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Dienstag, 11. Februar 2020

Nachtrag: Fondue oder Charbonnade



Traditionell gibt es bei uns zu Weihnachten oder Silvester Charbonnade. Das ist Grillen auf einem speziellen Gerät auf Holzkohle, das man in geschlossenen Räumen verwenden kann und für uns seit Jahren ein beliebtes Weihnachts- oder Silvesteressen ist.  

Dazu werden - natürlich selbstgemachte - Saucen/Dips serviert und die waren so köstlich, dass sie nicht in den Tiefen meines Blogs verschwinden dürfen.

So schaut das Gerät aus:




Diesmal kamen Yannick und Caro zwischen den Feiertagen an und zur Begrüssung haben sich die beiden Charbonnade gewünscht.
Die traditionellen Familiensaucen (klick hier) habe ich ergänzt durch ein paar neue Varianten, die ich in der Zeitschrift Feinschmecker entdeckt habe. Diese waren so köstlich, dass sie in die Reihe unserer Charbonnade-Klassiker aufgenommen werden und unbedingt hier im Blog festgehalten werden müssen:



Mango-Orangen-Chutney mit Curry:

2 Orangen
1 rote Zwiebel
15 g frischer Ingwer
1 kleine rote Chilischote
2 EL Olivenöl
1 EL Currypulver
50 ml Aceto Balsamico Bianco
50 g Rohrohrzucker
1 reife Mango
Salz

Die Orangen so schälen, dass die gesamte weisse Haut mit entfernt wird. Fruchtfleisch klein würfeln. Zwiebeln und Ingwer schälen, Chilischote halbieren, entkernen. Alles fein würfeln.
Olivenöl erhitzen, Zwiebel, Ingwer, Chili darin andünsten. Dann Curry und gewürfelte Orangen dazugeben. Alles mit Aceto Balsamico ablöschen. Zucker unterrühren. Mix so lange einkochen lassen, bis fast die ganze Flüssigkeit verdampft ist.
Inzwischen die Mango schälen. Das Fruchtfleisch vom Stein schneiden, dann würfeln. Mangowürfel unter den heissen eingekochtenOrangenmix geben. Alles mit Salz würzig abschmecken. Das Chutney im Kühlschrank abkühlen lassen.


Apfel-Wasabi-Mayonnaise mit Schnittlauch:

1 zimmerwarmes Eigelb
3 TL Wasabipaste aus der Tube (ich: frisch geriebene Wasabiwurzel)
1 - 2 EL Apfelessig
125 ml Sonnenblumenöl
1 Bund Schnittlauch
1 süsslicher Apfel
Saft 1/2 Zitrone
Zucker, Salz, Cayennepfeffer

Das Eigelb mit Wasabi, Essig und Öl in einen hohen Mixbecher geben und mit dem Pürierstab zu einer dicken Mayonnaise mixen. Dabei den Mixstab zunächst etwa 15 Sekunden am Boden des Bechers belassen. Dann langsam nach oben ziehen.
Schnittlauch in feine Ringe schneiden. Apfel schälen, fein würfeln und mit Zitronensaft vermischen. Beides unter die die Wasabi-Mayonnaise heben und mit etwas Zucker, Salz und Cayennepfeffer würzig abschmecken.






Avocado-Gurken-Remoulade mit Koriander und Dill

1 Bund Dill
1 Bund Koriander (oder glatte Petersilie)
125 g griechischer Joghurt (10 %)
150 g Mayonnaise
Saft von 1/2 Limette
1/2 Salatgurke
1 kleine Avocado
Salz, Cayennepfeffer

Dill und Koriander (Petersilie) waschen, trocken schütteln. Blätter abtupfen und fein hacken. Mit Joghurt, Mayonnaise und Limettensaft verrühren.
Gurke schälen, entkernen und klein würfeln. Avocado halbieren. Kern entfernen. Fruchtfleisch aus der Schale haben und ebenfalls klein würfeln. Beides mit der Creme vermischen, mit Salz, Cayernnepfeffer würzig abschmecken.


Paprika-Ketchup mit Raucharoma

250 g eingelegte gegrillte rote Paprikaschoten (auf spanische Art, nicht sauer!)
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
1 EL Olivenöl
2 - 3 EL brauner Zucker
2 - 3 EL Paprikamark
50 g Honig
Meersalz
1 - 2 TL Rauchsalz
Saft 1/2 Limette

Die eingelegten Paprikaschoten in eine Schüssel abgiessen. Vom Sud 120 ml abmessen und beiseitestellen.
Zwiebel und Knoblauch schälen. Chili entkernen. Alles würfeln und in heissem Olivenöl anschwitzen. Zucker darüberstehen und diesen karamellisieren lassen. Das Ganze mit dem beiseitegestellten Sud ablöschen. Paprikamark hinzufügen und alles 15 Minuten bei mittlerer Hitze leise köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren.
Honig untermischen, alles mit einem Pürierst fein mixen. Ketchup abschliessend mit Salz, Rauchsalz und Limettensaft würzig abschmecken.

Dazu haben wir Filet vom Bison, Kalb und Pute gegessen.

Sonntag, 24. Dezember 2017

Weihnachten einmal anders...

Weihnachten 2017 - dies ist Weihnachten einmal anders. 




Seit 27 Jahren - seit unser Sohn auf der Welt ist - haben wir jedes Jahr Weihnachten gemeinsam gefeiert. Dieses Fest ist bei uns in der Familie sehr wichtig, verbunden mit vielen, im Laufe der Jahre lieb gewonnenen Traditionen und immer mit schönen kulinarischen gemeinsamen Erlebnissen verknüpft. Jetzt ist Yannick 28 Jahre und frisch verheiratet. Es trifft mich nicht so ganz unvorbereitet, als er uns irgendwann eröffnet, Weihnachten mit seiner Frau bei deren Familie feiern zu wollen. Ich kann es gut verstehen, schliesslich sind 800 km Fahrtzeit um lediglich 3 Tage bei uns zu verbringen, wahrscheinlich auch noch bei Schnee- und Winterwetter, einfach zu viel. Trotzdem trifft es mich und ich beginne mir bereits Gedanken zu machen, wie wir, d.h. Gerhard und ich alleine, dieses Jahr Weihnachten verbringen werden.

Soll es traditionell werden, so wie jedes Jahr? Oder soll es Weihnachten einmal anders werden? Gibt es etwas, auf das ich mich vorfreuen kann? Vielleicht sogar ein bisschen im voraus ablenken bzw. trösten kann?

Seit Jahren spuckt in meinem Kopf der Wunsch herum, einen grossartigen Wein, DEN Château Pétrus zu probieren. Für mich ein Wein, den ich mindestens einmal in meinem Leben probieren will. Ich möchte wissen, wie er schmeckt, wie er riecht und welche unterschiedlichen Nuancen ich auf meiner Zunge wahrnehme. Warum nicht mal zu Weihnachten? Das wäre doch eine grossartige Gelegenheit. 

Ich zögere noch eine Weile, der Preis... der Preis ist schon ein Wahnsinn... ist das wirklich richtig was ich tue? Ach Unsinn! Jaaa! Ich will das schon längst tun und jetzt tue ich es einfach! Jawoll! 

Dann geht die Suche los (das lenkt mich schon ein bisschen ab und die Vorfreude und Neugierde auf diesen besonderen Wein wächst). Wo kaufe ich diese Besonderheit? Bei den Händlern meines Vertrauens? Die arbeiten im mittleren Preissegment - in diesen Sphären werde ich da nicht fündig. Bei den grossen Händlern? ... einer macht sich noch nicht einmal die Mühe, mir auf meine wiederholte Mailanfrage zu antworten. Dies ist auch schliesslich eine Frage des Vertrauens, schliesslich hat man schon oft genug von Fälschungen gehört. Nicht auszudenken, wenn ich in meiner Unwissenheit ... ach, ich will gar nicht daran denken.

Ich werde schliesslich fündig - Merci beaucoup, Eric! - und kurz vor Weihnachten reist eine Flasche Château Pétrus 2007 in seiner Holzkiste verpackt mit mir ins Tessin. 




Bereits der Moment, als wir die Flasche ins Auto tragen, ist aufregend. Ich glaube, Gerhard ist schon ein bisschen genervt von mir, weil ich ihn ständig ermahne, vorsichtig zu sein, nur ja nicht zu stolpern und die Flasche in ihrem Karton sicherlich gut verpackt, nur ja geschützt im Auto zu lagern. Schliesslich ist das bewältigt, die kostbare Fracht ist sicher ins Tessin transportiert und darf ein paar Tage in unserem Weinkeller ruhen.

Wir sind selbst hier in den Ferien mit sehr guten Weingläsern ausgestattet, doch irgendwie ist mir plötzlich keines unserer Gläser gut genug und wir kaufen auch noch schnell zwei spezielle Pomerol-Gläser, schön dünnwandig, so wie ich es mag. 

Am Weihnachtsmorgen darf Le Pétrus aus der Cantina ins ebenfalls kühle Schlafzimmer wandern, wir telefonieren noch mit den Kindern (ich kämpfe bereits ein wenig mit den Tränen...), doch es gibt glücklicherweise auch noch whatsapp und unsere Schwiegertochter! Sie hält liebevoll (und für mich auch tröstend) den Kontakt und versorgt uns mit aktuellen Fotos von ihren Vorbereitungen für den Weihnachtsabend, schickt Fotos vom Baumschmücken, von unserem Sohn unter dem fertig geschmückten Baum, vom Weihnachtsessen... Es ist trotzdem ein seltsames Gefühl ... zum ersten Mal ohne Yannick ... doch Schluss jetzt!

Ich öffne den Château Pétrus rechtzeitig. Es gelingt mir, auch wenn ich ziemlich aufgeregt bin, denn schliesslich öffne ich nicht alle Tage ein solches Fläschchen, den Korken unversehrt heraus zu ziehen Ich schnuppere.... und bin erleichtert: nicht die leiseste Ahnung eines Korkgeruchs, es scheint alles in Ordnung zu sein. Ich muss trotzdem schon probieren, denn ich will ganz sicher sein, ob der Wein auch wirklich in Ordnung ist. Nur ein klitzekleines Schlückchen, doch ich bin aufgeregt und der Wein geht nicht ins Glas, sondern der kostbare Schluck fliesst daneben auf den Tisch. Oh nein, das darf doch nicht wahr sein! Ohne gross darüber nachzudenken, was ich da tue und wie das wohl aussehen mag, beuge ich mich über den Tisch und ... ja, ich tue es wirklich, schlürfe die kostbaren Tropfen vom Tisch. Der Wein ist in Ordnung, doch dann schaue ich auf meinen Mann, der sich vor Lachen nicht mehr halten kann. Aber schliesslich handelt es sich um die wahrscheinlich kostbarste Flasche Wein, die ich jemals in meinem Leben trinken werde, da darf ich doch mal meine gute Erziehung vergessen, oder? 

Dann noch eine Stunde warten, das Depot soll sich setzen, aaaber nicht dekantieren, wird mir empfohlen. Ja, mache ich, jetzt bin ich geduldig, denn ich weiss zumindest schon mal, dass mein Pétrus in Ordnung ist. Nun muss ich nur noch warten, bis er nicht nur in Ordnung, sondern grandios schmeckt. 

Wir bereiten unser Abendessen vor, es gibt Charbonnade, doch den Wein wollen wir vorher bereits verkosten, ich will den puren Genuss und dieser sollte nicht durch irgendwelche andere Aromen und Geschmackrichtungen verändert werden. 

Der erste Schluck! Ich bin aufgeregt, nehme kleine Schlucke... und bin begeistert! Diesen besonderen Geschmack, diese Aromen... ich weiss schon jetzt, dass ich sie in meiner Erinnerung immer wieder auf meiner Zunge schmecken und dass ich diesen Moment und diesen Geschmack auch nie vergessen werde.

Doch da ist noch was.... dieser Moment - ist das der richtige Moment für diesen besonderen Wein? Ich schaue Gerhard an und wir sind uns einig, dass heute vielleicht doch nicht der richtige Tag ist und dass wir ein Glas trinken werden und unsere Flasche für den morgigen Tag aufheben werden. Ich bin mal wieder dankbar für meine Vakuum-Weinpumpe, verschliesse den Pétrus und stelle ihn bis morgen zur Seite.

Für heute hat er seinen Zweck erfüllt - ich hatte ein besonders Weihnachtserlebnis und hoffte, mich dadurch ein wenig ablenken zu können. Es ist dir gelungen, Château Pétrus. Doch wenn ich wählen dürfte, hätte ich Weihnachten lieber mit meinem Sohn als mit einem Pétrus verbracht. Wobei, perfekt wäre es gewesen, mit Yannick einen Pétrus zu verkosten 😏

Weihnachten einmal anders... der Heiligabend war tatsächlich anders, aber auch sehr schön! Weihnachten zu zweit war neu für mich, aber auch ein schönes, sehr entspanntes Erlebnis - ZU ZWEIT! Danke, Gerhard!!!


Donnerstag, 21. Dezember 2017

Klassiker: Fettucine Alfredo


Fettucine Alfredo, ein Klassiker in der italienischen Küche



Es gibt Essen, die sind einfach nur grandios. Dazu gehören für mich die Klassiker in der italienischen Pastaküche, allen voran Fettucine Alfredo. Immer wenn die Saison der Alba-Trüffel beginnt, werde ich ein wenig unruhig und lechze nach diesem göttlichen Duft und Geschmack. Bereits der Tag, an dem diese weisse Trüffel bei mir in der Küche einzieht, ist ein besonderer: Die frischesten Eier, die ich auftreiben kann, werden in ein verschliessbares Glas geschichtet, 4 - 6 Eier müssen es schon sein, darauf kommt die Trüffel und dann verschliesse ich das Glas bis zum nächsten oder übernächsten Tag. Das Trüffelaroma verbindet sich durch die poröse Schale mit den Eiern (aus denen ich dann später ein Trüffel-Omelette zubereite). 

Bei Robert von lamiacucina habe ich das Rezept entdeckt und es seit seiner Entdeckung mittlerweile in jedem Jahr zu Beginn der Saison der weissen Alba-Trüffel zubereitet. Es schmeckt einfach so köstlich, schon alleine der Duft lässt mich geniesserisch die Augen schliessen, wenn ich eine grosszügige Portion über frisch gemachte Pasta hobele.



ich nehme (für 2 - 3 Personen):

250 g Weissmehl Type 405
2 Eier (62g)
2 Eigelb
Prise Salz
für die Crema:
1 dl Vollrahm
50 g milden, allerbesten Parmesan, frisch und fein gerieben, oder einen guten Sbrinz
50 g Butter, weich
Salz, weisser Pfeffer, ein Hauch von Knoblauch
und los gehts:
(1) Eier und Eigelb mit einem Quirl zu einer Emulsion verschlagen.
(2) Mehl, Salz und ca. 90% der Eimasse in der Kenwood zu einer krümeligen Masse verkneten (5-10 Minuten), Rest der Eimasse in kleinen Portionen zugeben, bis der Teig klumpt. Kein Wasser (Ein perfekter Teig klebt kaum und muss später nicht bemehlt werden).
(3) Den Teig von Hand zusammenkneten, in einem Suppenteller flachdrücken und mit Klarsichtfolie zudecken. Eine Stunde bei Raumtemperatur beiseite stellen, danach im Kühlschrank über Nacht reifen lassen.
(4) Am nächsten Tag den Teig stückweise mehrfach maschinell auswalzen, von grob nach fein, bis der Teig durchscheinend ist (feinste Stufe 9/9). Das Teigwarenband in ca. 20 cm lange Stücke schneiden, bemehlen mit Hartweizengriess und sofort mit dem Fettuccine-aufsatz oder von Hand zu Nudeln schneiden.
(5) Die Fettuccine bis zum Verbrauch über einen Besenstiel hängen, sie trocknen an der Luft sehr rasch ab. Die Fettucine können trocken 1-2 Tage aufbewahrt werden.
für die Crema:
(6) Für die Crema zuerst die Butter mit Handrührwerk oder Schwingbesen schaumig schlagen, danach den Parmesan unterziehen. Anschliessend den Rahm in kleinen Portionen zugeben und zu einem festen Schaum unterschlagen. Dazu nach jeder Rahmzugabe das Gefäss kurz in warmes Wasser (ca. 50 °C) stellen und kräftig rühren. Falls die Crema zu weich wird, das Gefäss in kaltes Wasser stellen und weiterrühren. Dieses Prozedere braucht etwas Geduld, durch das Erwärmen sollen die Parmesankrümel gelöst werden, zu starkes Erwärmen ergibt jedoch eine flüssige Käsesauce anstelle der schaumigen Crema. Die entstandene Creme hat die Konsistenz von schaumig geschlagener Butter. Die Crema kann vorbereitet werden, sollte aber nicht kaltgestellt werden (oder muss rechtzeitig wieder auf Raumtemperatur angeglichen werden).
für den Finish:
(7) Teller auf 70 °C vorwärmen.
(8) Fettucine in heissem, aber nicht siedendem Salzwasser knapp al dente kochen (frisch: 1-2 Minuten !) .
(9) Fettucine abgiessen, in die heisse Pfanne zurückgeben, mit der Crema mischen und sofort auf die vorgewärmten Teller verteilen und essen. Pfeffern nach Belieben.




Sonntag, 26. November 2017

Advents- und Weihnachtsstimmung unter Palmen

Tessin - Weihnachtsstimmung unter Palmen 
Wer in der kalten Jahreszeit ins Tessin fährt, der erlebt den einzigen mediterranen Winter der Schweiz. Gerade zur Weihnachtszeit hat ein Besuch im Tessin seinen besonderen Reiz. Denn alte Traditionen werden lebendig, in denen die südländische Seele der Region sich mit mitteleuropäischen Bräuchen zu einem besonderen Erlebnis vereint.

Crèfli und Spampezie – süsse Traditionen der Leventina
Traditionelles Tessiner Weihnachtsgebäck sind die Spampezie aus der Leventina. Der Name geht vermutlich auf das italienische Wort für Lebkuchen zurück „Pan di Spezie“. Zutaten sind Mehl, Butter, Honig, gehackte Nüsse und eine wohlschmeckende Gewürzmischung. Zur Herstellung der Spampezie, in abgeänderter Form auch Crèfli genannt, werden Backformen aus Nussbaumholz mit eingeschnitzten Dekorationen verwendet. Hauptmotive bildeten religiöse Themen wie die Heiligen Drei Könige, Sterne oder Fische aber auch Familien- und Gemeindewappen. Jeder Haushalt des Tals hatte sein eigenes Rezept mit dem die Bauern-, Industriearbeiter- und Eisenbahnerfamilien der Leventina das Traditionsgebäck einst zu Weihnachten und Neujahr oder an Kirchweihfesten als stärkenden Imbiss für die kalte Jahreszeit erstellten. Heute findet man die süssen Spezialitäten das ganze Jahr über in Bäckereien der Leventina, wie beispielsweise der Panetteria von Renato Schröder in Chiggiogna, die Spampezie noch nach alten Rezepten zubereitet, mit viel Nüssen und Grappa. www.spampezia-faido.ch

Einige der schönsten historischen Spampezie-Ausstechformen können in der Casa Stanga in Giornico bewundert werden. Das volkskundliche Museum der Leventina bietet aber nicht nur interessante Einblicke in die Geschichte des Tals, sondern führt im November an drei Nachmittagen auch in die Herstellung der traditionellen Süssigkeiten der Leventina ein. Der Backkurs findet am 4., 11. und 18. November 2017 jeweils von 14.30 – 17.30 Uhr zum Preis von 50 Schweizer Franken pro Person statt. Natürlich können die gemeinsam produzierten Crèfli und Spampezie anschliessend mit nach Hause genommen werden. Anmeldungen werden bis eine Woche vor Kursbeginn direkt im Museum entgegengenommen. www.museodileventina.ch


Weihnachtsmarkt auf der Burg
Unter dem Motto «Natale a Castelgrande» wird die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Burg im Zentrum der Stadt Bellinzona am 14. Dezember 2017 mit einem Weihnachtsmarkt aufwarten. In der Altstadt führen einige Wege zu dem historischen Gemäuer empor, welches zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Kanton Tessin zählt. Gehören doch die drei Burgen von Bellinzona zu den bedeutendsten Zeugen der mittelalterlichen Befestigungsbaukunst im Alpenraum. Der Weihnachtsmarkt bietet neben der einmaligen Kulisse des Burgareals und dem nächtlichen Ausblick auf die anderen beiden Burgen ab 16.30 Uhr weihnachtliche Köstlichkeiten aus der Region und ein musikalisches Unterhaltungsprogramm. www.bellinzonese-altoticino.ch


Weihnachten in Ascona
Magisch und zauberhaft geht es auf der Piazza in Ascona zu, wenn ab dem 26. November 2017 am Seeufer von Ascona festlich geschmückte Weihnachtsbäume um die Wette leuchten. Unternehmen und Organisationen des bekannten Ferienortes dekorieren die Bäume auf originelle Weise, die es bis zum 6. Januar 2018 zu bestaunen gilt. Am 2. und 3. Dezember bieten die Stände des kleinen Weihnachtsmarkts typische regionale Spezialitäten und Kunsthandwerk in der Via Borgo an. Höhepunkt zwischen den Festtagen ist sicherlich die „Tavolata“, wenn Ascona am 30. Dezember von 11 bis 16 Uhr an die 150 Meter lange Tafel an der Seepromenade bittet. Neben Raclette à discretion gibt es einen kulinarischen Markt mit Tessiner Spezialitäten und eine Bar, an der regionale Weine ausgeschenkt werden. Und wie es die Tradition will, begrüsst Ascona das neue Jahr am 1. Januar um 18.30 Uhr mit einem fantastischen Feuerwerk über der Bucht. www.ascona-locarno.com


Krippenweg im Maggiatal
Geradezu idyllisch ist die Adventszeit im beschaulichen Dörfchen Moghegno im Maggiatal. Vom 8. Dezember 2017 bis 6. Januar 2018 lädt hier ein Krippenweg dazu ein, durch das verträumte, weihnachtlich geschmückte Dorf zu ziehen. Vorbei an engen Gassen zu historischen Plätzen können hier die von Einheimischen geschaffenen Krippen bewundert werden. Auf dem Weihnachtsmarkt am 8. Dezember werden von 10 bis 16 Uhr heimische Produkte degustiert, bevor der Krippenweg um 16.30 Uhr offiziell mit einem Konzert des Chor Clairière in der Pfarrkirche eröffnet wird. Musikalisch umrahmt wird die Krippenausstellung auch am Sonntag 17. Dezember mit einem Konzert des Chor Incanto. Die Krippen bleiben bis zum 6. Januar 2018 ausgestellt.  www.ascona-locarno.com


Golden Voices of Gospel im LAC in Lugano
Was wäre Weihnachten ohne ein Gospelkonzert, welches auf die besinnliche Jahreszeit einstimmt. Mit den temperamentvollen Klängen der «Golden Voices of Gospel» lockt das Kulturzentrum Lugano Arte e Cultura, kurz LAC, zur Adventszeit an das Ufer des Lago di Lugano. Die Gruppe aus den USA setzt sich zusammen aus professionellen Künstlern der amerikanischen Gospelszene unter der Leitung von Musical Direktor Reverend Dwight Robson. Mit den historischen Negro Spirituals und Gospels präsentieren sie seit über 20 Jahren weltweit die afroamerikanische Kirchenmusik auf den Bühnen, bei Festivals und in Kirchen. Unter dem Motto «Let’s have Church tonight» inspirieren sie ihr Publikum mit mitreissenden Rhythmen, die unter die Haut gehen. Am 22. und 23. Dezember 2017, jeweils um 20.30 Uhr laden sie im LAC in Lugano zu einer musikalischen Reise ein, mit charismatischen Liedern, wie sie in den Gottesdiensten der «Black Churches» in den USA und der Karibik gesungen werden. www.luganolac.ch

Wiedereröffnung der Kathedrale Lugano nach sieben Jahren Bauzeit
Wer zur Weihnachtszeit einen Gottesdienst in der Kathedrale in Lugano besuchen will, hat nun endlich wieder Gelegenheit dazu. Nach sieben Jahren Bauzeit, wurde die Kathedrale San Lorenzo am 13. Oktober 2017 wiedereröffnet. Die Kosten der Restaurierung des grössten Gotteshauses in Lugano betrugen insgesamt 15,7 Millionen Franken. Im Innern findet man zahlreiche Fresken, die eine Auffrischung erhielten sowie wertvolle Barockdekorationen, Kirchenfenster und die Orgel, welche sorgfältig restauriert wurden. Architekt Franco Pessina schaffte mehr Raum in dem er die ursprünglichen Proportionen des neu gestalteten Chorraums, des Haupt- und Nebenschiffes wiederherstellte und auf alte Schlichtheit setzte. Zeugen alter Kirchenkunst finden sich auch im Museum, das Pessina neben der Kirche konzipiert hat. Aus frühmittelalterlicher Gründung, wurde das Gotteshaus schon im 818 zur Pfarrkirche und in 1078 zur Collegiata. Seit 1888 ist sie Kathedrale und heute im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von Bedeutung eingetragen. www.luganoturismo.ch


Biciocada – alljährliche Adventsfeier im Glockenturm
Das bezaubernde Dörfchen Morcote, am Luganer See gelegen, ist auch im Winter eine Reise wert. Besonders in den neun Tagen vor Weihnachten. Denn vom 16. bis 24. Dezember wird hier eine ganz besondere Weihnachtstradition gepflegt. Wiederbelebt wurde sie 1977 vom Pensionär Giuseppe «Pepo» Ardizio und einer Gruppe von Freunden. Seither treffen sich alljährlich ab dem 16. Dezember abends um 20.30 Uhr Einheimische und Gäste im Glockenturm der Kirche Santa Maria del Sasso in Morcote, um melodische Grüsse an die Menschen zu senden, als Vorbote für das Weihnachtsfest. Während abwechselnd die Glocke geläutet wird, werden am offenen Kaminfeuer Würste gegrillt. Dazu gibt es Käse, Salametti, Tessiner Wein und geselliges Beisammensein. www.morcoteturismo.ch


Epifania - Dreikönigsfest im Tessin
Mit dem Dreikönigstag gehen im Tessin die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel zu Ende, ein Festausklang, bei dem sowohl süd- wie auch mitteleuropäische Traditionen eine wichtige Rolle spielen. Weit verbreitet ist das Dreikönigs- oder Sternensingen, welches seit 2012 auch in der Liste der „Lebendigen Traditionen der Schweiz“ aufgeführt ist. Hierbei ziehen Schüler als die Heiligen Drei Könige von Haus zu Haus und singen alte und neue Dreikönigslieder, darunter auch religiöse Weisen aus dem 17. Jahrhundert. In einigen Tessiner Dörfern wie Morcote, Vira Gambarogno, Arzo oder Castel San Pietro kommen Kaspar, Melchior und Balthasar an diesem Tag hoch zu Ross und verteilen auf dem Kirchplatz Süssigkeiten an die Kinder. Besonders beliebt ist der Ritt der Könige im Val Capriasca bei Lugano, der allerdings bereits am 5. Januar stattfindet. Kinder der Region weisen den verkleideten Männern den Weg ins Kapuzinerkloster von Bigorio, welches die Heiligen Drei Könige feierlich empfängt. Anschliessend findet in der Kapelle eine Messe statt.

Neben den Heiligen drei Königen kommt zu diesem Festtag im Tessin auch die Befana zu Besuch, eine mythische Figur, die sich vor allem im benachbarten Italien grosser Beliebtheit erfreut. Der Name Befana stammt von Epifania ab, dem Kirchenfest der Heiligen Drei Könige. Dem italienischen Volksglauben nach ist sie eine gute Hexe, die in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar mit ihrem Besen von Haus zu Haus fliegt und die bereitgestellten Strümpfe der Kinder mit Geschenken und Leckereien füllt. Sie soll einst vom Hirten die Botschaft der Geburt Jesu gehört haben. Der Stern von Bethlehem sollte sie zur Krippe führen, doch da sie zu spät aufbrach, war der Stern bereits erloschen. Deshalb fliegt sie heute noch durch die Gegend und beschenkt Kinder, in der Hoffnung, dass eines davon das Christkind sei.

Eine neuere Tradition für Hartgesottene ist das erfrischende Bad im Lago Maggiore am 6. Januar. Die «Nodada della Befana», wie das Drei-Königs-Schwimmen im Tessiner Dialekt heisst, wurde im Jahre 2001 erstmals durchgeführt. Elf Wagemutige sprangen damals ins kalte Wasser des Langensees. Dutzende von Personen aus dem In- und Ausland nehmen mittlerweile an diesem Volksschwimmen teil und durchqueren dabei eine achtzig Meter lange Strecke im Hafenbecken des Grenzdorfes Brissago. Dem Tag angemessen wird dabei gerne eine Königskrone aufgesetzt. Erfahrungsgemäss ist das Wasser des Sees zu dieser Jahreszeit meist wärmer als die Luft. Ins Schlottern kommt man dabei dennoch. www.ticino.ch
Quelle: 
TICINO TURISMO 
Jutta Ulrich
Leitung Kommunikation

Montag, 26. Dezember 2016

Buon Natale - Joyeux Noël - Fröhliche Weihnachten 2016

Buon Natale - Joyeux Noël - Fröhliche Weihnachten 2016


Wie schon im vergangenen Jahr feiern wir Weihnachten mit unserem Sohn im Tessin. Yannick muss mit seinen wenigen Urlaubstagen sehr sparsam umgehen, in Österreich gibt es lediglich 25 Tage. Er kommt erst Freitagabend an, wir holen ihn in Mailand am Flughafen ab und bringen ihn am 2. Weihnachtsfeiertag wieder zurück dorthin. Dazwischen wollen wir einfach nur Zeit füreinander haben. Zeit für gemeinsame Gespräche und natürlich darf bei uns auch der gemeinsame Genuss nicht fehlen, auch wenn wir keine Lust darauf haben, länger in der Küche zu stehen.

Wir haben eine schöne Familientradition: Wann immer Yannick nach Hause kommt, steht zum Willkommen eine gute warme Suppe auf dem Herd. Im Sommer mal eine Asiatische Suppe oder eine leichte Gemüsesuppe, jetzt im Winter darf es etwas kräftiger, wärmender sein, diesmal meine winterliche Minestrone




Am 24. Dezember bummeln wir durch die Gassen von Ascona, nehmen schon mal einen aperitivo, spazieren ein wenig an der Piazza entlang,



essen Pizza im Seven Easy und holen anschliessend hier unsere für abends vorbestellten Sushi ab.

Am 1. Weihnachtsfeiertag haben wird dann unser traditionelles Silvester-Essen vorgezogen und Charbonnade gegessen (für Rezepte klick hier).

Heute morgen sind wir schon sehr früh losgefahren und haben unseren Sohn nach Mailand an den Flughafen gebracht. Lieber Yannick, es waren wunderschöne, sehr entspannte Festtage mit dir ... leider viel zu kurz. 

Ich muss jetzt erstmal wieder meinen mütterlichen Trennungsschmerz verarbeiten, Gerhard hat das richtige Heilmittel dagegen und serviert mir gerade ein Gläschen Champagner. 

Hach, Familie ist etwas wundervolles!


Unser Weihnachten 2015: klick hier!

Unser Weihnachten 2014: klick hier!

Unser Weihnachten 2013: klick hier!

Unser Weihnachten 2012: klick hier!

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Samstag, 2. Januar 2016

Felice Anno Nuovo 2016




Wie jedes Jahr begrüsst Ascona das neue Jahr mit einem wunderschönen Feuerwerk. Und wie jedes Jahr schauen wir diesem traditionellen Feuerwerk mit einem Glas Champagner in der Hand von unserem Logenplatz von zu Hause aus zu.

Ich habe allerdings 'meinen Reporter vor Ort' - Stefano lässt uns an diesem fantastischen Erlebnis teilhaben und teilt dieses youtube-Video mit uns.

Ich wünsche euch ein glückliches und friedvolles Jahr 2016.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Buon Natale - Joyeux Noël - Fröhliche Weihnachten 2015

Buon Natale - Joyeux Noël - Fröhliche Weihnachten 2015


Wir sind schon seit ein paar Tagen hier im Tessin und geniessen das traumhaft schöne sonnige Wetter. Pünktlich zu Heiligabend haben wir Yannick in Mailand am Flughafen abgeholt. Da wir somit den halben Vormittag unterwegs waren, hatten wir keine Lust uns für abends länger in die Küche zu stellen für ein Weihnachts-Menü. Ganz bewusst wollten wir Weihnachten ohne stressiges Kochen gestalten. Die gemeinsam verbrachte Zeit war uns wichtiger. Daher waren wir mittags essen und abends gab es ein paar festliche Kleinigkeiten und ein schönes Glas Champagner.

Dafür durfte dann das Mittagessen etwas üppiger ausfallen. Glücklicherweise hatte die Osteria Centrale in Losone geöffnet und dort gab es dann:

Artischocken Variation mit Muffin aus blauen Kartoffeln für Yannick:




Nüsslisalat wie immer für den Signore und mich:



Für Yannick anschliessend das dry-aged Kalbskotelette mit Kürbis-Ravioli, karamelisierten Kastanien und geschmortem Chicorée



und für uns - ohne Worte!



Am späteren Abend gab es dann zu Hause - nach Bescherung und einem Glas Champagner - ein paar Kleinigkeiten, die wir bereits am Vortag zubereitet bzw. eingekauft hatten - leider ohne Foto. 

Es gab verrines mit Linsensalat, Matjes-Apfel-Tatar und Crème-fraîche-Meerrettich-Dill, eine kleine Platte mit Müritz-Aal, Stremel-Lachs und Prunier-Caviar mit Blini, anschliessend ein Traubensorbet mit Grappa


Getrunken haben wir dazu einen toskanischen Weisswein: Batàr IGT 2012 der Agricola Querciabella

Am 1. Weihnachtstag liess es sich Gerhard nicht nehmen und bereitete - wie jedes Jahr - das obligatorische Federvieh zu, diesmal Canard à l'Orange mit Kartoffelklössen und ofengeschmorten Gemüsen.

Am 2. Weihnachtstag waren wir dann einfach nur Pizza essen, und zwar hier (klick)

Unser Weihnachten 2014: klick hier

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Freitag, 26. Dezember 2014

Buon Natale - Joyeux Noël - Fröhliche Weihnachten 2014

Weihnachten einmal anders - kein grosses Menu - keine Küchenparty wie in den Jahren zuvor (klick hier und nochmal hier) und somit keine grossen Einkaufslisten, keine grossen Vorbereitungen, einfach Weihnachten ganz entspannt. 

Wir haben am späten Vormittag zu Dritt mit der Vorbereitung der Saucen und Dips begonnen, haben später die Zutaten für den winterlichen Salat mit Datteln bereitgestellt und damit die Angelegenheit nicht zu trocken wird, haben wir auch schon das erste Fläschchen Schlückchen Champagner probiert. Bis mein Vater dann nachmittags eintraf, war schon alles vorbereitet und wir konnten uns ganz entspannt dem Weitertrinken restlichen Verlauf des Weihnachtsabends widmen.

Diesmal gab es das, was es in den Jahren zuvor meistens zu Silvester gab, schon mal vorgezogen zu Weihnachten:
Charbonnade. Dafür verwenden wir unseren Spezial-Tischgrill, der nach über 30 Jahren nun tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes "etwas in die Jahre" gekommen war. Schon seit Ewigkeiten suchen wir nach einem Ersatz für diesen, doch das Gerät wurde - wie ich befürchtete - nicht mehr hergestellt und irgendwann stellten wir unsere Suchaktionen ein. Doch dann, als ich schon gar nicht mehr nach ihm suchte, fand ich ihn zufällig, als ich im Internet nach Rezepten für Saucen und Dips stöberte. DAS war das passende Weihnachtsgeschenk für Gerhard und nun steht unser neues, prachtvoll glänzendes Gerät hier:


Die Aussenverkleidung aus Kupfer passt zwar nicht so ganz zu meiner Tisch-Deko in weiss und silber und auch das darunter gelegte Holzbrett macht nun nicht gerade einen sehr festlichen Eindruck, doch darüber haben wir grosszügig hinweggesehen. Hauptsache wir haben wieder unser Charbonnade-Gerät.

Dazu gab es unsere Klassiker wie Aiolli, Senfsauce, Mango-Ingwer-Sauce, Chili-Dip und neu nach einem Rezept von Felix eine Ananas-Kokos-Sauce (danke, lieber Felix, sie war köööstlich). Auch dieses Zwiebel-Cranberry-Chutney hat wunderbar dazu gepasst. 

Als Vorspeise bzw. immer mal wieder zwischendurch, während das Fleisch brutzelt, hat der winterliche Salat mit Datteln, den ich vor einigen Jahren bereits bei Katha entdeckt habe, wunderbar gepasst. Katha nennt ihn den unsichtbaren Salat. Warum? Das könnt ihr bei ihr nachlesen. Auch bei mir macht dieser Salat seinem Namen alle Ehre, es gelingt ihm immer wieder, sich vor meiner Kamera unsichtbar zu machen - bisher gibt es noch kein Foto von ihm. Doch ich mache den Salat sicherlich bald wieder - uuund dann..... dann entkommt er mir nicht mehr!


Sonntag, 29. Dezember 2013

Weihnachten 2013



Bis kurz vor Weihnachten war es noch unsicher, ob Yannick rechtzeitig an Heiligabend zu Hause sein konnte. Weihnachten ohne unser Kind? Auch wenn das "Kind" bereits 24 Jahre ist: Unmöglich! Das Risiko war mir zu gross! Ich musste handeln und habe ein Ferienhaus am Attersee gebucht. Von Wien aus in 2 Stunden erreichbar und für Gerhard und mich strategisch günstig gelegen, weil wir von dort aus ins Tessin weiterreisen wollten. Dass es am 2. Weihnachtsfeiertag bis in die Niederungen heftig schneite, Schneechaos in der Schweiz herrschte und die A 13 San Bernadino komplett gesperrt war, konnten wir zum damaligen Zeitpunkt ja noch nicht wissen. Doch dazu später mehr....

Rechtzeitig vor Anreise wurden die Kochmöglichkeiten im Ferienhaus gecheckt, Telefonate mit Yannick zur Menu-Auswahl wurden geführt und vor allem wurde geklärt, wer kocht was und wer bringt was mit? Die Telefonleitungen zwischen Wien und dem Elsass liefen heiss, bis dann endlich das Menu für den 24. und 25. Dezember fest stand.

Voilà, hier unser diesjähriges Weihnachts-Menu (die einzelnen Rezepte werde ich nach und nach verlinken)

Heiligabend:


St. Patricks Bio-Lachs, mit Orangen und Mandarinen gebeizt, dazu eine Mandarinen-Mostarda und Blattsalate
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Consommée von der Ente, Ravioli gefüllt mit Foie Gras de Canard
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Kalbs-Carrée, Trüffelbutter, Rosenkohl, frische Tagliatelle
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Petits-Fours, Café


1. Weihnachtsfeiertag

Feldsalat, Hobel von geräucherter Foie Gras
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Bio-Pute, Orangen-Sauce mit Maronen, Granatapfel-Rotkohl, Serviettenknödel

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Christstollen, Café


Unser Weihnachts-Menu 2012: klick hier

Weihnachts-Menu 2011: klick hier

Weihnachts-Menu 2010: klick hier





Mittwoch, 2. Januar 2013

Neujahrsbrunch 2013

Nicht nur Weihnachts- und Silvester-Traditionen wollen gewahrt bleiben, sondern auch eine von uns sehr geschätzte Tradition für das Neue Jahr: 
Neujahrs-Brunch im Seven Easy in Ascona:


Das gut aufgelegte Service-Team sorgt dafür, dass sich alle gleich wohl fühlen, ein herzliches Dankeschön an Euch alle. Hier die stets gut gelaunte und zu Späßen aufgelegte Alessia:




Will man einen der begehrten Tische haben, empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung. Ab 11 Uhr geht's los: Das Neue Jahr begrüßen, dass sich die Tische biegen: diverse Kaffeezubereitungen (köstlicher Cappuccino), frisch gepresste Säfte, Prosecco.... viele Sorten Brötchen und Brot, süße Teilchen... diverse Eierzubereitungen, die man sich frisch zubereiten lassen kann, Salate mit diversen köstlichen Dressings, Platten mit Affetato Misto, Räucherfischen, Austern, frisch und gratiniert, Krabbencocktail in den schönen Cocktailgläsern serviert, Platten mit hausgemachten Patés, Terrinen, eine köstliche Geflügelgalantine, Rindercarpaccio, das grandiose Vitello Tonnato und als warmes Gericht ein superzarter Rindsschmorbraten mit köstlichem Kartoffelpürree.




Auch für die Süßschnuten ist gesorgt: diverse Verrines, schöne exotische und heimische Obstsorten, Schokoladenkuchen, Nusskuchen, Schwarzwälderkirsch, Tiramisu, Schokolade... ihr wisst, dass ich mich damit nicht so auskenne, daher muss dieses Foto für sich sprechen, das ich vom Teller unserer süßesten Süßschnute Caro aufnehmen durfte.



Dies ist eine wunderbare Art, das Neue Jahr zu beginnen. Der krönende Abschluss war dann das Neujahrs-Feuerwerk, dass wir zu Hause von unserem Logenplatz anschauten.
























Dienstag, 1. Januar 2013

Felice Anno Nuovo - Frohes Neues Jahr: Neujahrsfeuerwerk 2013 in Ascona


Im Tessin wird das Neue Jahr nicht mit einem Feuerwerk in der Silvesternacht, sondern mit einem Neujahrsfeuerwerk begrüsst. Pünktlich um 18.30 Uhr beginnt auf der Piazza von Ascona das aufregende Spektakel.

Von Stefan, der auf Youtube unter dem Namen Ticinus schon viele schöne Videos über das Tessin veröffentlicht hat, stammt dieses Video von 2012. Mal sehen, ob es das auch wieder für 2013 gibt:


Montag, 31. Dezember 2012

Linsen und rote Dessous

Mädels, noch ist Zeit! Kramt noch schnell was Rotes aus der Schublade. Denn ihr wisst ja, das Tragen von roten Dessous in der Silvesternacht ist absolut unerlässlich für das Glück in der Liebe im kommenden Jahr. Noch ist Zeit! Ihr werdet sicherlich noch etwas Aufregendes in Eurem Fundus haben.

Dass Linsen für Glück und Wohlstand sorgen, dürfte sich ja mittlerweile herum gesprochen haben, oder? Wer noch nicht vorgesorgt hat, kann noch schnell ein Linsensüppchen kochen oder vielleicht auch diesen köstlichen Linsensalat zubereiten:

Salat aus Beluga-Linsen und Birnen



ich nehme:

1 Tasse Beluga-Linsen
3 Tassen Wasser
1/2 Tasse Mirepoix von Möhren (hauchfeine Möhrenwürfel)
1 Schalotte, kleinst gewürfelt
1 Birne, geschält, in kleine Würfel geschnitten (moi: vergessen, stattdessen etwas rote Chili wegen der Farbe und ein paar Kapern)
1/2 Bund glatte Petersilie, fein gehackt

anschliessend: Salz, Pfeffer
Gemüsepaste (moi: selbstgemacht), ein Gemüsebrühwürfel tut es zur Not auch

Vinaigrette aus:
1 EL grobkörnigem Senf,
Salz, Pfeffer
2 EL Rotweinessig
1 EL von Eurem besten Balsamico
5 EL von Eurem besten Olivenöl



und los geht's:

Die Linsen in der dreifachen Menge Wasser ohne Salz in ca. 20 min auf kleinster Hitze bissfest kochen, In den letzten 5 Min. der Garzeit die Möhrenwürfel zugeben,
abgießen, salzen und pfeffern, evtl. mit 1 EL Gemüsepaste würzen, sofort mit den Schalotten mischen, die Vinaigrette unterrühren, abschmecken und ganz zum Schluss mit dem Birnenwürfeln und der Petersilie mischen.

So gerüstet, kann nichts mehr schief gehen!

Ich wünsche Euch einen wundervollen, prickelnden Start in das Neue Jahr 2013!


Montag, 2. Januar 2012

Der ultimative Silvesterklassiker: Fondue oder Charbonnade mit selbstgemachten Saucen

Wie im letzten Jahr (klick hier) gab es auch dieses Silvester wieder unser traditionelles Charbonnade-Essen, ähnlich wie Fondue, nur dass das Fleisch nicht in Brühe oder Öl gegart wird, sondern auf einem speziellen Tischgrill auf Holzkohle. Dazu dann unsere selbstgemachten Saucen, die auch schon Familientradition haben. Jegliche Versuche, diese abzuändern bzw. durch andere zu ersetzen, stossen bei meinen beiden Männern auf vehementen Widerstand. Zum Braten eignet sich am besten mageres Fleisch, das man auch zum Kurzbraten verwendet, bei uns Filet vom Bison, Lamm, Kalb und Pute. Gut passt auch ein grüner Salat dazu und natürlich ausreichend Brot, um, während das Fleisch brät, die köstlichen Saucen zu probieren.




Zutaten für 6 - 8 Personen:
- ca. 250 -300 g Fleisch pro Person, ca. 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen, entsprechend zurecht geschnitten, für die Charbonnade in etwas dickeren Scheiben
- (je nach Fondue Art evtl. selbstgemachte Geflügelbrühe oder 3 Liter hoch erhitzbares Öl)
- evtl. noch ein paar Oliven, Datteltomaten, Gemüsesticks und/oder eine Schüssel grüner Salat
- ausreichend Baguette, Ciabatta etc. (bei uns Pane Valle Maggia)

und die folgenden Saucen, deren Basis bei uns eine selbstgemachte Mayonnaise ist, zubereitet aus ca. 400 ml Olivenöl

Kräutersauce:

Zutaten:
2 - 3 EL Mayonnaise
1 EL Joghurt
1 EL Crème fraîche
Salz, Pfeffer, 1 TL Senf, 1 TL Zitronensaft
je 1 EL frisch gehackte Petersilie, Dill, Schnittlauch

Alle Zutaten miteinander vermengen und nochmals abschmecken. Mit dem Salz nicht zu zaghaft sein, es wird schliesslich zu ungewürztem Fleisch gegessen

Senfsauce: (ohne Abbildung)

Zutaten:
2 EL Mayonnaise
1 EL Crème fraîche
1 EL Dijon-Senf
1 EL grober Senf
Salz, Pfeffer

Einfach alles zusammenrühren.

Aioli (nicht klassisch, sondern in der "Familien-Version"):


Zutaten:
3 EL Mayonnaise
1 EL Crème fraîche
1 EL Joghurt
2 hartgekochte Eier
4 - 6 Knoblauchzehen
Salz

Mayonnaise, Crème fraîche und Joghurt glatt rühren. Die Eier schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch in kleinste Würfel schneiden, mit feinem Salz dünn bestreuen und auf einem Brett mit der flachen Klinge eines großen Kochmessers zu einem Mus verarbeiten, zusammen mit den Eiwürfeln zur Sauce geben.

Chilisauce:



Zutaten:

2 EL Mayonnaise
1 EL Joghurt
1 EL Crème fraîche
2 - 3 rote Chilischoten
1 TL Harissa
Salz, Pfeffer

Die Chilischoten wer mag entkernen und in allerfeinste Würfel schneiden. Mit den übrigen Zutaten vermischen (gut 1 - 2 Stunden durchziehen lassen)

Sauce Tartare:
2 EL Mayonnaise
1 EL Joghurt
1 EL Crème fraîche
1 EL Kapern
1 - 2 Cornichons
1 TL Petersilie
1 kl. Schalotte
etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Cornichons und Schalotten in kleine Würfel schneiden, Kapern grob hacken, die Petersilie fein hacken, alles mit den übrigen Zutaten vermischen.

Sauce Diavolo



Zutaten:

1 EL Mayonnaise
1 EL Harissa
1 TL Paprikamark
1 kleine Schalotte
1 - 2 Cornichons
1 EL Petersilie
1 EL Weissweinessig
Salz, Pfeffer

Schalotte, Cornichons und Petersilie hacken, mit den übrigen Zutaten vermischen und pikant, aber nicht so scharf wie die Chilisauce abschmecken.

Mango-Ingwer-Sauce



Zutaten:

1 reife Mango (am besten Flugmango)
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 EL grüner eingelegter Peffer
1 TL feinst gehackter Ingwer
1 TL Honig
1 - 2 TL Limettensaft
etwas Salz

Mango schälen, vom Kern ab in grobe Würfel schneiden, den Ingwer ebenfalls schälen und fein reiben. Beides in den Mixer geben (bei mir Zauberstab) und gründlich vermischen, mit Salz, Honig und Limettensaft abschmecken, den gehackten grünen Peffer dazu und nochmals abschmecken. Wer mag gibt als Deko ein paar Chiliwürfel darüber.

Gorgonzola-Walnuss-Creme



Zutaten:

ca. 150 g Gorgonzola
2 EL Mascarpone
2 EL gehackte Walnusskerne (3 - 4 schöne Hälften zum Garnieren aufbewahren)
Salz, Pfeffer (bei mir Valle Maggia Pfeffer)

Die Rinde des Gorgonzolas dünn abschneiden, den Käse mit einer Gabel fein zerdrücken, mit dem Mascarpone cremig rühren, Walnüsse dazu und kräftig mit Salz und Peffer abschmecken

Und das Ganze ist dann hier auf dem Teller (mit Linsensalat - nicht zu vergessen!) zu bewundern:



Dazu haben wir einen der Schätze aus meiner Cantina getrunken: Quattromani 2007


Ein wunderbarer Wein aus einem wunderbaren Tessiner Weinjahr, von vier wunderbaren Tessiner Winzern gemeinsam produziert: Angelo Delea, Guido Brivio, Feliciano Gialdi, Claudio Tamborini