradition für den Anreisetag unser Cordon-Bleu-Essen in der Osteria Miralago in Vairano. Dahin zieht es uns am ersten Tag als nächstes und wir freuen uns bereits während der Anreise auf den Tisch abends mit dem traumhaften Blick auf den Lago. 

Doch diesmal hat sich kurzfristig unser Sohn angemeldet. Er möchte übers Wochenende zu Besuch kommen und hat sich an einem Tag sehnsüchtig ein Essen in dieser Osteria mit Cordon Bleu und Steinpilzen gewünscht. D.h. für heute müssen wir eine Alternative finden.

Die Qual die Wahl nimmt uns Melanie ab, sie reserviert einen Tisch im Ristorante Maccagno, wir werden abgeholt und brauchen noch nicht mal selbst zu fahren. In dieses Ristorante wollten wir schon seit längerem, doch irgendwie hat es nie gepasst. Dafür dann endlich heute ein Abendessen in Begleitung von Melanie und Andreas.



Zunächst einmal fällt die überwältigende Herzlichkeit und Freundlichkeit des Padrone auf (die rosa gestrichene Wandfarbe fällt mir auch auf - aber bei sooo viel Herzlichkeit sehe ich darüber hinweg). Sein Sohn in der Küche - er im Service. Beim Studieren der Speisekarte fällt uns die Wahl schwer, das liest sich alles sooo köstlich und wir haben Huuunger!

Unter den Vorspeisen wählen wir vier unterschiedliche Gerichte - offensichtlich kein Problem für die Küche:


San Daniele Schinken, Ziegenkäse, Crostini


Steinpilzecreme im Knusperkörbchen


Heidelbeer-Risotto mit Käsecreme

und:


hausgemachte Tagliatelle, Langoustines, Calamares, Scampi.

Als Hauptgerichte für Melanie und Andreas:


Rehragout mit Birnen und Gemüsestücken

oder 


Tagliata vom Entrecôte, Brennesselcreme, mit knusprigem Speck, auf Radiccio serviert

Als Beilage dazu gibt es wahlweise Bratkartoffel, frittierte Kartoffeln, Pasta, gegrilltes Gemüse, grüner oder gemischter Salat.

Danach gibt es nur noch Espresso und Grappa - auch wenn der Padrone die hausgemachte Schokoladentarte mit den Kakifrüchten, die vor dem Fenster wachsen, auf verführerische Art beschreibt.

Fazit: Wohlfühlambiente durch den besonders herzlichen Service, ordentliche Küche, hausgemachte Pasta, das alles sind Gründe für einen Wiederbesuch

Samstag, 9. November 2013

Matasci vini, Tenero

Matasci vini, Tenero

In der Nähe von Locarno hinter dem Bahnhof von Tenero befindet sich der Firmensitz eines der grössten und bekanntesten Tessiner Weinproduzenten.

Hier gehts rein:



Guiseppe Matasci war einer der Pioniere der Merlot-Produktion im Tessin. Der Familienbetrieb wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Obwohl keine eigenen Weinberge bewirtschaftet, sondern die verschiedenen Traubensorten von über 1000 Weinbauern gekauft werden, ist Matasci Vini einer der grössten Merlot-Hersteller des Sopraceneri. Die zu Rot-, Weiss- und Roséwein verarbeitete Merlot-Traube stellt den Hauptanteil der Produktion dar, gefolgt von Bondola- und Americana-Trauben.

Hier ein Teil der sehr ansprechend und übersichtlich gestalteten Präsentation der eigenen Weine:




noch schöner hier die gesamte Produkt-Palette:




Die Weine findet man im Tessin auf vielen Karten der besten Restaurants, Cherubino und Le Mimose (den mag ich am liebsten) sind die Weissweine, Selezione d'Ottobre ist der bekannteste Rotwein, den man auch jenseits des Gotthards kennt, leicht, süffig, ohne ausgeprägte Tanine - so mag ich Rotweine auch im Sommer - doch mein Favorit unter den Roten ist der Sassariente bzw. wenn es im Barique sein darf, der Sirio.

In den sehr modern gestalteten Verkaufsräumen findet man neben der eigenen Produktion auch ein grosses Angebot von weiteren schweizer und italienischen Weinen sowie ein schönes Sortiment von kulinarischen Tessiner Spezialitäten.




In den renovierten Kellerräumlichkeiten lagern in der Önothek “Le Caveau” kostbare Weine aus ganz Frankreich sowie Spanien, Portugal und ein paar ausgewählten weiteren aussereuropäischen Ländern. 





Eine ganze Wand ist den besten Tessiner Winzern und ihren Weinen gewidmet, die in ihrer Gesamtheit ein repräsentatives Abbild der Weinlandschaft dieser wundervollen Region zeigen.



Das Weinmuseum ist im alten - teilweise aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts stammenden - Keller untergebracht und stellt die Verbindung zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit her. Es legt ein beredtes Zeugnis ab über die Geschichte und die Kultur der Weinherstellung im Tessin vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Besichtigungen sind während der Saison dienstags um 16:00 Uhr möglich.

Doch die Familie Matasci hat sich nicht nur durch Weine, sondern auch durch ihre einzigartige, in über 40 Jahren zusammengetragene Kunstsammlung von Mario Matasci einen Namen gemacht. Über der Weinhandlung sind in Wechselausstellungen diverse Kunstwerke zu sehen. Alle drei bis vier Monate werden die Exponate ausgewechselt. Es werden nicht nur Werke von regionalen Künstlern wie Franco Francese, Piero Ruggeri, Cesare Lucchini oder Edmondo Dobrzanski gezeigt, sondern auch von weltbekannten Künsterln wie etwa Käthe Kollwitz, Otto Dix oder Varlin.




Für Kunstinteressierte:  Die bedeutende Sammlung von Mario Matasci kann man mittlerweile nach Voranmeldung (Tel. 079 601 60 24) in Riazzino im "Il Deposito" bewundern.

Freitag, 8. November 2013

Grotto Loverciano, Castel San Pietro

Grotto Loverciano, Via ai Grotti, Castel San Pietro
Tel. 091 646 16 08, an 365 Tagen mittags und abends geöffnet
http://www.grottoloverciano.ch/

Irgendwann letztes Jahr hatten wir mal einen Ausflug zum Monte Generoso gemacht und uns auch ein bisschen in der Umgebung umgeschaut. Dabei sind wir auch einem Hinweisschild zum Grotto Loverciano gefolgt und standen auf dem grossen Parkplatz vor dem nicht minder grossen Grotto. Irgendwie war uns alles zu gross und wir entschlossen uns zur Weiterfahrt...

Vor ein paar Wochen erreichte mich eine Mail von zorra, die mich auf ein Grotto in dieser Region aufmerksam machte. Das war natürlich ein Grund uns mal wieder ins Mendrisiotto auf zu machen. Heute war es so weit. Ein ziemlich trüber nebliger Tag, wie geschaffen für ein Mittagessen in einem schönen Grotto. Wir fahren los, Richtung Mendrisio, da würde sich auch noch ein Besuch im Foxtown anbieten (ich darf heute nicht.... ) und stehen irgendwann kurz nach 12 Uhr vor eben diesem Grotto Loverciano. Es ist immer noch alles so gross - wollen wir da wirklich rein? Ja, klar! Auf gehts!



Innen verschiedene, rustikal eingerichtete Säle, rot-blau-weiss-karierte Tischdecken, eine sehr ungezwungene Atmosphäre, einige Arbeiter aus der Region, ein paar Geschäfts- bzw. Büroleute, die hier das Tagesessen zu sich nehmen, ein älteres Ehepaar, das offensichtlich regelmässig hierher kommt... uns gefällt es - genau das Richtige für heute... dann muss nur noch das Essen stimmen.

Dann schauen wir mal: Affetato Misto (gemischte Tessiner Wurstwaren), Rinds-Carpaccio, Rinds-Tatar, Minestrone, Busecca, Zwiebelsuppe, Pappa al pomodoro con crostini als Vorspeisen. Eine schöne Auswahl an Pasta: Spaghetti al pomodoro, al ragù, con aglio,olio, peperoncino, Gnocchi al gorgonzola, Cicche del nonno panna pomodoro,Tagliatelle ai funghi porcini, Tortelloni di magro al burro e salvia


Risotto alla Loverciano con funghi porcini e verdura

Polenta, auch mit Rindsschmorbraten oder Kaninchenragout, und dann kommt das, was jeder hier bestellt, der nicht das Tagesgericht isst: Grillgerichte mit Pommes Frites.

Filetto di manzo, Filetto di puledro, Costata di manzo, Entrecôte di manzo, La Tagliata di manzo su rucola, La Bistecca del Loverciano, Treccia di manzo alla Loverciano (250/300 gr.), Battuta di manzo, Spiedone alla Loverciano (manzo, luganighetta, pancetta), Costolette d'agnello, Costine di maiale (puntine), Luganighetta, Alette di pollo, Galletto, Paillard di fesa di tacchino

Warum ich Euch so ausführlich die Speisekarte beschreibe? Weil mir die Wahl so schwer fällt. Was hättet Ihr gewählt?
... eigentlich wollte ich eine Pappa al pomodoro und dann tortelloni bestellen, doch dann werden diese Teller mit Gegrilltem und dem rustikal darunter geschobenen Steakmesser an mir vorbeigetragen und ich entscheide mich anders. Zunächst gibt es für uns einen kleinen Teller Affetato Misto (sozusagen der "kleine Tester vorweg" - stimmt die Qualität der angebotenen Wurstwaren hat das Grotto schon halb gewonnen - so auch hier: Test bestanden ;-)



Dann gibt es für mich das Galetto - "Plattes Huhn" ;-) - perfekt gegrillt, da ist ein Könner am Werk bzw. Grill. Für mich bitte ohne Pommes Frites, aber ein gemischter Salat darf sein.




Für den Signore La Bistecca del Loverciano:


Auch hier merkt man den Grillmeister und die wunderbare Fleischqualität, die knusprigen Kartoffeln begeistern meinen Mann und mir hat die hausgemachte pikante Grillsauce auch zum Galetto gut geschmeckt.

Salat bestellen wir noch dazu, Nüsslisalat für den Signore und Insalata Mista für mich. Die Nähe zu Italien macht sich hier stärker als am Lago Maggiore bemerkbar, denn der Salat wird zum Selberanmachen an den Tisch gebracht. Ich mag das gerne, vorausgesetzt es handelt sich um guten Essig und gutes Öl.

Auch bei der Weinbestellung - wir trinken offenen Tessiner Merlot - wird meine Weinbestellung korrigiert. 3 Dezi? Nein, es gibt un quarto... na gut, das ist ein bisschen wenig... da muss noch ein zweites quarto her, vor allem zu dem abschliessenden Käse, der überreichlich für eine Person an den Tisch gebracht wird.


Danach noch für jeden von uns ein Espresso... sehr gut, aber auch seeehr stark... ich muss ein bisschen verdünnen - das geht am besten mit Grappa - wunderbar, hausgemacht, Uva Americana. 

Fazit: Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt und kommen sicherlich wieder. Nochmals danke, liebe Zorra, dass Du uns darauf aufmerksam gemacht hast.









Freitag, 1. November 2013

Arthotel Riposo, Ascona - Gastbeitrag von Andy von lieberlecker

Heute bin ich sehr stolz, denn ich habe hier bei Ti saluto Ticino einen Gast: Andy aus Zürich mit seinem schönen Blog lieberlecker ... als gar nichts essen!.  

Dies ist das erste Mal, dass es in meinem Blog einen Gastbeitrag gibt und ich freue mich und fühle mich geehrt, dass Andy zugestimmt hat, über seinen Kurztrip ins Tessin hier zu berichten. Herzlichen Dank für diesen wunderbaren Bericht über das Arthotel in Ascona und für die wundervollen Fotos. Also, dann: Bühne frei für Andy:





Arthotel Riposo, Ascona

Eigentlich wollte ich von Sabine einen Tipp für ein Hotel in dem von ihr so geliebten Ticino. Sie aber war gerade auf einer genussvollen Donaufahrt.

Und wir mussten quasi Hals über Kopf ins Tessin. Allerdings hätte ich nicht einen Hals-über-Kopf-Tipp gebraucht, sondern einen für Herbst 2014.

Die beste Ehefrau von allen hat nämlich entschieden, nächstes Jahr ihre ganze Familie zu Familienferien einzuladen. Das ist sehr grosszügig. Der Anlass dazu ist aber leider ein sehr trauriger (und halt auch zu persönlich, um an dieser Stelle in Details zugehen).

Wir dachten erst an etwas sehr kleines, das wir dann mit 20/22 Personen gleich ganz in Beschlag nehmen könnten.







Auf der Suche sind wir dann aber über das Hotel Riposo in Ascona gestolpert und die haben letztes Wochenende nochmals kurz aufgemacht. Um ein letztes Mal dieses Jahr ihren Gästen Unterschlupf in 26 Zimmern zu gewähren.

Wobei Unterschlupf vielleicht nicht ganz die richtige Beschreibung ist. Alle Zimmer sind individuell eingerichtet, ein sehr gemütliches, romantisches Zuhause auf Zeit. Die Lage des Hotels ist schon fast einmalig, denn obwohl man wirklich mitten in Ascona ist, liegt es sehr ruhig in einer Seitengasse. Mitten in der Altstadt, aber bloss 3 Minuten zu Fuss zum See!

Beim Beschreiben des Hotels gerate ich ins Schwärmen, denn es passiert nicht sehr oft, dass man sich auf den ersten Blick verliebt J. Aber das Riposo hat einfach das gewisse Etwas, obwohl zusammengewürfelt, hat alles Stil und passt. Der romantische kleine Innenhof, ein kleiner Romeo-und-Julia-Balkon, wo am Samstag Jazz gespielt wird (und zwar von der Hoteliers Familie), das mit Wandmalereien geschmückte Restaurant, die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Zimmer. Und als Tüpfelchen auf dem i die grosszügige Panorama Terrasse auf dem Dach, wo sich auch noch ein Pool im Naturfels befindet.





Das Herzblut, das in diesem Hotel steckt spürt man auch, wenn man ein paar Minuten mit Lorenzo Studer spricht, der das Hotel zusammen mit seiner Schwester  Olivia in dritter Generation führt.

Unser Fazit: Auch wenn wir nur eine Nacht hier verbracht haben, die hohen Bewertung im Tripadvisor, wie auch die Auszeichnung der Sonntagszeitung als „best-nice-price-Hotel“ im Tessin überraschen uns nicht.


Das Fazit von Ti saluto Ticino

Vielen Dank für diesen schönen Beitrag, lieber Andy. Nun bin ich noch neugieriger auf dieses Hotel, zumal man mir schon erzählt hat, dass man dort auch ausgezeichnet essen kann. D.h. da muss ich unbedingt mal hin.

Und wer wissen möchte, wo Andy während seines Kurztripps gegessen hat, schaue mal hier: klick!