Montag, 30. Juni 2014
"Tessin geht aus!" Ausgabe 2014/2015 - Was gibt es Neues im Tessin?
Die neueste Ausgabe von "Tessin geht aus!" ist da.
Wegen unserer Nordkap-Reise (Bericht hier) waren wir schon eine Weile nicht mehr im Tessin - trotzdem verfolge ich mit Interesse, was sich in kulinarischer Hinsicht Neues im Südkanton tut und freue mich jedesmal auf die neueste Ausgabe des Gastro-Magazins.
Über ein Drittel neue Lokale sollen aufgeführt sein. Da werden wir ja bald viel zu entdecken haben. Ganz besonders freue ich mich, dass auch die von uns so geliebte Region Gambarogno wieder sehr gut präsentiert ist. Allen voran das Ristorante Rodolfo in Vira, das kontinuierlich in "Tessin geht aus!" vertreten ist und in dem inzwischen der Neffe des legendären Waldis Ratti kocht (der mittlerweile die Schwestern Balemi im Grotto Scalinata in Tenero unterstützt.
Wieder aufgenommen, nachdem ich es in den letzten Ausgaben vermisst habe, ist das Ristorante Roccobello in Gerra
und ganz neu - auch für uns die Entdeckung des Jahres 2014:
das Grotto La Baita in Magadino Orgnana:
Dann auch für uns völlig neu - noch nie gesehen - da muss ich mal unbedingt vorbeischauen: das Miraflores in Quartino.
Es wird viel Neues zu entdecken geben - wir waren ja auch schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr im Tessin.
Unbedingt besuchen möchte ich auch den neuen Koch Salvatore Frequente im La Brezza im Hotel Eden Roc in Ascona
In der Enoteca in Losone hat ebenfalls ein Wechsel stattgefunden, Matthias Althoff und seine Frau werden demnächst in Graubünden kochen
Auch im sympathischen Grotto Raffael in Losone hat es einen Wechsel gegeben und unsere Freunde Ruth und Aldo Siegel im Grotto Lauro in Arcegno haben wir schon ewig nicht mehr besucht.
Es wird Zeit......
Wegen unserer Nordkap-Reise (Bericht hier) waren wir schon eine Weile nicht mehr im Tessin - trotzdem verfolge ich mit Interesse, was sich in kulinarischer Hinsicht Neues im Südkanton tut und freue mich jedesmal auf die neueste Ausgabe des Gastro-Magazins.
Über ein Drittel neue Lokale sollen aufgeführt sein. Da werden wir ja bald viel zu entdecken haben. Ganz besonders freue ich mich, dass auch die von uns so geliebte Region Gambarogno wieder sehr gut präsentiert ist. Allen voran das Ristorante Rodolfo in Vira, das kontinuierlich in "Tessin geht aus!" vertreten ist und in dem inzwischen der Neffe des legendären Waldis Ratti kocht (der mittlerweile die Schwestern Balemi im Grotto Scalinata in Tenero unterstützt.
Wieder aufgenommen, nachdem ich es in den letzten Ausgaben vermisst habe, ist das Ristorante Roccobello in Gerra
und ganz neu - auch für uns die Entdeckung des Jahres 2014:
das Grotto La Baita in Magadino Orgnana:
Dann auch für uns völlig neu - noch nie gesehen - da muss ich mal unbedingt vorbeischauen: das Miraflores in Quartino.
Es wird viel Neues zu entdecken geben - wir waren ja auch schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr im Tessin.
Unbedingt besuchen möchte ich auch den neuen Koch Salvatore Frequente im La Brezza im Hotel Eden Roc in Ascona
In der Enoteca in Losone hat ebenfalls ein Wechsel stattgefunden, Matthias Althoff und seine Frau werden demnächst in Graubünden kochen
Auch im sympathischen Grotto Raffael in Losone hat es einen Wechsel gegeben und unsere Freunde Ruth und Aldo Siegel im Grotto Lauro in Arcegno haben wir schon ewig nicht mehr besucht.
Es wird Zeit......
Mittwoch, 28. Mai 2014
WM 2014 - Kochen für die Schweiz - Zitronen-Risotto mit Brombeer-Rotwein-Sorbet
Aus dem südlichsten Kanton der Schweiz, dem wunderschönen Tessin, kommt ein typisches Gericht, das sicherlich auch die Schweizer Nationalmannschaft lieben wird. Vom Fussball habe ich ja nicht so sehr viel Ahnung (der Signore meint sogar überhaupt keine), aber ich weiss, dass Kohlenhydrate vor dem Spiel wichtig sind, daher gibt es mit diesem Risotto Kraft und Stärke für die Schweizer Fussballer.
Ganz stilecht wäre jetzt Tessiner Risotto-Reis, doch ich gestehe, mein liebster Risotto-Reis ist Acquarello - er ist einfach perfekt.
Hier habe ich bereits vor einem Jahr ein Rezept für Zitronenrisotto mit Sorbet entdeckt und seitdem spukt es in meinem Kopf herum. Doch erstmal musste ich das Sorbet herstellen. Es sollte auch unbedingt über Nacht tiefgekühlt werden, denn durch den hohen Butter-Anteil wird es direkt aus der Sorbetière genossen zu weich. Dann war mal das Sorbet aufgegessen, mal war kein Hühnerfond im Hause, mal keine Zitronen... doch heute hat alles gepasst und vor allem war es mir gelungen, das Sorbet im hintersten Winkel des Tiefkühlers vor dem Signore bis jetzt versteckt zu halten.
Es ist zwar kein Muss, aber das Risotto bekommt seinen besonderen Kick erst durch den Einsatz von Salzzitronen, die habe ich immer vorrätig und nach Elines Rezept lassen sie sich ganz unkompliziert zubereiten und halten im Kühlschrank ewig.
ich nehme für 2 Personen:
- 150 g Risotto-Reis
- 1 Schalotte, fein gewürfelt
- 1 EL Butter
- ca. 50 ml trockener Weisswein
- ca. 550 ml Hühnerbrühe (natürlich selbstgemacht)
- Saft und Abrieb einer Bio-Zitrone
- evtl. 2 Stücke Salzzitrone, klein gewürfelt
- 1 Tasse frisch geriebener Pecorino (oder Parmesan)
- 1 EL Butter
- wer keine Salzzitrone verwendet: 1/2 TL Salz
und los gehts:
Schalottenwürfel in Butter anschwitzen, den Reis dazugeben und unter Rühren glasig andünsten. Mit dem Weisswein ablöschen und einkochen lassen, gelegentlich rühren.
In der Zwischenzeit in einem weiteren Topf die Hühnerbrühe aufkochen und heiss halten - NIEEE Risotto mit kalten Fond auffüllen, denn das würde den Kochvorgang unterbrechen.
Sobald der Wein eingekocht ist, mit einer Suppenkelle heisser Hühnerbrühe auffüllen, rühren und erst dann wieder Brühe nachgiessen, wenn die vorherige Brühe aufgesogen ist.
Der gesamte Kochvorgang dauert ca. 20 min, nach 15 min Zitronenabrieb, -saft und Salzzitronenwürfel zugeben und evtl. schon mal die Konsistenz der Reiskörner kosten. Den Pecorino oder Parmesan unterziehen, ebenso die Butter, abschmecken, evtl. etwas salzen und fertig.
Wichtig: Da der Risotto immer etwas nachzieht, sollte man ein paar Esslöffel vom heissen Fond bis kurz vorm Servieren aufbewahren, um evtl. die Feuchtigkeit zu korrigieren, ein zu trockenes Risotto schmeckt nicht.
Auf einem vorgewärmten Teller anrichten und mit einer kleinen! Nocke vom Brombeer-Sorbet servieren.
Anmerkungen: Hier ist weniger eindeutig mehr. Die Besonderheit dieses Gerichts ist die Balance zwischen der Säure des Risottos und der dezenten Süsse des Sorbets. Daher darf das Sorbet auch nicht zu süss schmecken und vor allem darf nicht zu viel davon auf dem Risotto angerichtet werden. Die von mir gezeigte Menge mit dem Eisportionierer ist eindeutig zu viel. Beim nächsten Mal werde ich mit einem Esslöffel oder sogar Teelöffel kleine Nocken abstechen.
Das Rezept für das Sorbet wird es morgen bei Bonjour Alsace geben.
Ein herzliches Dankeschön an Peter für diese wundervolle Event-Idee zur Fussball-Weltmeisterschaft.
Hier wird die Zusammenfassung aller weltmeisterlichen Gerichte zu sehen sein:
Dienstag, 27. Mai 2014
Albergo Ristorante Antica Posta, Ascona
Albergo Antica Posta, via Borgo, Contrada Maggiore 4 - 6612 Ascona
Tel. 091 791 04 26
Nachtrag Herbst 2016: Leider ist das Antica Posta geschlossen. Ab Frühjahr 2017 wird Familie Bechter im Hotel Garni Golf in Ascona zu finden sein.
Nachtrag Herbst 2017: 'Es gibt bereits eine neue Leitung, nach der Winterpause geht es ab 16. März 2018 weiter.
Da sitzen wir nun in diesem bezaubernden Innenhof unter Weinreben und ich meine jeden Moment Romeo auftauchen zu sehen, der zu Julia nach oben schaut und ihr seine Liebe gesteht. Romantik pur, wie traumhaft muss das erst an einem warmen Sommerabend sein. Doch auch an diesem wunderschönen Mittag im Mai waren wir hier sehr zufrieden bei Familie Bechter und wurden von beiden auf charmante Art umsorgt.
Ein stimmungsvolles Video, das dies alles besser beschreibt, als ich es in Worte fassen kann, gibt es hier zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=iWC4MPGMyWA
Es stammt mal wieder vom unnachahmlichen Stefano, der so viele Tessiner schöne Eindrücke auf Video festgehalten hat und mir dieses Ristorante bereits vor längerer Zeit empfohlen hatte.
Zum Auftakt bestelle ich gerne einen gemischten Salat mit Honig-Ingwer Dressing, der hier tatsächlich ein gemischter ist und seinem Namen alle Ehre macht:
Für Gerhard gibt es Tatar; er wird gefragt, ob er es scharf oder weniger scharf angemacht haben möchte (Der Padrone, Signor Bechter, züchtet seine Chilis selbst - was ihn mir gleich noch viel sympathischer macht). Angenehm ist, dass von den Vorspeisen meist auch halbe Portionen angeboten werden - hier nun also die "halbe Portion":
Es geht weiter mit dem Hauptgang. Die Karte gefällt uns ausgesprochen gut, für den Signore gäbe es z.B. Rinderfilet "Robespierre", Seezunge oder auch Capretto. Mich führen in Versuchung: Galletto (Mistkratzerli), Lammkarree in der Kräuterkruste, Jakobsmuscheln in Safransauce oder auch ganz besonders hausgemachte Spaghetti mit Meeresfrüchten.
Auch wenn wir beide sonst beim Essen einen völlig unterschiedlichen Geschmack haben, entscheiden wir uns diesmal beide für das Gleiche:
Den regelmässigen Lesern dieses Blogs muss ich ja nun nicht extra erzählen, was wir gegessen haben - aaaaber was ich erzählen muss: Es war definitiv das beste Cordon Bleu, das wir bisher im Tessin gegessen haben!
Fazit: Da muss ich wieder hin - Gerhard hat sich freiwillig angeboten mich zu begleiten.
Memo für nächstes Mal: 1. Signor Bechter zu seiner Chili-Aufzucht befragen und 2. Grappa von Levi trinken
Tel. 091 791 04 26
Nachtrag Herbst 2016: Leider ist das Antica Posta geschlossen. Ab Frühjahr 2017 wird Familie Bechter im Hotel Garni Golf in Ascona zu finden sein.
Nachtrag Herbst 2017: 'Es gibt bereits eine neue Leitung, nach der Winterpause geht es ab 16. März 2018 weiter.
Da sitzen wir nun in diesem bezaubernden Innenhof unter Weinreben und ich meine jeden Moment Romeo auftauchen zu sehen, der zu Julia nach oben schaut und ihr seine Liebe gesteht. Romantik pur, wie traumhaft muss das erst an einem warmen Sommerabend sein. Doch auch an diesem wunderschönen Mittag im Mai waren wir hier sehr zufrieden bei Familie Bechter und wurden von beiden auf charmante Art umsorgt.
Ein stimmungsvolles Video, das dies alles besser beschreibt, als ich es in Worte fassen kann, gibt es hier zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=iWC4MPGMyWA
Es stammt mal wieder vom unnachahmlichen Stefano, der so viele Tessiner schöne Eindrücke auf Video festgehalten hat und mir dieses Ristorante bereits vor längerer Zeit empfohlen hatte.
Zum Auftakt bestelle ich gerne einen gemischten Salat mit Honig-Ingwer Dressing, der hier tatsächlich ein gemischter ist und seinem Namen alle Ehre macht:
Für Gerhard gibt es Tatar; er wird gefragt, ob er es scharf oder weniger scharf angemacht haben möchte (Der Padrone, Signor Bechter, züchtet seine Chilis selbst - was ihn mir gleich noch viel sympathischer macht). Angenehm ist, dass von den Vorspeisen meist auch halbe Portionen angeboten werden - hier nun also die "halbe Portion":
Es geht weiter mit dem Hauptgang. Die Karte gefällt uns ausgesprochen gut, für den Signore gäbe es z.B. Rinderfilet "Robespierre", Seezunge oder auch Capretto. Mich führen in Versuchung: Galletto (Mistkratzerli), Lammkarree in der Kräuterkruste, Jakobsmuscheln in Safransauce oder auch ganz besonders hausgemachte Spaghetti mit Meeresfrüchten.
Auch wenn wir beide sonst beim Essen einen völlig unterschiedlichen Geschmack haben, entscheiden wir uns diesmal beide für das Gleiche:
Den regelmässigen Lesern dieses Blogs muss ich ja nun nicht extra erzählen, was wir gegessen haben - aaaaber was ich erzählen muss: Es war definitiv das beste Cordon Bleu, das wir bisher im Tessin gegessen haben!
Fazit: Da muss ich wieder hin - Gerhard hat sich freiwillig angeboten mich zu begleiten.
Memo für nächstes Mal: 1. Signor Bechter zu seiner Chili-Aufzucht befragen und 2. Grappa von Levi trinken
Montag, 26. Mai 2014
Grotto Sassello, Gerra Verzasca
Grotto Sassello, Gerra, Valle Verzasca, Tel. 091 746 13 09
Gestern haben wir mal wieder einen Ausflug in eines der schönen Tessiner Täler gemacht. Die Wahl fiel auf das Valle Verzasca, das seinen Namen von dem grünen Wasser = acqua verde hat. Doch diesmal ist nichts von grünem Wasser zu sehen, die Verzasca zeigt nach dem schneereichen Winter und der Schneeschmelze ihre Wildheit: Hier noch ein paar weitere Impressionen meines Lieblingstales bei nicht gerade traumhaftem Wetter:
und getrunken haben wir einen Wein aus dem Tal von der Cantina Scalmazzi
Fazit: Eine einfache, ehrliche Grotto-Küche, freundlicher Service und ein schöner Platz zum Sitzen.
Gestern haben wir mal wieder einen Ausflug in eines der schönen Tessiner Täler gemacht. Die Wahl fiel auf das Valle Verzasca, das seinen Namen von dem grünen Wasser = acqua verde hat. Doch diesmal ist nichts von grünem Wasser zu sehen, die Verzasca zeigt nach dem schneereichen Winter und der Schneeschmelze ihre Wildheit: Hier noch ein paar weitere Impressionen meines Lieblingstales bei nicht gerade traumhaftem Wetter:
Gegessen haben wir im Grotto Sassello. Hier hausgemachte Ravioli mit Ziegenkäse gefüllt, Bärlauchpesto, Tomatensauce
und getrunken haben wir einen Wein aus dem Tal von der Cantina Scalmazzi
Fazit: Eine einfache, ehrliche Grotto-Küche, freundlicher Service und ein schöner Platz zum Sitzen.
Freitag, 23. Mai 2014
Cantine Aperte - Tage der offenen Weinkeller
In diesem Jahr wird zum 16. Mal von Ticinowine die alljährlich ersehnte Veranstaltung "Cantine Aperte" organisiert, diesmal mit 65 beteiligten Kellereien.
Von morgen an, Samstag, 24. Mai bis Sonntag, 25. Mai, gibt es von morgens 10 Uhr bis abends 18 Uhr die Möglichkeit, die Kellereien zu besuchen, die Weine zu verkosten, die Weinmacher und ihre Ideen, die dahinter stehen, kennenzulernen und Gespräche mit anderen Wein-Interessierten zu führen.
Alle beteiligten Kellereien kann man (klick) hier anschauen. Wir sind von unserem Lieblingswinzer, Cantina Belossi in Contone am Gambarogno eingeladen, dort gibt es neben den wunderbaren Weinen auch Tee von kleinen Produzenten mit absolut natürlichen Zutaten zu verkosten.
Schauen die beiden nicht äusserst sympathisch aus? Tiziana und Roberto Belossi sind mindestens genauso sympathisch wie ihre Weine - also, morgen, Samstag oder Sonntag, hingehen und die wunderbaren Weine der Cantina il Cavaliere probieren.
Alle beteiligten Kellereien kann man (klick) hier anschauen. Wir sind von unserem Lieblingswinzer, Cantina Belossi in Contone am Gambarogno eingeladen, dort gibt es neben den wunderbaren Weinen auch Tee von kleinen Produzenten mit absolut natürlichen Zutaten zu verkosten.
Schauen die beiden nicht äusserst sympathisch aus? Tiziana und Roberto Belossi sind mindestens genauso sympathisch wie ihre Weine - also, morgen, Samstag oder Sonntag, hingehen und die wunderbaren Weine der Cantina il Cavaliere probieren.
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Dies und das ...,
Vino
Sonntag, 4. Mai 2014
Samstag, 3. Mai 2014
Antica Osteria Manetti, Bironico
Antica Osteria Manetti, Bironico (Malcantone)
Tel. 091 946 11 69, geschlossen: Samstagmittag, Donnerstag ganz (so steht es zumindest auf der Webseite, am besten ist sowieso vorher anrufen und reservieren)
Auf der nicht gerade sehr malerischen Strecke zwischen Belinzona und Lugano (Landstrasse! NICHT die Autobahn nehmen!) liegt diese Osteria inmitten von Tankstellen, Autowerkstätten und sonstigen Industriegebäuden. An unserem Besuchstag goss es zudem noch in Strömen und das sah nun nicht gerade sehr einladend aus. Hätte ich nicht schon zum wiederholten Male in der "Tessin geht aus" über dieses Restaurant gelesen, wäre ich nie auf die Idee gekommen, Gerhard einen Halt dort vorzuschlagen - er runzelte bereits skeptisch die Augenbrauen, was ich allerdings bei Neuentdeckungen gewohnt bin. Unbekümmert mit Regenschirm bewaffnet schreite ich zur Entdeckung - und wieder einmal sind wir beide angenehm überrascht.
Ein wundervoller Gastraum in diesem stattlichen Patrizierhaus aus dem 17. Jahrhundert erwartet uns. Mein erster Blick fällt auf die (in rot - wie sonst) Berkel-Aufschnittmaschine und danach auf den wundervollen alten Kamin, der im Winter auch für gegrillten Käse (meint er Raclette?) eingesetzt wird, wie mir der Padrone erzählt.
Bei unserer Speisenauswahl vertrauen wir uns komplett seinen Empfehlungen an und werden nicht enttäuscht.
Als Antipasto empfiehlt er uns eine Tagliere di Salumi für zwei
Köstlich, die Qualität der Wurstwaren ausgezeichnet, das sehr schöne, knusprige Brot auf italienische Art hauchdünn geschnitten (ich bevorzuge die Tessiner Art - d.h. es darf daumendick sein ;--) )
Als Primo eine der hausgemachten Pasta-Variationen, Casarecce alle carbonara
Alle Teigwaren seien hausgemacht und vor allem in der Bronzeform hergestellt, versichert uns der Padrone. Ich schmecke zwar nicht, ob sie in der Bronzeform hergestellt wurden, aber sie schmecken einfach wunderbar und saugen die Sauce cremig auf.
Als Hauptgericht Rinderfilet mit Senfcreme und gegrilltem Fenchel, gebratene neue Kartoffeln
Als Weinbegleiter haben wir ein wahres Schätzchen zu einem äusserst fair kalkulierten Preis aufgetan:
Die Desserts sind - wie könnte es hier anders sein - selbstverständlich hier auch hausgemacht - für uns jedoch mal wieder nur das Standard-Dessert Espresso und Grappa.
Nachtrag vom 13. Mai 2014:
Ein sehr netter, stiller Leser meines Blogs schrieb mir folgendes Erwähnenswertes zur Osteria Manetti:
Tel. 091 946 11 69, geschlossen: Samstagmittag, Donnerstag ganz (so steht es zumindest auf der Webseite, am besten ist sowieso vorher anrufen und reservieren)
Auf der nicht gerade sehr malerischen Strecke zwischen Belinzona und Lugano (Landstrasse! NICHT die Autobahn nehmen!) liegt diese Osteria inmitten von Tankstellen, Autowerkstätten und sonstigen Industriegebäuden. An unserem Besuchstag goss es zudem noch in Strömen und das sah nun nicht gerade sehr einladend aus. Hätte ich nicht schon zum wiederholten Male in der "Tessin geht aus" über dieses Restaurant gelesen, wäre ich nie auf die Idee gekommen, Gerhard einen Halt dort vorzuschlagen - er runzelte bereits skeptisch die Augenbrauen, was ich allerdings bei Neuentdeckungen gewohnt bin. Unbekümmert mit Regenschirm bewaffnet schreite ich zur Entdeckung - und wieder einmal sind wir beide angenehm überrascht.
Ein wundervoller Gastraum in diesem stattlichen Patrizierhaus aus dem 17. Jahrhundert erwartet uns. Mein erster Blick fällt auf die (in rot - wie sonst) Berkel-Aufschnittmaschine und danach auf den wundervollen alten Kamin, der im Winter auch für gegrillten Käse (meint er Raclette?) eingesetzt wird, wie mir der Padrone erzählt.
Bei unserer Speisenauswahl vertrauen wir uns komplett seinen Empfehlungen an und werden nicht enttäuscht.
Als Antipasto empfiehlt er uns eine Tagliere di Salumi für zwei
Köstlich, die Qualität der Wurstwaren ausgezeichnet, das sehr schöne, knusprige Brot auf italienische Art hauchdünn geschnitten (ich bevorzuge die Tessiner Art - d.h. es darf daumendick sein ;--) )
Als Primo eine der hausgemachten Pasta-Variationen, Casarecce alle carbonara
Alle Teigwaren seien hausgemacht und vor allem in der Bronzeform hergestellt, versichert uns der Padrone. Ich schmecke zwar nicht, ob sie in der Bronzeform hergestellt wurden, aber sie schmecken einfach wunderbar und saugen die Sauce cremig auf.
Als Hauptgericht Rinderfilet mit Senfcreme und gegrilltem Fenchel, gebratene neue Kartoffeln
Als Weinbegleiter haben wir ein wahres Schätzchen zu einem äusserst fair kalkulierten Preis aufgetan:
Die Desserts sind - wie könnte es hier anders sein - selbstverständlich hier auch hausgemacht - für uns jedoch mal wieder nur das Standard-Dessert Espresso und Grappa.
Nachtrag vom 13. Mai 2014:
Ein sehr netter, stiller Leser meines Blogs schrieb mir folgendes Erwähnenswertes zur Osteria Manetti:
"Brionico liegt nicht im Malcantone. Der ‚Basso Malcantone‘ beginnt historisch mit der Gemeinde Bioggio und geht bis Ponte Tresa. Bironico und Rivera zusammen mit dem Tal Richtung Isone waren geschichtlich immer ein Teil des Bellinzonese. Auch die Postleitzahl (6800) drückt das aus, im Luganese wozu das Malcantone zählt, beginnen die PLZ mit 69. Ob die geschichtlichen Gegebenheiten den Postbürokraten bei der PLZ-Einteilung bewusst waren, wage ich jedoch zu bezweifeln.Das Tal von Isone obwohl südlich des Ceneri gelegen, ist immer noch Teil des Distretto Bellinzona. Jedoch sind jetzt alle Talgemeinden südlich des Ceneri dem Distretto di Lugano zugehörend. Der Distretto (= Amtei in Solothurn) zusammen mit dem Circolo (= Bezirk, ist eine Gemeindezusammenfassung innerhalb des Distretto) hat im Tessin nur noch bei den Wahlen eine kleine Bedeutung (Sitzverteilung) und die Friedensrichter werden von den Einwohnern des Circolo gewählt. Hier ein WikiLink: http://it.wikipedia.org/wiki/Categoria:Distretti_del_Canton_TicinoUebrigens der Grossvater Manetti war ein allseits beliebter Tierarzt mit Praxis im stattlichen von Ihnen beschriebenen Haus"
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Im Winter geöffnet,
Malcantone,
mit Kamin
Donnerstag, 1. Mai 2014
Ristorante La Chiesa, Locarno-Monti
Ristorante La Chiesa, via del Tiglio 1, Locarno-Monti, Tel. 091 752 03 03
Ruhetage: Montag und Dienstag (Juni, Juli, August auch dienstags geöffnet)
Schon häufiger haben wir dieses schöne Ristorante besucht, z.B. klick hier. Gerhard hat es heute sehr treffend in Worte gefasst: "Hier stimmt einfach alles, das Ambiente, das Essen, die Getränke, die Freundlichkeit - hier sind wir noch nie enttäuscht vom Tisch aufgestanden"
Heute fiel mir die Wahl allerdings sehr schwer. Als der sympathische padrone, Signor Borsoni uns das Tagesmenu vorstellte, dachte ich schon "Alles klar! Das hätte ich gerne" Dann ein Blick in die Speisekarte - und ich hätte mal wieder alles von oben rechts nach unten links essen können.
Nach einem Gruss aus der Küche:
(sehr intensiv schmeckendes Süppchen von grünem Spargel und Schinkenspiess)
entscheide ich mich dann für:
Millefoglie di polipo, chips di prosciutto e rucola con focaccia alle olive
Millefeuille vom Oktopus, Rohschinken-Chips und Rucola mit Oliven-Focaccia :
und Gerhard für:
Tartare di manzo e uovo di quaglia con verdura mediterranea alla griglia
Rindstatar und Wachtelspiegelei mit mediterranem Grillgemüse
Es geht weiter mit den köstlichen hausgemachten Ravioli:
mit Gitzifüllung für den Signore:
mit Ricotta, Zitrone, Minze gefüllt, serviert mit grünem Spargel und Jakobsmuscheln für mich:
Ein Klassiker auf der Speisekarte hier ist die Seezunge, die Gerhard auch meistens bestellt:
Mir hat dieses hier köstlich geschmeckt:
Seeteufel, Chorizo, Champignons auf Petersilien-Risotto:
Danach passt dann nur noch:
Espresso, Grappa Berta Roccaniva
Unsere heutige Weinbegleitung war:
Sasso Chierico bianco 2012, Antognini, Gudo
Fazit: Ein sehr gelungenes Mittagessen, ein herzliches Dankeschön an Signor Borsoni und sein Team - wir kommen gerne wieder.
Ruhetage: Montag und Dienstag (Juni, Juli, August auch dienstags geöffnet)
Schon häufiger haben wir dieses schöne Ristorante besucht, z.B. klick hier. Gerhard hat es heute sehr treffend in Worte gefasst: "Hier stimmt einfach alles, das Ambiente, das Essen, die Getränke, die Freundlichkeit - hier sind wir noch nie enttäuscht vom Tisch aufgestanden"
Heute fiel mir die Wahl allerdings sehr schwer. Als der sympathische padrone, Signor Borsoni uns das Tagesmenu vorstellte, dachte ich schon "Alles klar! Das hätte ich gerne" Dann ein Blick in die Speisekarte - und ich hätte mal wieder alles von oben rechts nach unten links essen können.
Nach einem Gruss aus der Küche:
(sehr intensiv schmeckendes Süppchen von grünem Spargel und Schinkenspiess)
entscheide ich mich dann für:
Millefoglie di polipo, chips di prosciutto e rucola con focaccia alle olive
Millefeuille vom Oktopus, Rohschinken-Chips und Rucola mit Oliven-Focaccia :
und Gerhard für:
Tartare di manzo e uovo di quaglia con verdura mediterranea alla griglia
Rindstatar und Wachtelspiegelei mit mediterranem Grillgemüse
Es geht weiter mit den köstlichen hausgemachten Ravioli:
mit Gitzifüllung für den Signore:
mit Ricotta, Zitrone, Minze gefüllt, serviert mit grünem Spargel und Jakobsmuscheln für mich:
Ein Klassiker auf der Speisekarte hier ist die Seezunge, die Gerhard auch meistens bestellt:
Mir hat dieses hier köstlich geschmeckt:
Seeteufel, Chorizo, Champignons auf Petersilien-Risotto:
Danach passt dann nur noch:
Espresso, Grappa Berta Roccaniva
Unsere heutige Weinbegleitung war:
Sasso Chierico bianco 2012, Antognini, Gudo
Fazit: Ein sehr gelungenes Mittagessen, ein herzliches Dankeschön an Signor Borsoni und sein Team - wir kommen gerne wieder.
Samstag, 26. April 2014
Ein einfaches Essen
Manchmal testen wir ein neues Restaurant, das mir empfohlen wurde - nicht immer führt dies dann zu einem Eintrag hier im Blog, weil es einfach nicht empfehlenswert ist und weil man besser den Mantel des Schweigens darüber hüllt. Da lohnt auch kein Zweitbesuch, in der Annahme, der Koch habe einen schlechten Tag gehabt, nein, da merkt man schnell, dass es an der grundsätzlichen Einstellung und dem sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln mangelt. Die anfänglich gezückte Kamera wandert spätestens beim Probieren des Hauptgerichts zurück in die Handtasche, die Fotos werden später gelöscht und das wars! Auf meinem Blog wird man solche Einträge vergeblich suchen. Ich bin keine Restaurant-Kritikerin, hier gibt es keinen Verriss, sondern hier halte ich meine Tessiner kulinarischen Erlebnisse fest. Gibt es einen Eintrag über ein Restaurant, dann gibt es diesen ausschliesslich, weil es uns dort gut gefallen hat und weil es uns dort gut geschmeckt hat.
Wenn wir nur kurz für ein verlängertes Wochenende im Tessin sind, gehen wir häufig in ein Grotto oder Restaurant. Sobald wir mal etwas mehr Zeit haben und ein paar Tage länger hier verbringen können, schwindet unsere Lust auf auswärts essen immer mehr - erst recht, wenn wir einen Reinfall erlebt haben, so wie gestern Abend. Dann muss am nächsten Tag einfaches Lieblingsessen her. Kein langes in der Küchestehen, keine aufwändigen Vorbereitungen, einfach, schnell und gut muss es sein, so wie dieses hier:
Wenn wir nur kurz für ein verlängertes Wochenende im Tessin sind, gehen wir häufig in ein Grotto oder Restaurant. Sobald wir mal etwas mehr Zeit haben und ein paar Tage länger hier verbringen können, schwindet unsere Lust auf auswärts essen immer mehr - erst recht, wenn wir einen Reinfall erlebt haben, so wie gestern Abend. Dann muss am nächsten Tag einfaches Lieblingsessen her. Kein langes in der Küchestehen, keine aufwändigen Vorbereitungen, einfach, schnell und gut muss es sein, so wie dieses hier:
Ein Güggeli (oder auch Mistkratzerle genannt) soll es sein, natürlich bei Terreni alla Maggia gekauft und serviert mit den ersten Frühkartoffeln, die wir bei unserem Tessiner Bio-Bauern entdeckt haben. Dazu dann ein frischer grüner Salat
und natürlich ein feiner Wein
Geht doch!
ofengeschmorter Catalogna
Es gibt glaube ich kaum ein Gemüse, das ich so oft im Tessin zubereitet habe wie Catalogna. Erstens bekomme ich es zu Hause so gut wie nie und zweitens schmeckt es sooo unglaublich gut. Ich habe halt auch ein Faible für die leicht bitteren italienischen Gemüse.
Falls ihr keine Catalogna bekommt, nehmt notfalls Mangold, obwohl das Gericht sicherlich ein anderes sein wird, da dem Mangold die Bitternote fehlt. Ich könnte mir vorstellen, dass es evtl. mit grünem Spargel auch sehr gut geschmeckt. Wichtig ist die Zubereitungsart, denn durch das Braten im Ofen werden die Aromen so richtig schön herausgekitzelt.
Zutaten für 2 - 3 Personen:
2 schöne grosse Stauden Catalogna
1 - 2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer,
1 - 2 EL Ahornsirup
2 Knoblauchzehen, geschält, in dünne Scheiben geschnitten
4 EL schwarze Oliven (am besten Taggiasca)
Tomaten, wer hat, nimmt ein Glas ofenconfierte Tomaten,
wer nicht, muss auf eine gute andere Qualität ausweichen, evtl. auch Passata
zusätzlich noch 2 Tomaten in Scheiben
Oregano oder Thymian
nochmal Olivenöl
Zubereitung:
Das Backblech einölen, Catalogna-Stauden halbieren, auf das Backblech geben und mit Salz, Pfeffer, Ahornsirup bestreuen bzw. bestreichen und die restl. Zutaten dazugeben, mit etwas Olivenöl beträufeln. Ca. 10 min unter dem Backofengrill anrösten, aber daneben stehenbleiben und den Bräunungsgrad beobachten. Dann den Grill ausschalten und bei Ober-Unterhitze ca. 40 min fertig schmoren, bis dahin sollte die Flüssigkeit, die sich anfangs gebildet hat, eingekocht sein.
Heiss oder auch etwas abgekühlt lauwarm servieren.
Donnerstag, 24. April 2014
Die genialen blitzschnellen 15-Minuten Gnocchi, diesmal frühlingshaft mit Wildkräutern
Das Originalrezept für die 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi, stammt ursprünglich von Nicky und machte in zahlreichen Foodblogs die Runde. Es ist aber auch einfach genial, sooo schnell gemacht und vor allem variabel. Sie schmecken natur, mit Kräutern, als zitronige Variante zu Fisch und anstelle des Ricottas kann man auch Ziegenfrischkäse nehmen. Und damit diese Köstlichkeit nicht in Vergessenheit gerät, habe ich sie mal wieder hervorgekramt und mit ein paar Wildkräutern zubereitet. Ausserdem ist jetzt im Frühjahr die beste Gelegenheit mit Wildkräutern zu kochen. Eine andere Variante mit Bärlauch habe ich bereits hier (klick) gezeigt.
Eine schöne Zubereitungs-Variante stammt von Madame Micha, die ebenfalls Ziegenkäse genommen hat und für eine intensive grüne Farbe mit etwas Pesto gesorgt hat (klick hier).
Eine schöne Zubereitungs-Variante stammt von Madame Micha, die ebenfalls Ziegenkäse genommen hat und für eine intensive grüne Farbe mit etwas Pesto gesorgt hat (klick hier).
Dienstag, 22. April 2014
Kamelien und Cordon Bleu
Ristorante Al Portico, Gerra - Gambarogno, Tel. 091 794 22 12
Vor knapp drei Wochen fand in Locarno das Internationale Kamelienblüten-Fest statt. Petra war dort - ein paar Impressionen gibt es hier zu sehen.
Kameliensorten gibt es unendlich viele. Da gibt es die Frühblüher, die man an geschützten Stellen schon im Januar/Februar bewundern kann und dann gibt es Spätblüher, die leicht zögerlichen, dazu gehört offensichtlich unsere Sorte, die uns gerade jetzt diese Woche mit wundervollen Blüten erfreut - dafür hat sie sich ein Foto und die Erwähnung in diesem Blog verdient:
Ist sie nicht traumhaft schön?
Wie finde ich aber jetzt die Überleitung von der Kamelie zu unserem schönen Essen im Ristorante al Portico? Schon passiert? Gut, dann kann ich ja weiter erzählen.
Also, Gerhard und ich hatten mal wieder Lust auf Cordon Bleu. An unseren diversen Testreihen durftet ihr ja auch schonab und zu häufig teilhaben. Eines der besten gibt es bei Signor Progano im Ristorante al Portico.
Perfekt oder? Dem ist nichts hinzuzufügen - höchstens Pommes frites für Gerhard.
Vor knapp drei Wochen fand in Locarno das Internationale Kamelienblüten-Fest statt. Petra war dort - ein paar Impressionen gibt es hier zu sehen.
Kameliensorten gibt es unendlich viele. Da gibt es die Frühblüher, die man an geschützten Stellen schon im Januar/Februar bewundern kann und dann gibt es Spätblüher, die leicht zögerlichen, dazu gehört offensichtlich unsere Sorte, die uns gerade jetzt diese Woche mit wundervollen Blüten erfreut - dafür hat sie sich ein Foto und die Erwähnung in diesem Blog verdient:
Ist sie nicht traumhaft schön?
Wie finde ich aber jetzt die Überleitung von der Kamelie zu unserem schönen Essen im Ristorante al Portico? Schon passiert? Gut, dann kann ich ja weiter erzählen.
Also, Gerhard und ich hatten mal wieder Lust auf Cordon Bleu. An unseren diversen Testreihen durftet ihr ja auch schon
Perfekt oder? Dem ist nichts hinzuzufügen - höchstens Pommes frites für Gerhard.
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auswärts essen - Gambarogno,
Gambarogno
Montag, 21. April 2014
Capretto (Zicklein/Gitzi) al forno
Es ist Ostern - entgegen unserer sonstigen Gewohnheit (Espresso, frisch gepresster Saft) fällt das Frühstück etwas ausführlicher aus:
Glücklicherweise haben sich die Schlecht-Wetter-Prognosen für das Tessin nicht bewahrheitet und wir überlegen kurz, ob wir draussen im Garten frühstücken können, das war uns dann aber doch ein bisschen zu kühl.
Nach diesem schönen Frühstück wollen wir gemeinsam kochen. Gerhard hat bereits gestern eine schöne Zicklein-Keule bei unserem Lieblings-Metzger gekauft.
Im Tessin ist dies DAS traditionelle Osteressen. Es gibt kaum ein Ristorante, eine Trattoria oder ein Grotto, in dem zur Osterzeit nicht Capretto angeboten wird. Die Zubereitung ist so, wie wir es aus dem Tessin kennen und lieben: Einfach! Mit wenigen, dafür aber guten Zutaten! Weisswein und die typischen Tessiner Kräuter genügen. Ohne viel Drumherum. So ein bisschen Drumherum brauche ich dann aber doch. Während sich der Signore um das Capretto und die Rosmarin-Kartoffeln kümmert, kümmere ich mich um das Gemüse. Frühlingshaft soll es sein. Ich schnippele Möhren, Zucchini, Fenchel und grünen Spargel in feine lange Streifen, dünste diese in Olivenöl an, schmecke ab... und finde es... naja, ganz akzeptabel. Dann fällt es mir ein! DAS i-Tüpfelchen! Schliesslich bin ich hier im Tessin. Kastanienhonig muss es sein! Tessiner Kastanienhonig! Ein Mini-Teelöffel genügt. Das wars! Ecco!
ich nehme für 2 Personen (Reste gibts morgen):
1 Zicklein Keule von ca. 1 kg (beim Metzger den Unterschenkel einschneiden lassen, dann passt es besser in die Casserole)
Salz, Pfeffer
2 Möhren, geschält, in Stücke geschnitten
2 Zwiebel, geschält, in feine Spalten geschnitten
4 geschälte Knoblauchzehen, halbiert
ca. 100 g Butter, ca. 70 ml Olivenöl
2 Zweige Rosmarin
3 Zweige Thymian
3 Lorbeerblätter
1 Zweig Salbei
ca. 200 ml trockener Weisswein (evtl. mehr)
Nachtrag (Variante von Petra): ein Schluck Marsala für die Sauce
für das Gemüse im extra Topf:
1 Möhre, geschält, in feine Streifen geschnitten
1 Zucchino, in feine Streifen geschnitten
1/2 Fenchel, in schmale Spalten geschnitten
ein paar Stangen grüner Spargel, geviertelt, in dünne Streifen geschnitten
1 EL Olivenöl, 1 EL Butter
1/2 TL Honig (moi: Tessiner Kastanienhonig)
Salz, Pfeffer
1 Schluck Weisswein
1 - 2 El frisch gehackte Petersilie
Rosmarin-Kartoffeln:
pro Person ca. 3 mittelgrosse Kartoffeln mit Schale waschen, halbieren, salzen, ölen und in eine Gratinform geben. Mit einem Rosmarin-Zweig zusammen in den Backofen zum Gitzi geben und ca. 1 Stunde mitgaren.
und los gehts:
Die Gitzi-Keule mindestens 2 Stunden vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen.
Kurz vor dem Anbraten salzen und pfeffern. Einen Bräter mit Butter und Olivenöl aufheizen, die Keule darin von allen Seiten schön goldbraun anbraten. In der Zwischenzeit den Backofen auf O/U-Hitze 200 Grad vorheizen. Wenn die Gitzi-Keule Farbe angenommen hat, kurz herausnehmen und in dem verbliebenen Bratfett Möhren, Zwiebel, Knoblauch und Kräuter kurz anrösten, Gitzi wieder dazu in den Bräter geben, den Wein angiessen,
mit dem Deckel verschliessen und in den Backofen stellen.
In der Zwischenzeit können die Rosmarin-Kartoffeln zubereitet werden und kommen dann auch in den Ofen.
Das Gemüse habe ich auf dem Herd in einem extra Topf zubereitet, einfach angedünstet, bissfest gegart, abgeschmeckt, ein bisschen Honig dran, Petersilie kurz vorm Servieren drüber, fertig.
Nach ca. 45 min probieren, ob das Fleisch schon zart ist. Bei uns hat das allerdings bei ganz milder Hitze 1 1/2 Stunden gedauert. Nach Bedarf immer wieder ein Schlückchen Weisswein angiessen (falls noch etwas übrig ist, denn so ein Kochwein muss zwischendurch immer wieder von den Köchen verkostet werden). Petra gibt noch ein Schlückchen Marsala am Schluss dazu, das werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.
Buon appetito!
Glücklicherweise haben sich die Schlecht-Wetter-Prognosen für das Tessin nicht bewahrheitet und wir überlegen kurz, ob wir draussen im Garten frühstücken können, das war uns dann aber doch ein bisschen zu kühl.
Nach diesem schönen Frühstück wollen wir gemeinsam kochen. Gerhard hat bereits gestern eine schöne Zicklein-Keule bei unserem Lieblings-Metzger gekauft.
Im Tessin ist dies DAS traditionelle Osteressen. Es gibt kaum ein Ristorante, eine Trattoria oder ein Grotto, in dem zur Osterzeit nicht Capretto angeboten wird. Die Zubereitung ist so, wie wir es aus dem Tessin kennen und lieben: Einfach! Mit wenigen, dafür aber guten Zutaten! Weisswein und die typischen Tessiner Kräuter genügen. Ohne viel Drumherum. So ein bisschen Drumherum brauche ich dann aber doch. Während sich der Signore um das Capretto und die Rosmarin-Kartoffeln kümmert, kümmere ich mich um das Gemüse. Frühlingshaft soll es sein. Ich schnippele Möhren, Zucchini, Fenchel und grünen Spargel in feine lange Streifen, dünste diese in Olivenöl an, schmecke ab... und finde es... naja, ganz akzeptabel. Dann fällt es mir ein! DAS i-Tüpfelchen! Schliesslich bin ich hier im Tessin. Kastanienhonig muss es sein! Tessiner Kastanienhonig! Ein Mini-Teelöffel genügt. Das wars! Ecco!
ich nehme für 2 Personen (Reste gibts morgen):
1 Zicklein Keule von ca. 1 kg (beim Metzger den Unterschenkel einschneiden lassen, dann passt es besser in die Casserole)
Salz, Pfeffer
2 Möhren, geschält, in Stücke geschnitten
2 Zwiebel, geschält, in feine Spalten geschnitten
4 geschälte Knoblauchzehen, halbiert
ca. 100 g Butter, ca. 70 ml Olivenöl
2 Zweige Rosmarin
3 Zweige Thymian
3 Lorbeerblätter
1 Zweig Salbei
ca. 200 ml trockener Weisswein (evtl. mehr)
Nachtrag (Variante von Petra): ein Schluck Marsala für die Sauce
für das Gemüse im extra Topf:
1 Möhre, geschält, in feine Streifen geschnitten
1 Zucchino, in feine Streifen geschnitten
1/2 Fenchel, in schmale Spalten geschnitten
ein paar Stangen grüner Spargel, geviertelt, in dünne Streifen geschnitten
1 EL Olivenöl, 1 EL Butter
1/2 TL Honig (moi: Tessiner Kastanienhonig)
Salz, Pfeffer
1 Schluck Weisswein
1 - 2 El frisch gehackte Petersilie
Rosmarin-Kartoffeln:
pro Person ca. 3 mittelgrosse Kartoffeln mit Schale waschen, halbieren, salzen, ölen und in eine Gratinform geben. Mit einem Rosmarin-Zweig zusammen in den Backofen zum Gitzi geben und ca. 1 Stunde mitgaren.
und los gehts:
Die Gitzi-Keule mindestens 2 Stunden vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen.
Kurz vor dem Anbraten salzen und pfeffern. Einen Bräter mit Butter und Olivenöl aufheizen, die Keule darin von allen Seiten schön goldbraun anbraten. In der Zwischenzeit den Backofen auf O/U-Hitze 200 Grad vorheizen. Wenn die Gitzi-Keule Farbe angenommen hat, kurz herausnehmen und in dem verbliebenen Bratfett Möhren, Zwiebel, Knoblauch und Kräuter kurz anrösten, Gitzi wieder dazu in den Bräter geben, den Wein angiessen,
mit dem Deckel verschliessen und in den Backofen stellen.
In der Zwischenzeit können die Rosmarin-Kartoffeln zubereitet werden und kommen dann auch in den Ofen.
Das Gemüse habe ich auf dem Herd in einem extra Topf zubereitet, einfach angedünstet, bissfest gegart, abgeschmeckt, ein bisschen Honig dran, Petersilie kurz vorm Servieren drüber, fertig.
Nach ca. 45 min probieren, ob das Fleisch schon zart ist. Bei uns hat das allerdings bei ganz milder Hitze 1 1/2 Stunden gedauert. Nach Bedarf immer wieder ein Schlückchen Weisswein angiessen (falls noch etwas übrig ist, denn so ein Kochwein muss zwischendurch immer wieder von den Köchen verkostet werden). Petra gibt noch ein Schlückchen Marsala am Schluss dazu, das werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.
Buon appetito!
Labels:
Tessiner Küche,
Tessiner Spezialitäten
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