Dienstag, 5. August 2014

Das ist die Möchte-Gern-Version von Spaghetti alla Puttanesca


Bei Julia vom Blog German Abendbrot habe ich das Rezept für eines meiner liebsten Pasta-Gerichte entdeckt: Spaghetti alla Puttanesca. Augenblicklich setzte der berühmte "Haben-Muss-Reflex" ein. Der Blick in den Vorratsschrank der Ferienküche, in der ich keine solche ausgeklügelte Vorratshaltung wie zu Hause betreiben kann, belehrte mich allerdings eines besseren. Weder schwarze Oliven noch Kapern waren vorhanden (Petersilie gab es auch nicht - ich nahm Ruccola) ... Egal, es MUSSTE trotzdem so etwas Ähnliches her! Das Original-Rezept wird es demnächst bald hier geben, so lange die Möchte-Gern-Version, die auch nicht schlecht geschmeckt hat.
Glücklicherweise hatte ich wenigstens aus meiner nicht gerade reichhaltigen Tomatenernte von zu Hause die schönsten Prachtexemplare mitgebracht:



ich nehme für 2 Personen (bzw. für mich alleine, der nicht tomatenessende Signore verweigerte die Nahrungsaufnahme)


  • Spaghetti nach Hunger und Personenzahl

  • ca. 500 g schön reife, aromatische Tomaten, gehäutet, entkernt
  • Salz, Pfeffer, evtl. 1 TL Honig
  • 1/2 Zwiebel, geschält und in Spalten geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, geschält, fein gewürfelt
  • 3 Anchovisfilets, gewürfelt
  • 1 Stück Chilischote
  • 2 EL Olivenöl
  • (zusätzlich aus der TK eine Handvoll Catalogna-Stücke - aber das war nur die Notlösung)
  • evtl. Parmesan und frisch gehackte glatte Petersilie zum darüberstreuen (bei mir musste Ruccola als Ersatz her)


und los gehts:

Zunächst die Tomaten vorbereiten, d.h. häuten, entkernen und in grobe Würfel schneiden. Zur Seite stellen.

In einer Pfanne in etwas Olivenöl Zwiebel, Knoblauch, Anchovis und Chilischote unter regelmässigem Rühren andünsten, die nassen Tomatenwürfel dazu, würzen und alles schön weich dünsten bzw. einkochen lassen.

In der Zwischenzeit die Pasta etwas weniger als al dente kochen, zu der Tomatensauce in die Pfanne geben und fertig garen. Abschmecken, evtl. Parmesan und Petersilie darüber geben.



Kommentare:

  1. das Schöne ist dass solche Gerichte die Improvisation kein bißchen übelnehmen, im Gegenteil, wenn sie so gelungen daherkommt.... bei mir muß auch ganz demnächst etwas in dieser Art auf den Tisch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Christine, ich denke, dass es gerade bei den sog. Klassikern auf beste Zutaten ankommt.

      Löschen
  2. DER Bestandteil im "Spaghetti-Dreigestirn" - nebst Bolognese und Carbonara !
    Bref; schnelle, gluschtige Alltags- und Ferienküche.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Peter, Spaghetti-Dreigestirn stimme ich dir zu, würde aber gerne noch die Arrabiata, sozusagen als "Viergestirn", mit aufnehmen ;-)

      Löschen
    2. O.K. - aufgenommen, bin dabei - aber nicht mehr !
      "Viergestirn" liesst sich "geil" und tönt sehr exklusiv ;-)

      Löschen
  3. Meine Lieblings-Spaghetti, oft gekocht, simpel und gut. Bei mir mit mehr Knoblauch und Chili, wie für eine Puttana gemacht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hätte ich auch so. Du bist ja an der Quelle von Chili's und Knoblauch :-) LG

      Löschen
    2. Wenn es gute Chilis und kein penetranter Knoblauchgeschmack sind, dürfen sie bei mir mitspielen.

      Löschen
  4. Könnte sein, dass ich so was ähnliches heute Mittag auch unbedingt haben muss... :))

    AntwortenLöschen
  5. Klingt großartig, denn gerade was Du vermisst (die Kapern) mögen wir bei nicht :) Da greife ich doch gerne auf Deine Ferien-Variante zurück.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dann viel Erfolg beim Nachkochen, nimm als Kapern-Ersatz für die Säure-Komponente noch ein paar Tropfen Zitronensaft dazu.

      Löschen
  6. Möchte-gern? Ja, das möchte ich jetzt auch gerne! ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    AntwortenLöschen
  7. Ich finds eh viel schöner, wenn man aus dem, was gerade da ist, das Beste macht :-) wenn es dann noch Resteverwertung ist, umso besser.

    Authentizität um jeden Preis finde ich oft anstrengend, vor allem wenn es dann um Dinge geht, die weder Saison haben oder von allzuweit her kommen müssen. Dann lieber was schönes improvisiert :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Britta, du hast ja sooo Recht - aber ich habe noch immer diese Gluscht auf die Originalversion

      Löschen
  8. Spaghetti mit Paradeissauce in allen Varianten sind toll. Also deine sind auf keinen Fall "möchte gern", sondern die möcht ich gern essen. ;)

    AntwortenLöschen
  9. Ich springe gerne für deinen Mann ein ;)
    Sieht sehr lecker aus, meine Familie kannste mit sowas immer überzeugen.

    LG Kerstin

    AntwortenLöschen
  10. Hilfe, der "Habenwollenreflex" setzt gerade ein. ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Eva, ich bin völlig unschuldig, Julia ist daran schuld (siehe link)

      Löschen
  11. ... und heute Abend stehen sie auf dem Tisch. Haben muss!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. q.e.d., lieber Gerd, die typischen Auswirkungen des Pawlowschen Reflexes

      Löschen
  12. Nudeln sind Soulfood. Ganz unabhängig davon, ob mit Bolognese, Carbonara, Amitriciana, Arrabiata oder Puttanesca-Sauce - oder nur als Aglio Olio Peperoncino, Cacio e Pepe oder Pesto. Mich machen Nudeln glücklich. Und wenn die Ferienhausküche einen so wunderbaren Teller hervorbringt, habt Ihr das Glück auf Eurer Seite! Trotzdem: Die Variante mit Oliven, Kapern, Sardellen, Tomaten, etwas Knobi + Chili bleibt mein Seelenschmeichler! :) Bin gespannt, wann ich es bei Dir im Blog finde!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Julia, das kann nicht mehr lange dauern... bald - gaaanz bald ;-)

      Löschen