Donnerstag, 8. September 2022

Acht kulinarische Geheimtipps aus vier Regionen - Teil 4

 Dinieren mit Aussicht - die schönsten Restaurants am Wasser

Von Ticino Turismo bekomme ich regelmässig aktuelle Artikel über das Tessin zugeschickt. Hier folgt Teil 4 des Artikels von Jurij Meile von Ticino Turismo:

Mendrisiotto: Kulinarische Hochgefühle und Spitzenweine in hügeliger Gegend




Die historische Einkehr Porto Pojana im idyllischen Ort Riva San Vitale wurde neu renoviert und erstrahlt seit 2019 als elegantes und zugleich modernes Restaurant. Die Gäste geniessen nicht nur Kulinarik auf höchstem Niveau, sondern auch andere Besonderheiten. Neben dem hauseigenen Felsen-Weinkeller, dem speziellen Rauchersalon mit ausgewählten Branntweinen, beeindruckt das Lokal mit seiner einladenden Veranda, die einen herrlichen Blick auf den Luganersee bietet. Der Chefkoch zaubert köstliche Seefischgerichte und serviert dazu vortreffliche, erlesene Weine. Auch für exklusive Events in kleinem Rahmen ist das Restaurant Porto Pojana wunderbar geeignet. ticino.ch/portopojana

Die kleine Gemeinde Bissone liegt malerisch am Ufer des Luganersee zwischen hochaufragenden Bergen unmittelbar vor der italienischen Grenze. Als Empfehlung für Feinschmecker gilt das Ristorante La Palma. Hier geniesst man leckere und ausgefallene regionale und mediterrane Gerichte in entspannter Atmosphäre. Neben kreativen saisonalen Speisen wie Kartoffelgnocchi in Tintenfischeintopf, Honig-Kalbs-Geschnetzeltes mit Erdnüssen und Trüffel-Risotto, erfreut man sich in dem Restaurant auch an köstlicher Pizza aus dem eigenen Holzofen. Ein wunderbarer Ort, um einen eindrucksvollen Urlaubstag gemütlich ausklingen zu lassen. Wer seinen Aufenthalt an diesem schönen Plätzchen verlängern möchte, hat die Möglichkeit im zugehörigen Hotel zu übernachten. palmabissone.ch


Quelle: 

Ticino Turismo
Jurij Meile
Head of Communication

Dienstag, 6. September 2022

Acht kulinarische Geheimtipps aus vier Regionen, Teil 3

 Dinieren mit Aussicht - die schönsten Restaurants am Wasser

Von Ticino Turismo bekomme ich regelmässig aktuelle Artikel über das Tessin zugeschickt. Hier folgt Teil 3 des Artikels von Jurij Meile von Ticino Turismo:


Lugano: Perle zwischen Berg und See – eine perfekte Umgebung zum Geniessen




Die kleine Gemeinde Gandria gilt als echter Geheimtipp in Lugano. Grosse Touristenmassen sucht man hier vergebens. Anstelle dessen erwarten die Besucher beschauliche, bunte Steinhäuser, die den kleinen Ort, der am Fusse des Monte Bré liegt, prägen. Nach einem kleinen Spaziergang durch die bezaubernden, engen Gässchen, findet man das kleine Restaurant „Locanda Gandriese”. Seit 2017 wird es von Davide Crobe geleitet, der ursprünglich aus Sardinien stammt. Neben der fantastischen Aussicht auf den Luganersee geniesst man dort somit eine stimmige Komposition aus sardischen Spezialitäten kombiniert mit regionalen Produkten des Tessin. Ein Tipp für alle, die Ihren Genussmoment verlängern möchten: Im Haus gibt es auch drei kleine Hotelzimmer. locandagandriese.com

Ein weiterer wunderbarer Platz, um zu geniessen und zu entspannen ist das Ristorante Le Lac . Es befindet sich in Melide, einem Ort mitten am Luganersee liegt. Das kleine, feine Lokal hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausschliesslich frische und saisonale Lebensmittel zu verwenden. Dafür sorgt (Küchen-)Chef Luca Toricelli, der seiner Kreativität in der Restaurantküche freien Lauf lässt und mit einem modernen gastronomischen Angebot überzeugt. Die Besucher erwartet somit ein Genusserlebnis in jeder Hinsicht – von Gaumenfreuden bis hin zur imposanten Aussicht auf den See ist hier alles inklusive. lelacrestaurant.ch


Fortsetzung folgt!


Quelle: 

Ticino Turismo
Jurij Meile

Head of Communication


Sonntag, 4. September 2022

Acht kulinarische Geheimtipps aus vier Regionen, Teil 2

 Dinieren mit Aussicht - die schönsten Restaurants am Wasser

Von Ticino Turismo bekomme ich regelmässig aktuelle Artikel über das Tessin zugeschickt. Hier folgt Teil 2 des Artikels von Jurij Meile von Ticino Turismo:


Region Ascona-Locarno:  Regionale Spezialitäten und mediterranes Flair rund um den Lago Maggiore




Ein Restaurant, das bereits beim Eintreten unbeschwerte Leichtigkeit und „Dolce Vita“ versprüht, ist das Ristorante Giardino Lago in Minusio. Es liegt am nördlichsten Teil des Lago Maggiore. Von hier aus erfreut man sich über einen atemberaubenden Blick über den ganzen See bis hin nach Italien. Wer das Glück hat, auf dieser Terrasse zu dinieren, während im Hintergrund die Palmen leise rascheln und die Sonne am Wasser glitzert, hat schnell das Gefühl direkt am Mittelmeer zu sein. In diesem wunderbaren Ambiente geniesst man die moderne Küche des Ristorante Lago  gleich doppelt. Es gibt ausgewählte Antipasti, vorzügliche Pasta und Risotto sowie zum Abschluss verführerisches Tiramisu und cremiges Gelato. Dazu serviert man erlesene Weine. Buon appetito! ticino.ch/ristorante-giardino-lago


An einem idyllischen Platz im charmanten Dörfchen Peccia befindet sich das Grotto Pozzasc. Es liegt eingebettet in ein Naturbecken, das sich aus dem Fluss des Pecciatals herausgeformt hat. Ursprünglich diente das Grotto als Mühle, wovon noch heute Baureste aus Holz und Stein zeugen. Die Gastgeber Claudia & Christian verwöhnen ihre Gäste mit regionalen Köstlichkeiten und heimischen Spezialitäten. Aufgetischt werden neben vorzüglichem Minestrone, hochwertige Käsesorten, Salami und natürlich die einheimische Wurstspezialität “codegotto nostrano“. Special: Jeden Tag wird am Kamin frische Polenta zubereitet. An den Granittischen im Schatten der grossen Bäume zelebriert man - neben den kulinarischen Genüssen – natürlich den herrlichen Ausblick auf den Fluss. pozzasc.c

Anmerkung Ti Saluto Ticino: Zu meinem Bericht über dieses Grotto geht es hier entlang (klick)

Fortsetzung folgt!


Quelle: 

Ticino Turismo
Jurij Meile

Head of Communication



Freitag, 2. September 2022

Acht kulinarische Geheimtipps aus vier Regionen, Teil 1

 Dinieren mit Aussicht - die schönsten Restaurants am Wasser

Von Ticino Turismo bekomme ich regelmässig aktuelle Artikel über das Tessin zugeschickt. Natürlich interessieren mich kulinarische Themen besonders, euch doch sicherlich auch? Auf jeden Fall möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Daher folgt nun Teil 1 des Artikels von Jurij Meile von Ticino Turismo:


Das Tessin zeigt sich in vielfacher Hinsicht mit einer einzigartigen Mischung der schönen Seiten des Lebens. Der südlichste Schweizer Kanton präsentiert mediterranes Flair, kombiniert mit urigem Schweizer Alpenleben und umrahmt von eindrucksvollen Naturkulissen. Mit seinen bekanntesten Seen Lago Maggiore und Luganersee sowie unzähligen Flüssen ist das Tessin ein regelrechtes Wasserparadies. Als Geheimtipp für Liebhaber regionaler, traditioneller Köstlichkeiten lockt die Region zudem Gäste aus aller Welt zum lukullischen Genuss. Durch die kulturelle Nähe zu Italien ist die Regionalküche des Tessin stark mediterran geprägt. Somit vereint das Tessin wiederum das Beste aus beiden Welten: Feinschmecker erfreuen sich, direkt am Wasser hervorragend zu speisen mit garantiert bemerkenswerter Aussicht. Nachstehend präsentieren wir eine Auswahl der besten Restaurant-Tipps für „Fine Dining“ am Wasser in den vier Tessiner Regionen. 

Bellinzona e Valli: Urtypischer Genuss aus dem Felsenkeller




Eine gastronomische Besonderheit des Tessin sind die sogenannten „Grotti“. Es handelt sich um kleine, meist um einen Felsenkeller herum gebaute Lokale, in denen es durch die Steinmauern konstant kühl ist. In einem „Grotto“ werden nur traditionelle,  landestypische Speisen und lokale Getränke und Weine serviert. Ursprünglich dienten sie als natürlicher Felskeller, zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Als kulinarischer Geheimtipp im Ort Giornico gilt das Grotto dei due Ponti. Eine Einkehr in dem landestypischen Restaurant - etwa im Anschluss an den Besuch der nahegelegenen „Chiesa San Nicola“ - ist absolut empfehlenswert. Das Lokal begeistert durch seine aussergewöhnliche Lage inmitten einer kleinen Insel im Fluss Tessin. Die beiden Brücken, die von der Insel wegführen, verbinden den Kern des Dorfes mit dem Stadtteil am rechten Ufer und geben dem Grotto dei due Ponti seinen Namen. Die grosszügige Terrasse, eingebettet in eine üppige Pflanzenwelt, die Frische des Wassers und das urige Flair des “Grotto” machen einen Besuch einzigartig. Kulinarisch überzeugt das charmante Restaurant mit mediterraner Küche. Polenta, Fischgerichte sowie hausgemachte Pasta gehören zu den Spezialitäten des Hauses. Die besonders empfehlenswerten Speisen sind auf der Karte unter dem Begriff 'Fantasie dell'Arturo' zusammengefasst. Für Weinliebhaber spannend: Hier serviert man offenbar einen der besten Merlot im Tessin. https://www.grotto2ponti.ch

Anmerkung Ti saluto Ticino:

Unser Besuch in diesem wunderschön gelegenen Grotto liegt (leider) schon wieder viel zu lange zurück, wer mag, schaut mal hier: Grotto dei due ponti


In beeindruckendem Ambiente – nahe dem Osogna Becken gelegen – befindet sich ein weiteres Lokal der besonderen Art, das Grotto Pozzón. Erbaut wurde dieses im Jahr 1896 und glänzt neben der urtypischen Optik auch mit einer traditionsreichen Speisekarte. Serviert werden typische Tessiner Spezialitäten, deftige Salami und Wurstwaren sowie eine schöne Auswahl an regionalen Käsesorten. Geheimtipp: die köstliche Zwiebelsuppe.  Grotto Pozzón, Osogna


Fortsetzung folgt!



Quelle: 

Ticino Turismo
Jurij Meile
Head of Communication

Samstag, 2. Juli 2022

Grotto Raffael, Losone

 Grotto Raffael, Viccolo Canaa 21, 6616 Losone, Tel 091 791 15 29

von Mai bis September täglich geöffnet, im März, April, Oktober und November montags geschlossen


Das Grotto Raffael ist eines der ältesten und typischsten Tessiner Grotti. Hier werden noch die traditionellen Tessiner Gerichte serviert und das in höchster Qualität.

Man sitzt selbst an heissen Sommertagen angenehm unter den jahrhundertealten Bäumen und lässt sich die immer frisch und perfekt zubereiteten Spezialitäten schmecken.

Für uns muss es als Vorspeise mal wieder Cicorietta-Salat sein, jetzt ist die Saison dafür und wir profitieren davon.


Für den Signore gibt es anschliessend Rindsragout mit Champignons und Speck, wahlweise mit Polenta, Risotto oder Spaghetti serviert


und für mich das, was ich meistens hier esse: hausgemachte Gnocchi! Wahlweise in Butter, mit Tomatensauce, mit Gorgonzola oder in Bolognese

Diese Gnocchi schmecken hier so gut wie nirgendwo sonst, diese Fluffigkeit und Leichtigkeit ist unnachahmlich, es ist, als würde man auf kleinen zarten Wölkchen kauen - doch nun Schluss mit der Schwärmerei! Ich komme ja da wieder hin!

Freitag, 1. Juli 2022

Frittata con Funghi Trifolati

 


Die Frittata ist ein klassisches italienisches Gericht, in dem sich sehr gut Gemüsereste, Kräuter etc. verarbeiten lassen. Sie wird gerne lauwarm als Antipasto serviert. 

Wir haben heute Champignons und frische Gartenkräuter darin verarbeitet und sie mit einem grünen Salat verspeist.

ich nehme (für 2 Personen):
  • 150 g braune Champignons, in Scheiben geschnitten
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 3 Eier
  • 2 EL gehackte glatte Petersilie oder sonstige Gartenkräuter
  • 1 Knoblauchzehe, geschält, gepresst
  • 50 g Ziegenfrischkäse (wer keine gute Qualität bekommt, nimmt Doppelrahmfrischkäse)
  • 50 g geriebener Parmesan

und los gehts:

die Champignons bei mittlerer bis grosser Hitze in einer beschichteten Pfanne in Olivenöl anbraten. Salzen, pfeffern und aus der Pfanne nehmen.

Die Eier mit einer Gabel schön schaumig schlagen, salzen, pfeffern, Petersilie, Knoblauch, Ziegenfrischkäse und Parmesan dazu und glatt rühren und in die Pfanne geben. Die Champignons darauf arrangieren. NICHT RÜHREN! Nur stocken lassen. Sobald der Boden leicht gebräunt ist, wenden. Entweder hat man dazu eine Wendepfanne oder man nimmt einen grossen Teller zu Hilfe. Sonstige Wendemanöver wie in die Luft werfen etc. führen selten zum Erfolg - wir haben uns jetzt eine Wendepfanne angeschafft, die auch für Pfannkuchen bzw. Crêpes bestens geeignet ist.

Nur noch leicht bräunen, die Frittata sollte innen noch schön locker und fluffig sein.

Zum Servieren in Viertel schneiden und mit einem Salat servieren.



Donnerstag, 30. Juni 2022

Grotto Val D'Ambra, Personico

 Grotto Val D'Ambra, 6744 Personico, Tel. 091 864 18 29, Ruhetag: Montag

geöffnet von Karfreitag bis Anfang Oktober (so lange das Wetter  mitspielt)



Ankommen im Tessin heisst für uns meistens auch Ankommen im Grotto Val D'Ambra. Wir kommen schon seit Jahren zu Nadine und werden mittlerweile wie alte Freunde begrüsst. Kürzlich wurde das Grotto von Slow Food ausgezeichnet.

Für uns ist es das ursprünglichste Grotto mit einer typischen Grotto Küche. Sie reift ihre Käse selbst in einem der Steinkeller, genannt Grotto, Salate und Gemüse werden selbst gezogen, vor allem die wunderbaren Tomaten, die tatsächlich noch intensiv nach Tomaten schmecken, haben es mir angetan.

Ihre Walliser Herkunft prägt auch manchmal die Küche von Nadine, so ist diesmal ein Grossteil ihrer Familie mit entsprechenden Raclette-Geräten und den Wagenrad-Grossen Raclette Käsen aus dem Wallis angereist, um für Nadines Gäste Raclette zuzubereiten.


Ich war ein wenig erstaunt, dann Raclette und Käse-Fondue kenne ich nur aus der Winterzeit, doch Nadine versicherte mir, dass dieses Gericht auch in den Sommermonaten wunderbar schmecke. Na gut, der Signore wagte sich da ran (brauchte anschliessend aber einen doppelten Grappa).

Ich entschied mich für Cicorietta-Salat mit Tomaten, anschliessend einen kleinen Teller mit Tessiner Wurstwaren und eine kleine Portion Vitello Tonnato

Ein wunderbarer Auftakt für ein paar schöne Tage am Lago Maggiore.

Samstag, 28. Mai 2022

Cantine Aperte - geöffnete Weinkeller




 Cantine Aperte 2022, Samstag, 28. und Sonntag 29. Mai, von 10:00 bis 18:00 Uhr

Nachdem bereits letztes Wochenende im Sottoceneri, im Südtessin, die Weinkeller für interessierte Besucher geöffnet waren, beginnt heute diese Veranstaltung im Sopraceneri, d.h in den nördlichen Kantonen in der Gegend rund um Bellinzona und auch im Locarnese.

Viele Weinbaubetriebe haben sich etwas Besonderes ausgedacht, so bieten einige geführte Wanderungen durch die Rebberge an, Kellerbesichtigungen sowie Weinverkostungen sind ebenfalls überall vorgesehen. Auch die Möglichkeit, Tessiner Spezialitäten bzw. ein Mittagessen einzunehmen, ist bei vielen Winzern gegeben.

Auch die Cantina il Cavaliere in Contone hat an diesem Wochenende geöffnet und freut sich darauf, ihre neu gestalteten Räumlichkeiten zu präsentieren.





Mittwoch, 18. Mai 2022

Fegato alla veneziana - Leber auf venezianische Art

Kalbsleber auf venezianische Art



 

Ich weiss, dass viele Leute keine Innereien mögen, ich esse z.B. auch kein Herz oder Lunge, dafür mag ich aber gerne Kalbs-Leber, Kalbs-Nieren und Kalbs-Bries.

Fegato alla Veneziana ist ein Klassiker aus der venezianischen Küche und wird meistens mit Polenta serviert

Dieses Gericht ist einfach und schnell gemacht, man sollte nur darauf achten, beste Zutaten zu verwenden. Leber muss bei grosser Hitze - eventuell portionsweise - in der Pfanne angebraten werden und darf keinesfalls zu lange braten, sie wird sonst hart. Nicht zu viel in der Pfanne rühren während des Bratvorgangs. Die Leber sollte innen noch leicht rosa sein (Vorsicht, sie gart in der Pfanne nach).


ich nehme (für 2 Portionen):

ca. 300 g geputzte Kalbsleber (eventuelle Häutchen vorher abgeschnitten)

2 EL Olivenöl

1 EL Butter

1 EL Schalotten, in feinste Würfel geschnitten

1/2 Glas Weisswein

Salz, Pfeffer

6 grosse Blätter Salbei, in Streifen geschnitten


und los gehts:

Die Leber Zimmertemperatur annehmen lassen und in mundgerechte Stücke oder Streifen schneiden.

1 EL Olivenöl in der Pfanne erhitzen, die Schalotten darin unter häufigem Rühren glasig dünsten, herausnehmen und zur Seite stellen.

Nochmals einen EL Olivenöl und einen EL Butter in der gleichen Pfanne erhitzen, die UNGESALZENE Leber hineingeben und bei starker Hitze kurz braten. Die Hälfte der Salbei-Streifen hineingeben, den Weisswein angiessen und die gedünsteten Schalotten ebenfalls mit in die Pfanne geben, salzen und pfeffern, abschmecken.

Wer so wie ich den intensiven Geschmack von Salbei mag, gibt am Schluss noch ein paar Streifen von frischem Salbei zum Garnieren darüber.

Da der Signore keine Polenta mag, haben wir Tagliatelle dazu gegessen.


Donnerstag, 12. Mai 2022

Neuentdeckung: Osteria Bisnona

 Neuentdeckung: Osteria Bisnona, Via Cantonale 42, 6594 Contone

Tel. 091 858 21 04



Ich freue mich immer wieder, wenn ich in der Tessiner Gastronomie eine Neuentdeckung mache. Ist es dann auch noch eine solch empfehlenswerte wie die Osteria Bisnona, dann bin ich ganz besonders glücklich, euch diese vorstellen zu dürfen.

Hier wird mit ganz viel Liebe und Kennerschaft gekocht; die Produkte kommen überwiegend aus einheimischer und vor allem biologischer Produktion und das wunderbar knusprige Brot ist selbstgebacken mit lievito madre und Mehl von der Mulino di Marroggia.


                                    
hier mit Thymianbutter serviert


Normalerweise ist Sonntag und Montag geschlossen, doch an unserem Besuchstag war Muttertag und ausnahmsweise geöffnet, angeboten wurde dieses Menu:



Carpacccio di salmone di Lostallo, gamberi blu svizzeri di Reinfelden, lamponi e ravanelli

Carpaccio vom Lachs aus Lostallo, blaue Garnelen aus Reinfelden, Himbeeren und Radieschen



Quaglia dell’agriturismo “la Ciossa” con carote colorate, pompelmo e patate Bisnona

Wachtel vom Agriturismo "la Ciossa" mit Möhren, Pampelmuse und Bisnona-Kartoffeln



Crema al cioccolato bianco caramellato, fragole fresche, sorbetto alle fragole

e granita al basilico

Karamellcreme aus weisser Schokolade, frischen Erdbeeren, Erdbeersorbet und Basilikum Granita, letzteres wurde extra auf zerstossenem Eis serviert

Der Service war wunderbar, freundlich, fröhlich und vermittelte bereits beim Betreten der Osteria eine Wohlfühl-Atmosphäre.

Und wer hier regelmässig liest, weiss, was jetzt kommt:

Ich muss da wieder hin!

Samstag, 7. Mai 2022

Tessiner Küche: Polenta Caprese

 Polenta Caprese



Kürzlich wurde im Schweizer Radio ausführlich über Tessiner Polenta aus rotem Tessiner Mais berichtet. Dabei handelt es sich um Polenta-Maisgriess aus einer roten Tessiner Pro Spezie Rara Bio Maissorte. 

Während der Sendung wurde ein Rezept besprochen, dessen Hauptbestandteil eben diese Tessiner Rote Polenta ist, was mich zu dieser Zubereitung in leicht abgewandelter Form inspiriert hat. Es geht sicherlich auch mit heller oder sonstiger Vollkorn-Polenta, dann sollte allerdings die Kochzeit angepasst werden.


Ich nehme (für 4 Personen):

  • 800 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 200 g Polenta/Maisgriess
  • 50 g geriebener Käse (ein kräftig schmeckender Alpkäse wäre ideal)
  • 250 g Dattel- oder Cocktailtomaten, halbiert
  • 2 Mozzarella (am besten natürlich Büffelmozzarella), geviertelt
  • Salz, Pfeffer
  • 30 g Basilikum
  • 2 EL Olivenöl

und los gehts:

Wasser in einem Topf oder in einer weiten Pfanne aufkochen, salzen, Maisgriess einrühren, unter regelmässigem Rühren bei kleiner Hitze ca. 1 Stunde köcheln. Den geriebenen Käse darunter mischen und abschmecken.

Halbierte Tomaten und geviertelten Mozzarella auf der Polenta verteilen, salzen, pfeffern und zugedeckt auf der ausgeschalteten Platte ca. 5 Min. ziehen lassen. Deckel entfernen, Basilikum darauf verteilen, mit Öl beträufeln und servieren.










Sonntag, 3. April 2022

Neuentdeckung: Osteria Lafranchi, Robasacco

 Osteria Lafranchi, 6599 Robasacco, Tel. 091 858 12 92

Montag und Dienstag geschlossen, Mittwoch bis Samstag abends und Sonntag mittags geöffnet

An dem Dorf Robasacco fährt man nicht mal gerade so vorbei, man muss es schon gezielt anfahren. Dabei ist es einfach und schnell erreichbar. Es liegt an der alten Passstrasse am Monte Ceneri in Richtung Lugano und ist nur ca. 2 km von der Abfahrt Cadenazzo entfernt.

Eigentlich ist es für uns keine Neuentdeckung, sondern eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten, denn diese Osteria wurde geführt von der Tante des heutigen Inhabers und Koch. Wir kamen gerne und häufig, es war fast wie ein nach Hause kommen und unser Sohn, mittlerweile über 30, wurde hier als Baby schon willkommen geheissen und aufs liebevollste umsorgt. Als wir heute ankamen, rätselten wir, ob es sich bei dem Hochstuhl, der neben dem Kamin stand, noch immer um "sein" ehemaliges Stühlchen handelt...


Die Küche hier in diesem kleinen malerischen Dorf ist teils geprägt durch Tessiner Einflüsse, teils durch asiatische Einflüsse, wobei heute das tessinerische überwiegt hat.

Angelockt werden wir für den heutigen Besuch durch den Newsletter des Padrone und Koch, Stefano Lafranchi, der sein Capretto/Zicklein/Gitzi-Menu ankündigt und so entscheiden wir uns, endlich mal wieder in diese schöne Osteria zu fahren.

Zum Auftakt gibt es einen Tessiner Teller mit regionalen, sehr feinen Wurstwaren, wie hier üblich mit einem anschliessenden grünen Salat:


Das Capretto wird serviert auf einer Platte mit seinen Beilagen und selbstverständlich wird auf Wunsch grosszügig nachgelegt:


Getrunken haben wir dazu einen Corteglia Bianco del Merlot von Ortelli, der zwar einen leichten Chardonnay-Anteil hat, aber trotzdem vom Signore geschätzt wird.


Es war ein sehr gelungenes Essen, wir haben uns wohlgefühlt, nicht zuletzt durch den freundlichen und kompetenten Service von Akko Lafranchi. Mille Grazie - noi torneremo!


Samstag, 2. April 2022

Saisoneröffnung im Grotto Lauro, Arcegno

Grotto Lauro, Via Ceu 3, 6618 Arcegno, Tel. 091 791 42 96

geöffnet von Mittwoch bis Sonntag, mittags und abends


Endlich! Auch hier nimmt der lange Winter ein Ende und die Saison 2022 startet, juchhuuu!



Bereits seit über 30 Jahren führt uns der Weg immer wieder gerne hinauf ins Dorf Arcegno ins Grotto Lauro, das - mit einer kurzen Unterbrechung - von Ruth und Aldo Sigel geführt wird. Aldo werkelt in der Küche, kommt immer wieder raus, berät die Gäste, serviert, schaut nach, ob alle zufrieden sind und saust dann wieder zurück in seine Küche, in der er vor allem die feinsten Schmorgerichte und frische, hausgemachte Pasta zaubert, für die das Grotto auch berühmt ist.

Es gibt ein paar Vorspeisen, darunter das köstlich schmeckende Vitello Tonnato, doch wer sich nicht entscheiden kann, wählt die gemischten Vorspeisen und hat von allem eine kleine Auswahl - darunter auch das berühmte Vitello Tonnato - ein Salat mit grünem Spargel, gegrilltem Gemüse, Tomate Mozzarella und Tessiner Schinken



Beim Hauptgericht tun wir beide uns ein bisschen schwer. Essen wir jetzt eines köstlichen Schmorgerichte, darunter Kaninchen nach Grossmutter-Art, Brasato in Merlot oder auch Gitzi (Zicklein), das jetzt hier wieder saisonal angeboten wird. Wir hätten auch noch Kalbsleber auf venezianische Art wählen können oder Tagliata von Rinderfilet mit Ruccola und Parmesanspänen. Letztendlich ist unsere Lust auf die hausgemachten Pasta von Aldo so gross, dass der Signore eines seiner Grotto Lauro Lieblingsgerichte wählt: hausgemachte Ravioli in Gorgonzolasauce.


Für mich bereitet Aldo eben mal so ein neu und frisch creiertes Gericht aus hausgemachten  Pappardelle, in Knoblauch gebratenen Garnelenstücken, Tomatenwürfeln und gebratenen Radicchiostreifen zu.


Es versteht sich von selbst, dass auch die Desserts hier hausgemacht sind: immer ein Kuchen (heute war es Apfelkuchen), oft ist es auch Aldos Creation einer Kastanientorte, Tiramisu, Panna Cotta oder Aldos berühmte Mascarponecreme mit Waldfrüchten .... 

Doch für uns war nur noch Platz für Espresso und Grappe.

Vielen Dank, liebe Ruth, lieber Aldo, wir haben wunderbar bei euch gegessen und freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch bei euch.


Freitag, 1. April 2022

Osteria da Giacinto, Iragna


Osteria da Giacinto, Via ai Grotti 8, 6707 Iragna (Riviera), Tel. 091 862 29 56

ganzjährig geöffnet, 7 Tage die Woche, montags und dienstags allerdings nur mittags

Bei der Anreise ins Tessin kehren wir gerne in dieser nicht weit von der Gotthard-Autobahn entfernt gelegenen Osteria ein - sommers wie winters. Es sind gerade mal zwei Minuten Fahrzeit ab der Autobahnausfahrt Biasca.

Mittlerweile kennt man uns dort schon und wir werden freundlich von der Chefin hinter dem Tresen und auch von Maurizio, dem aufmerksamen Kellner begrüsst.



Als Vorspeise teilen uns der Signore und ich eine Insalata Mimosa




sowie einen Teller mit regionalem Schinken und hausgemachter Kalbsleber-Mousse


Auf der Karte entdecken wir heute doch tatsächlich ein Cordon Bleu, ganz klar, dass wir das bestellen. Es ist perfekt gebraten, schön dünn und enthält die genau richtige Menge an Käse. Dazu feine Gemüse: Karotten, Blattspinat und Fenchel und wahlweise Pommes Frites oder Rosmarin-Kartoffeln.


Als Dessert gönnt sich der Signore die ersten Erdbeeren aus Freilandanbau aus Italien, dazu eine hausgemachte Vanillecreme und Sahne.


Der Sassaia Bianco Ticino 2021 von Vinattieri war uns eine wunderbare Weinbegleitung und muss beim nächsten Mal unbedingt wieder bestellt werden.







Donnerstag, 24. März 2022

Kalbsbacken in Rotweinsauce zum 10. Blog-Geburtstag von Andy "lieberlecker"





 



Der in Zürich lebende Andy feiert heute mit seinem Blog "lieberlecker .... als gar nichts essen" 10-jährigen Blog-Geburtstag. Genau so lange bin ich seine treue Leserin und freue mich immer wieder über neue Beiträge. 

Ich mag diese Vielfalt an mundwässernden Rezepten gemischt mit die Reiselust weckenden Berichten von schönen Restaurants und auf Reisen oder in Zürich besuchter Restaurants, ausserdem haben wir mindestens zwei Gemeinsamkeiten: wir liebe beide das Tessin und haben ein Faible für gute Weine... kurz und gut: ich bin ein Fan!

Er hatte die Idee, 10 seiner Lieblingsblog zu bitten, anlässlich seines Blog-Geburtstages jeweils ein Rezept aus seinem Blog auszusuchen und es nachzukochen.

Um so mehr fühlte ich mich geschmeichelt, als er mich fragte, ob ich Lust hätte, an diesem kleinen, aber feinen Blog-Event teilzunehmen.

Es war nicht ganz so einfach, aus seinem Index von über 1.500 Rezepten etwas Passendes zu finden, meine Wahl fiel dann auf Kalbsbacken in Rotweinsauce mit Selleriepürée mit karamellisierten Karotten.

Ich habe mich bemüht, das Gericht auch so ähnlich wie Andy es bei seinem Ursprungs-Rezept getan hat, anzurichten. Ansonsten habe ich mich überwiegend an seine Angaben gehalten.

Doch nun geht es endlich los:

ich nehme (für 4 Personen):

  • 800 gr Kalbsbäckchen
  • etwas Mehl
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl und Butter
  • 50 gr Karottenwürfel
  • 50 gr Selleriewürfel
  • 50 gr Schalottenwürfel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Tomatenmark
  • 5 dl Rotwein, in diesem Fall war es Tessiner Merlot Rosso
  • 3 dl Kalbsfond
  • 2 Lorbeerblätter
  • ein paar Zweige Thymian
Zubereitung:

1. Die Kalbsbäckchen salzen, pfeffern und leicht mit Mehl bestreuen, in etwas Olivenöl/Butter anbraten und dann aus der Pfanne nehmen
2. Die Gemüsewürfel mit ein paar Zweigen Thymian in der gleichen Pfanne (Schmortopf) anziehen lassen (ca. 5 Minuten), dann das Tomatenmark beigeben und mitrösten. Wenn leckere Düfte aufzusteigen beginnen, Thymian und Lorbeer entfernen und mit etwas Rotwein ablöschen
3. Den Kalbsfond und den restlichen Rotwein dazugeben, kurz aufkochen und die Backen wieder beigeben
4. Im auf 140° C heissen Ofen etwa 2 Stunden schmoren lassen (Kalbsbacken brauchen deutlich weniger lang wie Rinderbacken). Die Fleischstücke während dieser Zeit 2-3 mal wenden, bei Bedarf etwas heisses Wasser oder Fond nachgiessen. Das Fleisch sollte zu mind. 2/3 bedeckt sein
5. Die Backen herausnehmen und warmstellen, die Sauce durch ein Sieb giessen, auf die Hälfte einkochen und bei Bedarf salzen und pfeffern. Sollte die Sauce nicht dickflüssig genug sein, kann man sie mit ein wenig Maizena zu perfekten Konsistenz bringen. Ganz zum Schluss ein kaltes Stück Butter unterrühren, das gibt der Sauce einen schönen Glanz.

Dazu Kartoffel-Sellerie-Püree (1/3 Sellerie, 2/3 Kartoffeln, Sahne, Butter, Salz, Pfeffer)
und Karotten, die in etwas Kalbsfond und Butter mit Salz schön bissfest gebraten werden, bis der Fond eindickt und die Karotten schön glänzend umschliesst.

Schaut doch auch mal bei meinen Mit-Gratulanten vorbei:

Robert von Lamiacucina - Gefüllte Kohlrabi

Felix von Fel!x Kitchen - Yasmin Cocktail

zorra von einmal umrühren aka Kochtopf - Lemon bars

Caro und Toby - Link folgt - Caro und Toby



Micha von Grain de Sel - Bratreis mit knusprigem Knoblauch Ingwer Krokant 

Marlene's Sweet Things: - gedeckte Apfeltarte








Samstag, 5. Februar 2022

Grotto Ticinese, Cureglia

Grotto Ticinese, Via Grotti 2, 6944 Cureglia

Tel. 091 967 12 26, Ruhetag Dienstag, ansonsten mittags und abends geöffnet 


Das Grotto Ticinese liegt nördlich von Lugano im Bezirk Vezia unweit von Origlio und ist über die alte Passstrasse über den Monte Ceneri vom Gambarogno aus leicht und schnell erreichbar. Es hat eine sehr lange Grotto-Tradition und befindet sich in Familienbesitz.

Im Winter sitzt es sich sehr gemütlich in dem Saal vor dem Kamin, in dem auch die Grilladen zubereitet werden:



Doch bevor es ans Fleisch geht, muss noch das Antipasto ausgesucht werden... 

An der Wand mir genau gegenüber hängt die Tafel mit den aktuellen Empfehlungen:


Carciofi - Artischocken... schon wieder eine grosse Verführung, doch ich hatte ja schon vorgestern einen Artischocken-Tag, obwohl ich sie eigentlich täglich essen könnte und gesund sind sie auch... und Pizzoccheri sind sicherlich in Sahnesauce und mir zu mächtig, weil ich noch ein Hauptgericht möchte..... aber der Signore frägt, ob wir uns einen Teller mit den Tessiner Wurstwaren teilen wollen, der ist hier besonders gut und in bester Qualität. Gut, das machen wir!


dazu wunderbares knuspriges Brot und Cornichons und Boretanne Zwiebeln - eine gute Wahl.

Danach können wir von unserem Tisch aus dem 'Grillmeister' zuschauen, wie er unsere Fleischstücke zubereitet, für Gerhard Rinderfilet, für mich Rib-eye mit Kartoffelhälften, mit Rosmarin bestreut und ebenfalls auf dem Grill zubereitet, dazu Tagesgemüse. Unsere Fleischstücke waren perfekt im gewünschten Garzustand (al sangue - blutig), wobei mein Rib Eye extrem faserig war und mich nicht ganz glücklich gemacht hat. Doch Ambiente, Beilagen und unser perfekter lockerer Signore im Service wogen alles wieder auf.


Gerhard gönnt sich dann noch - wie könnte es anders sein - ein Sorbet, diesmal, denn etwas Abwechslung muss auch mal sein, ein Himbeersorbet mit Kirschschnaps begossen.

Ein schönes Erlebnis, ich muss da jetzt öfter wieder hin und freue mich schon auf die Zeit, wenn wir wieder hier im schönen Garten sitzen können.