Freitag, 17. Mai 2019

Cantine Aperte im Tessin

Cantine Aperte – Tag der offenen Weinkeller im Tessin jetzt an zwei Wochenenden

Cantina Delea, Losone

Die Merlot-Weine aus dem Tessin sind schon längst kein Geheimtipp mehr. Das Klima in der Südschweiz eignet sich hervorragend für den Anbau von Weinen. Passionierte Winzer lassen hier edle Tropfen entstehen, die den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen. Viele Weinkeller sind darüber hinaus architektonische Schmuckstücke, die sich inmitten idyllischer Rebberge befinden. 2019 öffnen die Tessiner Winzer erstmals gleich an zwei Wochenenden ihre Keller, an denen insgesamt knapp 80 Tessiner Weingüter von 25. bis 26. Mai im Sottoceneri und von 1. bis 2. Juni im Sopraceneri zum Tag der offenen Weinkeller (Cantine Aperte) einladen. Eine schöne Gelegenheit für Weinliebhaber, die Keller und Weinberge in der Sonnenstube der Schweiz zu besichtigen, mit den Produzenten zu sprechen und den Wein direkt vor Ort zu verkosten. In vielen Weingütern gibt es neben der Weinverkostung auch Mittag- und Abendessen mit lokalen Produkten, Unterhaltung, Musik, Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen.

Quelle: Ticino Turismo
Jutta Ulrich
Leitung Kommunikation
jutta.ulrich@ticino.ch


Samstag, 11. Mai 2019

Osteria Centrale 2-0, Mezzovico - das ist überströmende Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Kochen mit Liebe!

Osteria Centrale 2.0, Piazza du Buteghin 6, 6805 Mezzovico-Vira
täglich geöffnet, mittags und abends (ausser Sonntagabend!)
Telefon für Reservierungen: 091 930 65 41

Ihr wisst es ja bereits: ICH LIIIEBE (GELUNGENE!) NEUENTDECKUNGEN!
Und nun müsst ihr meine Begeisterungs-Stürme über euch ergehen lassen:

Claudios Tips sind halt die besten! Mille grazie, caro Claudio!!! 

Mezzovico-Vira ist schnell erreichbar über die alte Passstrasse Monte Ceneri und liegt ca. 10 km VOR Lugano.

Diese angenehme, kleine Osteria liegt idyllisch im Dorfkern, an der kleinen Piazza, ausreichend Parkplätze gibt es in unmittelbarer Nähe. 




Die Osteria wird geführt von Nicoletta, die uns aufs Wunderbarste bekocht. Ihr zur Seite steht, sowohl in der Küche, als auch im Service, Christian.

Und dann geht es looos: bereits beim Betreten dieser kleinen Osteria werden wir aufs herzlichste begrüsst. Chris kommt an den Tisch und erklärt uns die angenehm klein gehaltene Speisekarte









Ich wähle "Insalonia alla Nico (ein Gemüsesalat mit Früchten, die Spezialität von Nicoletta) mit warmem, zart schmelzendem Tommino



(der Signore entscheidet sich für einen grünen Salat - Foto lohnt nicht - dafür aber eine Erwähnung des hausgemachten köstlichen Rotwein-Essig, wovon wir, weil wir uns so begeistert äussern, eine Flasche von Chris zum Abschied geschenkt bekommen - mille grazie Chris!)

Es geht weiter mit


Stecca di Vitello dell'Osteria - Kalbsentrecôte auf Gemüsespaghetti mit diesen grandiosen Patatine


grandios, knusprig, wohlschmeckend, mit Kräutern ... und einfach nur perfekt, aber das seht ihr ja schon auf dem Foto, oder?

Der Signore bestellt ein Cordon Bleu di Vitello Rivisitato


ein Cordon Bleu auf andere - leichte Art: gefüllt mit Ricotta und Zucchetti, dazu natürlich die wunderbaren patatine

Zum Abschluss gönnt er sich dann noch ein Sorbet aus Mango und Abricotine, für mich gibt es einen Espresso und einen hausgebrannten Grappa.

Wir haben dazu einen Wein unseres Tessiner Lieblings-Winzers Roberto Belossi der Cantina il Cavaliere getrunken:


bzw. weil sich Chris so begeistert über einen Rotwein äussert, muss ich den auch noch probieren: Primo aus Ferradou Trauben vom gleichen Winzer, samtig, ja schon fast cremig, mit deutlichen Aromen von dunklen Beeren und Vanille - ich liebe ihn!!!

Anschliessend setzt sich Nicoletta ein wenig zu uns an den Tisch, wir plaudern angeregt über ihr interessantes Leben, ihre Reisen nach Indien (die auch zwischendurch ihre Küche beeinflussen), ihre verschiedenen Stationen am Gambarogno (u.a. Grotto la Baita in Magadino bzw. das Strandbad in Gerra)

Mein Fazit:

Diese wundervolle Mischung aus überströmender Herzlichkeit, Kochen mit Liebe und absoluter Wohlfühl-Atmosphäre hat uns begeistert! 
Und ihr wisst ja, was jetzt kommt:

ICH MUSS DA WIEDER HIN!!!








Donnerstag, 25. April 2019

Kräuterwanderungen mit Meret Bissegger im Bleniotal




Kräuterwanderungen mit Meret Bissegger im Bleniotal

Meret Bissegger ist eine leidenschaftliche Köchin und Liebhaberin der cucina naturale, der natürlichen Küche. Sie kocht, was Wald und Wiese hergeben, kennt Kräuter, essbare Wildpflanzen und Gemüse wie kaum eine Zweite. Bio ist für sie selbstverständlich, regional und saisonal sind Grundsätze ihrer Philosophie. Denn je frischer die Zutaten, desto besser ist der Geschmack. In Malvaglia, mitten im Dorf, in einem grossen Kräuter- und Gemüsegarten, steht ihre Casa Merogusto. In diesem charmanten Bürgerhaus im Bleniotal gibt sie Kochkurse, geht mit ihren Gästen auf Kräuterwanderungen und zu lokalen Produzenten und verwöhnt Feinschmecker bei ihren Tavolata-Anlässen. Der stattliche Speisesaal mit seinen wunderbaren Deckenmalereien bietet am schlicht gedeckten Holztisch Platz für bis zu 22 Personen. Von 25. bis 27. Juni 2019 lädt sie zu gemeinsamen Kräuterwanderungen in die subalpine Landschaft des Bleniotals. Ganz im Zeichen des Genusses und der Gemütlichkeit lernen die Teilnehmer dabei alles über essbare Pflanzen, erfahren Kulturelles und Geschichtliches aus den nördlichen Tälern des Tessins, geniessen am Mittag ein Picknick in freier Natur und kochen abends gemeinsam sommerliche Gerichte in der Küche der Casa Merogusto. Im Preis von 500 Schweizer Franken sind die Wanderungen unter fachkundiger Begleitung, die drei Picknicks und drei Abendessen enthalten. Übernachtung, alkoholische Getränke und Transportkosten sind nicht inbegriffen. In der Casa Merogusta kann man auch übernachten. Gemütliche Doppelzimmer sind buchbar zum Preis von 120 Schweizer Franken (90 Schweizer Franken zur Einzelnutzung) mit Dusche und Toilette auf der Etage. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Umgebung.

Quelle: JUTTA ULRICH, TICINO TURISMO

Mittwoch, 24. April 2019

Kulinarische Erlebnisse im Tessin - Teil 2

Ein neuer Michelin-Stern in Ascona!

Regelmässigen Lesern meines Blogs ist bekannt, das ich ein grosser Fan des Hotel Eden Roc in Ascona bin. Hier auf meinem Blog befindet sich über jedes der Restaurants, die zur Gruppe gehören, mindestens ein Bericht, wie z.B. hier über das La Brezza (klick hier).

Nun hat es mich sehr gefreut, als ich folgenden Bericht lesen durfte:

Seit Sommer 2017 überrascht Marco Campanella als Küchenchef im Restaurant La Brezza im Hotel Eden Roc in Ascona mit fantasievollen internationalen Kreationen. Er gilt als grosses Nachwuchstalent und wurde vom Gastroführer Gault-Millau 2019 zur „Entdeckung des Jahres im Tessin“ und mit 16 Gault-Millau-Punkten gekürt. Nur wenige Monate später folgte nun die Auszeichnung mit einem Michelin-Stern. 



Der 27-jährige Italiener stammt aus einer Gastronomenfamilie und hat sein Handwerk bei den besten Köchen der Schweiz gelernt: Ein Jahr lang verfeinerte er sein Können als Chef de Partie bei Starkoch Andreas Caminada auf Schloss Schauenstein (3 Michelin-Sterne, 19 Gault-Millau-Punkte). Im Anschluss hiess sein Mentor Rolf Fliegauf, der als jüngster Koch gilt, der je mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde. Nach zwei Saisons für Caminada als Sous Chef in dessen Lokal Igniv in St. Moritz heuerte Campanella als Küchenchef im Restaurant La Brezza bei Salvatore Frequente an, der als Executive Chef das kulinarische Gesamtkonzept von drei Restaurants im Hotel Eden Roc verantwortet. Die beiden standen bereits im Winter 2011/12 im Carlton Hotel St. Moritz gemeinsam am Herd. Das Restaurant La Brezza öffnet am 19. April 2019 für die Sommersaison.

Quelle: Jutta Ullrich - Ticino Turismo





Dienstag, 23. April 2019

Kulinarische Erlebnisse im Tessin, Teil 1

Wer auf Reisen gutes Essen liebt, wird immer wieder ins Tessin zurückkehren. Ob im klassischen Gourmet-Lokal oder im traditionellen Grotto – die Vielfalt der Landschaft und das Tessiner Savoir-vivre spiegeln sich auch auf dem Teller wider. Nicht zuletzt ist das Tessin ein Ort mit einer starken Wein-Tradition, denn im milden Klima unserer Region gedeihen ganz besondere Weine und die Tessiner Tropfen lassen sich wunderbar mit den regionalen Spezialitäten paaren, wie etwa dem aus dem Muggiotal stammenden Formaggino. Und natürlich lebt die gastronomische Tradition des Tessins von den Menschen, die diese pflegen und mit ihrer Passion Angebote schaffen, durch die Küche und Keller des Tessins auf besondere Weise erlebt werden können.


Neues Boutique Hotel in den Weinbergen von Vico Morcote




Am Ende des malerischen Dorfes Vico Morcote hoch über dem Luganersee liegt das Weingut Castello di Morcote im Schatten des Burgfrieds und der Burg, wo schon zu Römerzeit Wein vinifiziert wurde. Unter den Richtlinien des biologischen Anbaus gedeihen hier die Rebsorten Merlot, Cabernet Franc, Chardonnay und Sauvignon. Ausserdem werden Olivenöl und Honig produziert. Besitzerin Gaby Gianini hat 2009 das Weingut von ihrem Grossvater übernommen. Sie legt grossen Wert auf Qualität und Handarbeit und ihre Weine gehören zu den 100 besten der Schweiz. In dieser wunderschönen, mediterranen Hügellandschaft eröffnet die Familie Gianini nun am 3. April 2019 das kleine, elegante Boutique Hotel Relais Castello di Morcote im Stil einer luxuriösen Privatvilla mit zwölf Zimmern, nur wenige Schritte vom Weingut entfernt. Das Patrizierhaus aus dem 17. Jahrhundert wurde sorgfältig restauriert. Die Zimmer sind mit edlen Naturmaterialen ausgestattet und bieten einen Blick auf den Luganersee, den weitläufigen Garten oder den alten Dorfkern des Ortes. Ein grosser Salon mit Kamin sowie der Garten laden zur Entspannung oder dem Genuss des hauseigenen Weines ein. Das Hotel ist buchbar ab 228 Schweizer Franken für das Doppelzimmer mit Frühstück. Im Gebäude des neuen Hotels befindet sich das Restaurant La Sorgente (15 Gault-Millau-Punkte), das bereits seit 2008 Feinschmecker auf die Terrasse hoch über dem Luganersee lockt. Die Küche von Chefkoch Giuseppe Lanzilotto basiert auf der regionalen italienischen Küche und den kulinarischen Traditionen des Tessins. Kulinarische Erlebnisse inmitten herrlicher Natur ist die Ausrichtung des neuen Hotels. Neben Küche und Keller bieten sich Spaziergänge, Ausflüge mit dem E-Mountainbike oder ein Ausritt an, bei dem der hauseigene Pferdestall unterstützt. Zum Landgut gehört ausserdem das mit 14 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnete Restaurant Vicania, ein Kleinod inmitten der Natur auf der gleichnamigen Alpe (659 m ü. M.), die von Vico Morcote in knapp einer Stunde zu Fuss erreicht werden kann. Geniesser werden hier von Chefkoch Andrea Bertarini mit Tessiner Alp-Gerichten, selbstgemachter Pasta und Spitzenweinen aus dem hauseigenen Weingut verwöhnt. 

Quelle: Jutta Ullrich/Ticino Turismo

Freitag, 12. April 2019

Ristorante Senza Punti, Contra

Ich schrieb es ja bereits in meinem Bericht über unseren kürzlichen Besuch (klick hier) im Senza Punti: "Ich muss da wieder hin!" Der Signore und ich waren uns mal wieder einig und so zog es uns heute wieder nach Contra zum Ehepaar Baumann.

Das war ja schon fast wie nach Hause kommen: Gabriele Baumann begrüsst uns herzlich, kurz danach kommt ihr Mann mit einer kleinen kulinarischen Begrüssung: knuspriges Valle Maggia Brot, Carne Secca und mit Olivenöl und Pfeffer beträufelte kleine Scheiben von Büscion (Tessiner Frischkäse). Dazu ein Glas Prosecco bzw. für den Signore einen Merlot Bianco von Matasci.

Aldo Sigel, der eifrig in der Küche werkelt, bereitet uns dann als Vorspeise sein köstliches Vitello Tonnato zu



anschliessend geht es weiter mit Salsiccia, Zwiebelsauce, Gemüse und Risotto für mich




eine sympathische Idee ist es, das Risotto extra zu servieren:



für Gerhard gibt es Pappardelle, selbstverständlich von Aldo hausgemacht, mit Zicklein-Ragout



und anschliessend noch frische Erdbeeren mit Meringue-Sahne



Weil uns der Cherubino, ein 100 %iger, weiss vinifizierter Merlot der Fratelli Matasci aus Tenero, so gut geschmeckt hat und dieser auch offen ausgeschenkt wird, darf er uns während des gesamten Essens begleiten.

Und was soll ich sagen? Ich muss da bald wieder hin! Nicht nur wegen Aldo, sondern auch wegen der wunderbaren Gastgeber Gabriela und Markus Baumann und weil ich endlich mal bei sonnigem Wetter draussen sitzen möchte. Heute bleibt uns nur mal wieder der Blick aus dem Fenster auf den "Lieblingsplatz"




Danke für Eure herzliche Gastfreundschaft!

Antico Ristorante Borromeo, Ascona

Antico Ristorante Borremeo, Via Collegio 16, Ascona
Tel. 091 791 92 81, Ruhetage: Montag und Dienstag
Inhaber: Bund
Via Collegio 16, CH-6612 Ascona
Tel: 091 791 92√Inhaber: Bruno 
Via Collegio 16, CH-6612 Ascona
Tel: 091 791 92 81 

Wir gehen sehr häufig bei den beiden sympathischen Brüdern Bruno und Isolino essen. Obwohl das in der Altstadt von Ascona gelegene Restaurant einen wunderschönen Garten hat, sind wir meistens an den nass-kalten Tagen hier anzutreffen, weil wir es lieben, an einem der begehrten Tische am Kamin zu sitzen.


So lange es ihn noch gibt - den köstlichen hier servierten Feldsalat - bestellen wir ihn als Vorspeise: Insalata Formentina Mimosa mit Speck, Croutons und hartgekochtem Ei


Dann für den Signore Brasato al Merlot mit Tagliatelle




und für mich das, was ich meistens hier esse:

Wolfsbarsch, Venere-Reis und Spinat

Perfekt gegarter Fisch so wie ich ihn liebe: knusprige Haut und innen glasig - ein Kunststück, das nicht jeder hinbekommt.

Und jedes Mal nehmen wir uns vor, beim nächsten Mal im Sommer wieder zu kommen, um im traumhaft schönen Garten zu sitzen... mal sehen, ob es uns dieses Jahr gelingt.

Donnerstag, 11. April 2019

Tessiner T-Bone-Steak mit Kräutern und Valle Maggia Pfeffer

Tessiner T-Bone-Steak mit Kräutern und Valle Maggia Pfeffer



Bei unserer Lieblingsmetzgerei Efra in Gordola (Bericht klick hier) wollten wir einfach nur ein wenig vom köstlichen Schinken kaufen (Culatello), doch dann lachte mich dieses T-Bone-Steak an und wir änderten unsere Kochpläne, es soll ein gegrilltes Steak mit Tessiner Kräutern und Valle Maggia Pfeffer geben.

Dazu haben wir Brokkoli und Fenchel gegrillt (vorher blanchiert) und jeweils eine halbe Zitrone mit auf den Grill gelegt, sie karamellisiert sehr schön, bekommt eine dezente Säure und eignet sich nach dem Grillen wunderbar zum Beträufeln bzw. Würzen des gegrillten Steaks. Auch wenn ich Fisch grille, gehört eine Zitronenhälfte immer mit auf den Grill.

Das T-Bone Steak habe ich mit Rosmarin, Thymian und Salbei in etwas Olivenöl mariniert, anschliessend kurz gegrillt, im Backofen nachziehen lassen und kurz vor dem Servieren mit Salz und Valle Maggia Pfeffer gewürzt.

Grandios!!!

Mittwoch, 10. April 2019

filetti di pesce persico con salvia - Eglifilets mit Salbei

Filetti di Pesce Persico con Salvia crocante -
Eglifilets mit knusprigem Salbei




ich nehme:

pro Person 3 - 4 Eglifilets
etwas Mehl 
Salz, Pfeffer, Zitrone
Butter zum Braten (moi: Ghee)
eine Handvoll Salbeiblätter

und los gehts:

Den Backofen mit einer Servierplatte auf 80 Grad vorheizen.

Eglifilets gut trocken tupfen, salzen, pfeffern, in Mehl wenden (überschüssiges Mehl gut abklopfen)

Fett in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Salbeiblätter und die Fischfilets pro Seite jeweils 1 - 2 Minuten braten, im vorgeheizten Ofen warm stellen. Sollten die Salbeiblätter bis dahin noch nicht knusprig sein, alleine in der Pfanne weiterbraten. 

Die Eglifilets mit Zitronensaft beträufeln.

Wir haben dazu Blattspinat mit Knoblauch, cremiges Lauchgemüse und Petersiliekartoffeln gegessen.

Die Edelversion dieses Gerichtes habe ich gerade bei Robert entdeckt: klick hier!

Dienstag, 9. April 2019

Osteria Vairano, San Nazzaro

Osteria Vairano, Via Bellavista 1, 6575 Vairano - San Nazzaro
Tel. 091 794 16 04, montags geschlossen



Ursprünglich war es geplant, diese Woche durch die Fünf-Seen-Region in Bayern zu reisen. Wir starten im Brauereigasthof in Aying, wo wir uns mit Yannick trafen (Bericht klick hier). Am nächsten Tag geht es weiter an den Starnberger See, wo wir einen wunderschönen sonnigen Tag verbringen. Doch die Prognosen für die kommenden Tage verheissen für Bayern Regen - Regen - und nochmal Regen. Für das Tessin hingegen ist schönes sonniges Wetter vorher gesagt. 

Kurz entschlossen ändern wir unsere Pläne und fahren an unseren geliebten Lago. Eine immer wieder schöne Adresse fürs Ankommen ist diese Osteria mit dem grandiosen Blick auf Ascona und Locarno - heute bei schönstem sonnigen Wetter können wir dies von der Terrasse der Osteria aus geniessen




Wir bestellen den köstlichen frischen Salat als Vorspeise und dann die Pennette in würziger Tomatensauce für mich




und herrliche fluffig leichte Gnocchi mit Gorgonzola-Sauce für den Signore:



Küche und Service waren mal wieder perfekt und dann hat uns auch noch das Wetter verwöhnt - herrlich! Wir kommen wieder!

Freitag, 29. März 2019

Ristorante Senza Punti, Contra

Ristorante Senza Punti, Via Contra 440, 6646 Contra
Tel. 091 600 15 15
geöffnet: von Donnerstag (nur abends) bis Freitag, Samstag und Sonntag, jeweils mittags und abends



Schon der Eingang ist einladend und kaum sind wir die paar Stufen zum Restaurant herab gestiegen, begrüsst uns Gabriela Baumann aufs herzlichste. Sie führt das Restaurant gemeinsam mit ihrem Mann Markus, sie im Service und er in der Küche. Und dort wird er unterstützt von Aldo Sigel. Ihn kennen wir als Inhaber das Grotto Lauro in Arcegno, das er vor 2 Jahren an seine Nachfolger übergeben hat. Welch glückliche Fügung, dass wir hier wieder seine Kochkünste mit den Schmorgerichten und den frischen Tessiner Kräutern geniessen dürfen.

Zum Auftakt ein Affetato Misto - gemischte Tessiner Wurstwaren




mit herrlich knusprigem Valle Maggia-Brot und einem gemischten Salat




und für den Signore etwas, was ihn in dieser Saison vor und nach Ostern immer begeistert: Capretto! Tessiner Zicklein! 



serviert mit Maltagliati (hausgemachte Nudeln) und Gemüsen



und für mich Saltimbocca: hauchfeine Kalbsschnitzelchen, Parmaschinken und Salbeiblätter




Beeindruckt haben uns der aufmerksame Service und die Freundlichkeit von Gabriela Baumann und die Grosszügigkeit, mit der Weine auch auf Anfrage des interessierten Gastes glasweise ausgeschenkt werden. 

Wir freuen uns bereits heute auf ein Wiedersehen mit den Baumanns und Aldo Sigel.

Donnerstag, 28. März 2019

100 Jahre Hermann Hesse im Tessin

100 Jahre Hermann Hesse im Tessin


Vor hundert Jahren, im Mai 1919, bezog Hermann Hesse eine Wohnung in der Casa Camuzzi in Montagnola bei Lugano. Er wusste damals noch nicht, dass dieser Ort ihm zur Heimat werden würde und er ihn bis zu seinem Tod 1962 nicht mehr verlassen sollte. Heute ist das Haus ein lebendiges Begegnungszentrum und Museum mit Wechselausstellungen, Vorträgen, Konzerten und Lesungen für alle, die in die Welt von Hermann Hesse eintauchen möchten. Das diesjährige Programm des Hermann Hesse Museums in Montagnola würdigt diesen Jahrestag und damit die tiefe Verbundenheit Hermann Hesses mit seiner Wahlheimat, der italienischen Schweiz. So präsentiert die traditionelle Lesung am Ostersonntag Betrachtungen und Gedichte des Literaten, die er vor 100 Jahren in Montagnola schrieb, und zum Todestag Hermann Hesses wird im August aus der Erzählung „Klingsors letzter Sommer“ gelesen, welche ebenfalls im Sommer 1919 entstand. Eine Sonderausstellung, die ab Juni zu sehen ist, widmet sich der langjährigen Verbindung zwischen Hermann Hesse und Theodor Heuss. Vor 100 Jahren erschien ausserdem Hermann Hesses „Demian“ unter Pseudonym zum ersten Mal. Zu diesem Anlass gibt es im Oktober eine Lesung in deutscher und italienischer Sprache, begleitet von klassischer Musik.
Quelle: Jutta Ulrich, Ticino Turismo

Wir würdigen Hermann Hesse auf diese Weise (klick):

https://tisalutoticino.blogspot.com/2010/01/grotto-morchino-pazzallo.html




Mittwoch, 6. März 2019

Pasta al Limone - ein Klassiker

Pasta al Limone - Pasta mit cremiger Zitronen-Parmesan-Sauce




Inspiration: SZ Magazin

Dieses Gericht lebt mal wieder - wie so viele - von der Qualität der verwendeten Zutaten. Nehmt die beste Hartweizen-Pasta-Sorte die ihr auftreiben könnt, nehmt die beste Biozitrone und natürlich den besten Parmesankäse, für mich ist das der von der "roten Kuh" "delle vacche rosse" - probiert den Unterschied bzw. lasst doch gleich diese industriell gefertigte Ware links liegen und gönnt euch das jeweils beste Grundprodukt.

ich nehme (für 2 - 3 Personen):


  • 200 g Pasta (ich: Linguine)
  • 1/2 Bio-Zitrone
  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 1 Ei
  • 40 g frisch geriebener Parmesan
  • 1/2 Bund frisch gehackte Petersilie
  • 1 EL eiskalte Butter


und los gehts:

Die Pasta in reichlich Salzwasser knapp al dente kochen.

Währenddessen die Schale einer halben, sehr saftigen Bio-Zitrone fein abreiben. Den Saft auspressen.

450 ml Hühnerbrühe um die Hälfte einreduzieren, anschliessend den Zitronensaft zugeben.

Den geriebenen Parmesan mit dem Zitronenabrieb, den restlichen 50 ml Hühnerbrühe und einem Ei verquirlen.

Die Blättchen von einem halben Bund glatter Petersilie abzupfen und fein hacken. Mit 1 EL Butter und der Zitronenschale unter die eingekochte Brühe rühren.

Pasta abgiessen, kurz abtropfen lassen und dann sofort in einer vorgewärmten Pastaschüssel mit der Brühe und Parmesan-Ei-Mischung vermengen, so lange, bis alles von einer cremigen Emulsion überzogen ist.
Sofort auf vorgewärmten Teller servieren, mit schwarzem Pfeffer bestreuen.

Ich habe dazu ein paar geviertelte und in Olivenöl gebratene Artischockenherzen serviert. Kööööööstlich!!!




Dienstag, 5. März 2019

Trattoria Er Pipa, Monte Carasso

Trattoria Er Pipa, Er Stradun 23, 6513 Monte Carasso, Sonntag und Montag geschlossen, Tel. 091 826 45 03




Irgendwie haben wir diese Trattoria in der letzten Zeit aus den Augen verloren, doch auch nach dieser längeren Abstinenz werden wir heute wieder aufs herzlichste begrüsst.

An Karneval-Dienstag werden hier, wie in vielen Ristoranti, traditionell Risotto und Luganighetta (eine aufgerollte sehr würzige Schweinsbratwurst) serviert. Gerhard ist kein Fan davon, umso schöner war es, dass wir auch à la carte essen durften: hier die handgeschriebene, angenehm klein gehaltene Speisekarte:



Nach der Essen-Bestellung ging es zur Wein-Bestellung in den Keller ein paar Stufen tiefer: hier kann man sich unter den Rotenweinen seinen Favoriten aussuchen, darunter viele Tessiner Gewächse, was mir immer sehr gut gefällt. Auch ich trinke, sobald ich im Tessin bin, überwiegend die heimischen Weine. Diese Region hat ausgezeichnete Winzer, die leider noch viel zu wenig bekannt sind.



Wieder nach oben gestiegen geht es weiter mit dem Essen:

Für den Signore als Antipasto Lardo und Chili-Peccorino:



für mich ein wunderbarer Salat aus hauchdünnen Spänen von rohen Artischocken und Parmigiano



anschliessend geht es für beide mit Pasta weiter - für Gerhard Chitarra (natürlich hausgemacht) mit Ricotta und Pancetta




und für mich:



Bucatini all'Amatriciana mit einer köstlich würzigen Tomatensauce und Pancetta

anschliessend gönnt sich der Signore noch ein Sorbet aus Americana-Trauben und Grappa



und ich mir ein Stückchen Käse (Memo: beim nächsten mal vorher fragen, welchen Käse es aktuell hat- heute war die Auswahl sehr gering, es gab einen ziemlich lieblos servierten Parmesan und den hatte ich bereits bei der Vorspeise  ...)

Es war - bis auf diesen kleinen "Käse-Fauxpas" - ein angenehmer Mittag in dieser Trattoria. Bis zu unserem nächsten Besuch dort werden wir sicherlich nicht mehr so viel Zeit vergehen lassen.








Sonntag, 3. März 2019

Tessiner Kalbskotelette mit Spinat und Bratkartoffeln

Kalbskotelette mit Tessiner Kräutern und Valle Maggia Pfeffer, Spinat und Bratkartoffeln


Nach drei Tagen hintereinander auswärts essen - und sei es auch noch so gut - haben wir wieder Lust zu Hause zu kochen. 

Bei unserem Tessiner Lieblingsmetzger kaufen wir ein schönes grosses Kalbskotelette, das auch für zwei Personen ausreichend ist und eventuell in Scheiben aufgeschnitten serviert werden kann.

ich nehme (für 2 Personen):

1 doppeltes Kalbskotelette
2 EL Olivenöl
etwas abgeriebene Zitronenschale
2 Zweige Rosmarin
1 kleines Bund Thymian
2 Zweige Salbei
Salz, Pfeffer - oder:
Valle Maggia Pfeffer (falls nicht vorhanden, frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer nehmen)
2 Knoblauchzehen, geschält und halbiert
Olivenöl zum Braten
2 cl Grappa


und los gehts…

Das Kalbskotelette am Vorabend marinieren mit den gehackten Rosmarinnadeln, dem abgezupften Thymian und dem in Streifen geschnittenen Salbei. Die Knoblauchhälften auf jede Seite geben, mit Olivenöl und Zitronenabrieb einreiben und über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Am nächsten Tag 1 - 2 Std. vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.

Kurz vor dem Braten salzen - den Pfeffer später dazu geben damit er nicht verbrennt. Die Kräuter ein wenig abstreifen, sie werden während des Bratvorganges dazu gegeben.

Das Kotelette im Öl bei mittlerer Hitze auf einer Seite anbraten, anschliessend wenden. Jetzt die Tessiner Kräuter mit in die Pfanne geben. Die bereits angebratene Fleischseite mit dem Valle Maggia Pfeffer bestreuen, dann in eine feuerfeste kleine Form geben, die andere Seite pfeffern und im Backofen bei 100 Grad Ober-/Unterhitze ruhen lassen.

Achtung: jetzt kommt das i-Tüpfelchen: In die Bratpfanne 2 cl Grappa giessen und die Röststoffe lösen, dann über das Kalbskotelette giessen.

Dazu haben wir Blattspinat mit Knoblauch und knusprige Bratkartoffeln gegessen.




Samstag, 2. März 2019

Osteria Enoteca Cuntitt, Castel San Pietro

Osteria Enoteca Cuntitt, Via alla Chiesa 8, 6874 Castel San Pietro
Tel. 091 630 07 07

Auf Empfehlung von einem meiner Leser haben wir uns aufgemacht nach Castel San Pietro in diese erst kürzlich eröffnete Osteria (vielen Dank für diesen wunderbaren Tipp, lieber Fredo!).




Am Eingang begrüsst uns diese Tafel mit dem Angebot des Tages


Wir haben nicht reserviert, sind allerdings sehr früh da und bekommen einen Tisch in diesem hübschen kleinen Zimmer mit dem Kamin:




Aus dem Angebot beschliessen wir, eine kleine Auswahl zu probieren und zu teilen:

gemischte Wurstwaren mit sauer eingelegtem Gemüse



Käse aus dem Muggiotal - zu dieser Jahreszeit ausschliesslich Kuhmilchkäse - mit Zwiebelconfit:


Im Ofen geschmorte Zwiebel, gefüllt mit Salsiccia und Käse:



geschmorter Radicchio di Treviso mit gegrilltem Tomino:




Gerne hätten wir noch ein Traubensorbet gegessen, doch leider hat es auch heute hier nur noch für einen Espresso und einen Grappa gereicht. Aber ich muss da sowieso wieder hin und dann probiere ich ein bisschen mehr.