Dienstag, 8. Mai 2012

Hellgrüne cremige Tessiner Polenta mit Erbsen



Polenta ist eines der traditionellen Tessiner Gerichte. In einigen Restaurants wird sie noch von Hand in einem riesigen Kupferkessel auf dem offenen Kaminfeuer gerührt.

In der aktuellen Ausgabe der "Saveurs" habe ich dieses frühlingshafte Rezept entdeckt und leicht abgewandelt.



Zutaten für 2 Personen:

100 g Polenta (kein Instant! Am besten Polenta Integrale)
250 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
100 ml Sahne
40 g gerieb. Parmesan
125 g Erbsen (bei mir von ca. 500 g frischen Schoten ausgepalt), evtl. TK, NICHT aus der Dose!
1 kleine Schalotte, geschält und klein gewürfelt
1 EL Butter



Zubereitung:

Milch und 200 ml Gemüsebrühe (Achtung: etwas für die Erbsen zurück behalten) in einem genügend großen Topf erhitzen und mit einem Schneebesen die Polenta einrühren. Ca. 2 Min lang rühren, dann ganz leise blubbern lassen. Deckel drauf und in Ruhe lassen. Die Polenta muss NICHT ständig gerührt werden. Während 30 - 40 min auf dem Herd lassen, ab und zu mit einem Holzspatel aufrühren und wieder zudecken. Evtl. noch etwas Gemüsebrühe dazu geben, sie darf nicht fest werden, sondern sollte eine cremige Konsistenz behalten. Die Sahne zufügen (bei mir Milch), mit Salz und Pfeffer abschmecken und einen EL Butter unterrühren. Es macht übrigens nichts, wenn die Polenta am Topfboden leicht anschlägt, sie sollte nur nicht dunkel werden.

Während die Polenta gar zieht, das Erbsenpüree zubereiten: Schalottenwürfel in etwas Butter während 5 Min. andünsten, dann die Erbsen mit ca. 50 ml Gemüsebrühe hinzu, Deckel drauf und ca. 10 min weich dünsten. In einen Mixbecher geben und mit dem Zauberstab mittelfein pürieren. Unter die heiße Polenta rühren, mit Parmesan bestreuen. (Ich hatte noch ein paar fein geschnittene Bärlauchblätter darüber gegeben.)

Fazit: Es hat köstlich geschmeckt - ich könnte sie mir auch sehr gut mit weißer Polenta vorstellen und als Beilage zu Fisch oder Meeresfrüchten passt das sicherlich ganz wunderbar.

Und weil es so eine schöne hellgrüne Farbe hat, wird das mein zweiter Beitrag zu Uwes cookbook of colors.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors




Kommentare:

  1. alles mit Erbsen liebe ich ja!
    Also fast alles ;-)

    Das sieht sehr gut aus, ich freu mich auch schon auf die frischen Erbsen. TK geht zur Not auch, aber ich finde die frischen schmecken noch mal viel besser.

    Ist die Polenta integrale noch etwas grober?

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    1. Ja, Britta, sie ist noch etwas grober als Bramata. Daher braucht sie auch entsprechend länger.

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  2. Polenta integrale steht wie rote und weiße Polenta auf meiner "must have" Liste, wenn ich wieder in Italien bin.
    Übrigens habe ich es noch nie geschafft, dass sich Polenta nicht anlegt, keine Chance.

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    1. Turbohausfrau, es lohnt sich, wobei ich bisher auch noch keine weiße Polenta probiert habe, das ich bei uns die einzige Polenta-Esserin bin.

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  3. Oh, darauf kriege ich direkt Appetit und das könnte ich bald mal machen. In meinen Vorräten habe ich noch Bramata, für die mir nix Richtiges einfallen wollte.

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  4. Nur zu, nata, das ist das ideale Frühlingsrezept. Sehr gerne hätte ich es noch mit frischen Erbsensprossen garniert, die jetzt gerade in den Blogs die Runde machen, doch meine wachsen zu Hause im Elsass vor sich hin, hier bin ich auf Bärlauch ausgewichen, was auch sehr gut gepasst hat.

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  5. Ich liebe Polenta. Am liebsten mit NICHTS dazu. Ganz pur. Welche magst du am liebsten? Kenne jetzt fast alle Sorten nur die rote fehlt noch in der Sammlung. Bramata ist bisher mein Favorit! LG :)

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    1. Sybille, ich mag am liebsten die auf dem Foto abgebildete Polenta Integrale. Bei uns kommt Polenta allerdings leider sehr selten auf den Tisch, da mein Mann ein Polenta-Verweigerer ist ;-)

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