Montag, 10. September 2012
Schöne Aussicht(en)
Schöne Tage - schöne Aussicht(en)
Mit diesem schönen Video von Stefan und diesen traumhaften Aussichten auf den Lago Maggiore verabschiede ich mich für diesmal aus dem Tessin. Vielen Dank, lieber Stefan.
Morgen geht es wieder nach Hause ins Elsass und hier weiter mit
http://bonjouralsace.blogspot.fr/
Sonntag, 9. September 2012
Grotto Sassalto, Caslano
Grotto Sassalto, via Stremadonne 65, 6987 Caslano, Tel. 091 600 90 94
geöffnet von März bis Dezember, Ruhetage: Montag und Dienstag
Beim Besuch dieses Grottos haben wir unser Erfolgserlebnis gleich bei der Ankunft: Juchhuuuu, wir haben es gefunden! So geht es wohl einigen Besuchern, die zum ersten Mal herauf kommen zu Federica Klausener in das Sassalto. Ein Bilderbuch Grotto - ein Traumblick. Okay, schon alleine dafür lohnt sich die Anfahrt an der belebten Seepromenade von Caslano entlang, dann halbrechts eine schmale Strasse hinauf (ja, da passt wirklich ein Auto hindurch - Daumen drücken, dass kein Fahrzeug entgegen kommt), dann irgendwo ein Schild, das auf das Grotto und den Parkplatz hinweist, ein paar Treppen hinunter in den schönen Garten - und dann wird man mit diesem Blick und dem liebevoll gedeckten Tisch belohnt. Wenn dann noch das Essen stimmt, dann fühlt man sich im siebten Tessiner Himmel.
Dass die Weinkarte excellent ist, daran hatte ich bereits vorab keine Zweifel, Federica Klausener ist die Tochter einer der besten Tessiner Winzer, Fabienne und Eric Klausener, deren raren "Baronessa Rossa" ich hier auch auf der Weinkarte entdecke. Wir haben einen Rückweg von knapp 45 min, dann doch lieber ein leichter Wein, der glasweise ausgeschenkt wird. Die Padrona empfiehlt uns den Tratto Fino der Tenuta San Giorgio der Familie Rudolph in Agno, einen Weißwein aus Bianco di Merlot und Kerner, teilweise im Tank und teilweise im Barrique ausgebaut.
Nach einem Gruß aus der Küche - Frittata mit Kartoffelscheiben und Spinat
gibt es als Vorspeise für mich Insalata di finocchi, arance e menta - Fenchelsalat mit Orangelfilets und Minze, (hätte ich mir etwas weniger süß, sondern deutlich zitroniger angemacht gewünscht)
und für den Signore Vitello Tonnato (eines der besten, die er je gegessen hat)
gefolgt von Trofiette con pomodoro fresco, capperi e olive, hausgemachte Trofiette in einem köstlichen Sugo aus frischen Tomaten, Kapern und Oliven für mich
sowie für Gerhard die Tagesempfehlung: Eglifilets, leicht mehliert, in Butter gebraten, mit Kartoffeln und Gemüse
Die Dessertkarte liest sich sehr verführerisch: Panna Cotta, Semifreddo mit Amaretto, Heidelbeeren mit Sahne, Melonenmousse ... doch das Schokoladeneis war leider aus, der GSS-Test muss auf nächstes Mal verschoben werden, dann müssen wir da halt wieder hin ;-) Und wir kommen gerne wieder, das haben wir dem sympathischen Küchenchef auch versprochen und Versprechen muss man halten.
geöffnet von März bis Dezember, Ruhetage: Montag und Dienstag
Beim Besuch dieses Grottos haben wir unser Erfolgserlebnis gleich bei der Ankunft: Juchhuuuu, wir haben es gefunden! So geht es wohl einigen Besuchern, die zum ersten Mal herauf kommen zu Federica Klausener in das Sassalto. Ein Bilderbuch Grotto - ein Traumblick. Okay, schon alleine dafür lohnt sich die Anfahrt an der belebten Seepromenade von Caslano entlang, dann halbrechts eine schmale Strasse hinauf (ja, da passt wirklich ein Auto hindurch - Daumen drücken, dass kein Fahrzeug entgegen kommt), dann irgendwo ein Schild, das auf das Grotto und den Parkplatz hinweist, ein paar Treppen hinunter in den schönen Garten - und dann wird man mit diesem Blick und dem liebevoll gedeckten Tisch belohnt. Wenn dann noch das Essen stimmt, dann fühlt man sich im siebten Tessiner Himmel.
Dass die Weinkarte excellent ist, daran hatte ich bereits vorab keine Zweifel, Federica Klausener ist die Tochter einer der besten Tessiner Winzer, Fabienne und Eric Klausener, deren raren "Baronessa Rossa" ich hier auch auf der Weinkarte entdecke. Wir haben einen Rückweg von knapp 45 min, dann doch lieber ein leichter Wein, der glasweise ausgeschenkt wird. Die Padrona empfiehlt uns den Tratto Fino der Tenuta San Giorgio der Familie Rudolph in Agno, einen Weißwein aus Bianco di Merlot und Kerner, teilweise im Tank und teilweise im Barrique ausgebaut.
Nach einem Gruß aus der Küche - Frittata mit Kartoffelscheiben und Spinat
gibt es als Vorspeise für mich Insalata di finocchi, arance e menta - Fenchelsalat mit Orangelfilets und Minze, (hätte ich mir etwas weniger süß, sondern deutlich zitroniger angemacht gewünscht)
gefolgt von Trofiette con pomodoro fresco, capperi e olive, hausgemachte Trofiette in einem köstlichen Sugo aus frischen Tomaten, Kapern und Oliven für mich
sowie für Gerhard die Tagesempfehlung: Eglifilets, leicht mehliert, in Butter gebraten, mit Kartoffeln und Gemüse
Die Dessertkarte liest sich sehr verführerisch: Panna Cotta, Semifreddo mit Amaretto, Heidelbeeren mit Sahne, Melonenmousse ... doch das Schokoladeneis war leider aus, der GSS-Test muss auf nächstes Mal verschoben werden, dann müssen wir da halt wieder hin ;-) Und wir kommen gerne wieder, das haben wir dem sympathischen Küchenchef auch versprochen und Versprechen muss man halten.
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Samstag, 8. September 2012
Dort wo die glücklichen Schweine wohnen - Azienda Agricola La Colombera, San Antonino
Azienda Agricola La Colombera, Via al Ticino, Sant' Antonino, Tel. 091 858 21 70
(auf der Via Cantonale Richtung Bellinzona in San Antonino hinter dem Bahnhof abbiegen)
Das ist der Eingang zur Azienda Agricola La Colombera in San Antonio
Nicht ganz einfach zu finden, aber das Suchen lohnt. Denn dies ist eine Einkaufsquelle, die auch einen längeren Umweg lohnt. Hier kann man sehen, dass Tiere artgerecht aufgezogen und gehalten werden. Die beiden oberen Fotos stammen noch von unserem ersten Besuch dort vor einigen Wochen.
Es gibt je nach Verfügbarkeit Rind-, Schwein- oder Kalbfleisch, Ziegenfleisch und daraus hergestellte Würste, Käse, Joghurt, Butter, Eier von glücklichen Hühnern und Getreide, dazu diverse andere biologische Lebensmittel, auch einen selbstgemachten Holunderblütensirup habe ich hier entdeckt.
Da ich ja mittlerweile unter die Brotbäckerinnen gegangen bin, habe ich mich hier auch mit diversen Mehlen und Getreide für die Heimfahrt eingedeckt.
Bei Astrid klick hier und klick hier und bei Katha klick hier gibt es sehr engagierte lesenswerte Posts, die mir aus der Seele sprechen, die zum Nachdenken über unser eigenes Konsumentenverhalten anregen, die aber vor allem nicht in Vergessenheit geraten dürfen; sie passen zu meinem Post über die Azienda Agricola La Colombera mit ihren glücklichen Schweinen.
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Freitag, 7. September 2012
Trattoria Er Pipa, Monte Carasso, Sementina
Trattoria Er Pipa, Monte Carasso
Trattoria Er Pipa, Monte Carasso
El Stradun 23
CH-6513 Monte Carasso (TI), Tel. 091 826 45 03
http://www.erpipa.ch/it/gastroMay.php
Betriebsferien: 1. bis 8. Januar 2013
El Stradun 23
CH-6513 Monte Carasso (TI), Tel. 091 826 45 03
http://www.erpipa.ch/it/gastroMay.php
Betriebsferien: 1. bis 8. Januar 2013
Eine Bilderbuch Trattoria - warum wurde sie bisher noch nicht von Slow Food entdeckt? Der sympathische Andrea Guiliani führt das Er Pipa seit vielen Jahren und vermietet dazu auch einige schöne, preiswerte Zimmer.
Eine angenehm kleine Karte, es wird Wert auf gute, regionale Produkte gelegt und Andrea pflegt auch einen ausgezeichneten Weinkeller. Bei ihm habe ich schon einige, mir bisher unbekannte Tessiner Winzer kennen gelernt. Man muss auch keine ganze Flasche bestellen, hier gibt es die schöne Möglichkeit, mit dem Padrone die Weinauswahl zu besprechen, verrechnet wird dann großzügig das, was getrunken wurde (bei uns ist dann seltsamerweise trotzdem immer die ganze Flasche leer).
Die Zucchiniblüten gab es leider nicht mehr, dafür waren es dann Zucchini-Beignets mit dem köstlichen Crudo
Für Gerhard wie immer hauchdünne Scheiben vom Lardo und Pecorino al Peperoncino.
Für mich gibt es die köstliche Orata mit Kräutern
und Gerhard nimmt ein zweites Antipasto als Hauptgang: Schwertfisch-Carpaccio di Pesce Sparda
Andrea empfiehlt uns als Wein Loero 2011, einen Bianco Ticinese der Cantina il Cavaliere von Roberto Belossi, einem aufstrebenden Tessiner Winzer, über den ich bereits klick hier berichtet habe.
Der Loero hat seinen Namen von den beiden Söhnen des Winzers, Lorenzo und Eros, und besteht zu 60 % aus Doral, 35 % Chardonnay und 5 % Sauvignon. Er weist, anders als die beiden anderen reinsortigen weißen Merlots von Signor Belossi, Lansilò und Gambarogno Bianco einen etwas höheren Alkoholgehalt auf. Doch sogar Gerhard hat dieser Wein trotz des hohen Chardonnay-Anteils ausgezeichnet geschmeckt.
Der Loero hat seinen Namen von den beiden Söhnen des Winzers, Lorenzo und Eros, und besteht zu 60 % aus Doral, 35 % Chardonnay und 5 % Sauvignon. Er weist, anders als die beiden anderen reinsortigen weißen Merlots von Signor Belossi, Lansilò und Gambarogno Bianco einen etwas höheren Alkoholgehalt auf. Doch sogar Gerhard hat dieser Wein trotz des hohen Chardonnay-Anteils ausgezeichnet geschmeckt.
Opera sotto le stelle - Opernvergnügen unter dem Sternenhimmel
Normalerweise schlafe ich um diese Uhrzeit schon längst, doch es gibt Abende, da bin ich so bewegt über all die schönen Erlebnisse des Tages, da kann ich noch nicht schlafen. An Abenden wie diesen muss ich all das Wunderbare, das ich erlebt habe, erst aufschreiben.
Heute Abend fand im Hotel Eden Roc in Ascona die Nacht der Tenöre statt. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen begann dieser Abend mit dem Apéritif und dem anschließenden Konzert auf dem weitläufigen Bootssteg des Hotels.
Die drei Startenöre Aldo Bertolo, Andrea Cesare Coronella und Ramtin Ghazavi lassen weltbekannte Melodien aus Opern von Verdi und Puccini erklingen, teilweise mit Humor interpretiert, doch immer mit so viel Können, dass alle Zuhörer in ihren Bann gezogen wurden (ich bin sicher, dass man über den jungen Ramtin Ghazavi noch viel hören wird). Dazu die traumhafte Kulisse des Lago Maggiore, des Geräusch des Wassers und dann diese drei stimmgewaltigen Herren, ich war einfach nur hin und weg.
Im Anschluss an das musikalische Vergnügen wurde im Restaurant Eden Roc ein 5-gängiges Menu serviert, das zu dem Gesamtpaket Apéro, Konzert, Diner gehörte.
Nach einem Artischockensalat mit Kräutern und einem halben Hummer mit Feigenvinaigrette
folgen gegrillte Jakobsmuscheln im Kürbissud:
Ein Risotto Loto aus Ascona mit Steinpilzen und gebratenes Hirschmédaillon mit Wacholder bilden den Zwischengang
vor dem Rindsfilet mit Polentakruste und Saisongemüse. Als süsser Abschluss wird ein Stracciatella Mousse mit Williamsbirnen-Ragoût und Brombeersorbet serviert.
Mittlerweile war es doch ziemlich dunkel, das perfekt gebratene Rindsfilet wurde leider nicht im geringsten perfekt fotografiert und kann hier leider nicht gezeigt werden ;-) Ausgezeichnet geschmeckt hat es trotzdem.
Auf das Dessert haben wir dann verzichtet - es ist mittlerweile schon reichlich spät und außerdem wurden wir erwartet von unserem Kapitän Hannes, denn das war das weitere Highlight dieses Tages: die Anreise zu diesem Event mit dem Lago Taxi über den See. Los ging es in Magadino am Hafen bis nach Ascona
und später abgeholt wurden wir wieder von unserem zuverlässigen Lago-Kapitän in Ascona an der Seven Sea Lounge.
und dann ging es unter dem Sternenhimmel zurück nach Magadino. Es war einfach nur schön! Wer so etwas Wundervolles auch mal erleben möchte, muss warten bis nächstes Jahr, am ersten Donnerstag im September gibt es im Hotel Eden Roc wieder die Opera sotto le stelle. Wer mit dem Lago-Taxi fahren möchte, kann das gleich tun, einfach bei Kapitän Hannes anrufen unter Tel.Nr. 079 435 20 30
So, und jetzt gehe ich träumen, vom Sternenhimmel, von Tenören und Kapitänen und vor allem von meinem Mann, der die wundervolle Idee für diesen Sommernachtstraum hatte.
Mittwoch, 5. September 2012
Ankommen im Grotto Pini, Biasca
Grotto Pini, Biasca, Via ai Grotti
Grotto Pini, Biasca, Via ai Grotti, Tel.
091 862 12 21
täglich geöffnet, jedoch dieses Jahr nur noch bis zum 5. Oktober, dann gehts erst wieder weiter ab 29. April 2013
091 862 12 21täglich geöffnet, jedoch dieses Jahr nur noch bis zum 5. Oktober, dann gehts erst wieder weiter ab 29. April 2013
Für uns beginnt der Tessin-Urlaub spätestens dann, wenn wir den Gotthard-Tunnel verlassen haben und uns in einem der urigen Grotti an einem Steintisch unter einem schattigen Baum niederlassen können. Da wollen wir dann auch nichts Großartiges essen, eine einfache Minestrone oder ein Teller mit gemischten Tessiner Wurstwaren genügen, dazu ein Glas Wein und ein Stück des köstlichen Brotes. Mittlerweile haben wir schon viele solcher Grotti entdeckt, die nicht allzu weit von der Autobahnausfahrt entfernt liegen und einfach anzufahren sind. Dazu gehört unbedingt das Grotto Pini, das wir schon seit einigen Jahren kennen und das von der sympathischen Maria und ihrem Mann geführt wird.
Schon die ganze Fahrt über haben wir uns auf den schönen frischen grünen Salat und die aromatischen Tomaten gefreut und dazu Affetato Misto - die tessiner Wurstwaren, die es hier in ausgezeichneter Qualität gibt. Maria hat eigene Tiere, die sie bei einem Metzger in Biasca verarbeiten lässt. Und diese Qualität schmeckt man.
Dazu ein Stückchen des guten Alpkäses und ein Schlückchen Merlot - und jetzt sind wir im siebten Himmel im Tessin angekommen.
Freitag, 10. August 2012
Mit Feuerwerk in die Sommerpause
Mit diesem Foto vom Feuerwerk am 1. August verabschiede ich mich in die Sommerpause. Ab September geht es hier wieder weiter. Bis dahin besucht mich doch im Elsass bei
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Dienstag, 7. August 2012
Verriss oder Verschweigen? Wie handhabt ihr das?
Vor ein paar Tagen war es im Tessin noch sehr heiß und schwül. Bei solchen Temperaturen sitze ich gerne am Porto Patriziale von Ascona im Ristorante Vela Bianca, dessen weißes Sonnensegel man von weitem schon erkennen kann. Dort sitzt es sich angenehm, man trinkt ein Glas und schaut den Bootsfahrern zu, die ihr Boot startklar zum Ausfahren machen. Dabei hätten wir es auch bewenden lassen sollen.
Irgendwann dann doch ein Blick in die Speisekarte. Ein unmotivierter Kellner kann einem schon den Spaß verderben. Obwohl nur wenige Tische besetzt waren, liess er uns ziemlich lange warten und die professionelle Freundlichkeit wurde erst gezeigt, als es ans Bezahlen der Rechnung ging. (Doch da war bei mir das Maß schon überschritten: Ich gebe gerne und großzügig Trinkgeld, wenn wir freundlich und zuvorkommend bedient werden - andernfalls auch schon mal: NICHTS!
Ti saluto Ticino ist mein ganz persönliches kulinarisches Reisetagebuch. Restaurants, in denen wir gegessen haben, aber nicht zufrieden waren, werden hier nicht aufgeführt. Über kulinarische Entgleisungen und lieblos auf den Teller geworfene, mit Aromaten bestreute Gerichte schweige ich mich normalerweise aus.
Warum das Vela Bianca trotzdem hier erwähnt wird? Zum einen, weil wir dort auch schon früher ausgezeichnet gegessen haben und äußerst zuvorkommend bedient wurden, und zum anderen wegen dieser Daurade, die perfekt gegrillt und angenehm gewürzt war:
Gerhard hatte ein Thunfisch-Carpaccio - ein paar Scheiben Tonno mit rosa Pfeffer-Beeren, ertränkt in Olivenöl - das musste nicht unbedingt fotografiert werden.
Wie handhabt ihr das? Verriss oder Verschweigen?
Montag, 6. August 2012
Giardino Lago, Minusio
Giardino Lago, Via alla Riva 2, Minusio (bei Locarno), Tel. 091 786 95 95,
bis 21. Oktober durchgehend geöffnet, ab 22. Oktober 2012 bis 31. März 2013 von Mittwoch bis Sonntag geöffnet.
Betriebsferien vom 7. Januar bis 1. Februar 2013
Eigentlich wollten wir nur ein "Cüpli" trinken gehen - Gerhard schlägt das Giardino Lago vor. Da waren wir kurz nach der Eröffnung schon mal zum Essen (klick hier). Heute sollte es wie gesagt nur auf ein Cüpli sein.
Wir sitzen auf der schönen Terrasse, die vom See nur durch einen schmalen Spazier- und Radfahrweg getrennt ist und lassen es uns gut gehen. Gerhard möchte lediglich einen ganz kurzen, informativen Blick in die Speisekarte werfen. Ich hatte vorher schon am Eingang mal einen Blick auf die draußen hängende Karte geworfen und mir gedacht, dass sich das alles wieder sehr verheißungsvoll liest. Aber wir wollten ja nur ein Cüpli trinken.
Doch gegen einen kleinen Teller gemischten Salat ist ja nichts einzuwenden:
Sehr schön, das merke ich mir zum Nachbasteln: diverse gemischte Blattsalate, Streifen von Salatgurke und gelbe Paprika, Radieschenscheiben, Basilikum, halbierte kleine gelbe, rote und schwarze Tomaten und eine Mischung aus Kürbiskernen, Sonnenblumen, Leinsamen und Sesam.
Hausgemachte Spaghetti all guazetto di astice e pomodorini - wunderbare, al dente gegarte Pasta mit einer sehr aromatischen Hummer-Tomaten-Sauce,
plötzlich stehen sie vor mir... wer hat denn die bestellt?
Auf wundersame Weise steht vor Gerhard auch ein Teller mit Kartoffel-Wedges und dem Giardino-Burger. Wenn es nun schon mal da ist....
Auf Eis und den GSS-Test wird allerdings verzichtet, das holen wir beim nächsten Mal nach. Dann nehme ich auch wieder meine Knipsi mit - diesmal war ich nicht darauf vorbereitet, denn wir wollten ja nur auf ein Cüpli ... Diese Fotos sind von meinem i-phone aufgenommen und daher nicht ganz so gut gelungen.
Sonntag, 5. August 2012
Slow Food schwärmt - und wir schwärmen ab jetzt auch von diesem Traum-Grotto
Grotto Canvett, Semione, Valle di Blenio
Tel. 091 870 21 21 oder 078 625 48 77, Ruhetag Mittwoch, geöffnet von März bis Dezember (je nach Wetterlage)
Im Slow Food Guide Osterie d'Italia sind (fast) alle Tessiner Adressen von uns schon ausprobiert. Die jetzt in der Ausgabe 2012/13 neu aufgenommen Empfehlungen werden wir so nach und nach auch noch abarbeiten ;-. Wie z.B. heute das Grotto Canvett im Valle di Blenio.
Dieses Grotto ist auch eine Empfehlung für Italien-Reisende, die abseits der Autobahn eine gute Adresse für eine Rast suchen, denn ab Autobahnausfahrt Biasca sind es gerade mal 10 Minuten bis nach Semione. Im Ort findet sich auf der linken Seite ein Hinweisschild bis zu diesem Grotto. Die Highheels empfehle ich dringend im Auto zu lassen, der kleine ansteigende Pfad, der vom Parkplatz zur Osteria führt, ist besser mit festem Schuhwerk zu bewältigen.
Das Grotto scheint ein reiner Familienbetrieb zu sein. Bei unserer Ankunft war der Großvater damit beschäftigt, die Bänke nach einem Regenguß trocken zu reiben (was sich dann später als unnötig herausstellte), in der Küche steht Alfreda Caprara Chiecchi, ihr Mann im Service und die beiden Söhne kommen auch noch zum Einsatz - davon dann später.
Es gibt Polenta in vielen Variationen, u.a. mit Alpkäse gratiniert oder mit dem Pepe di Valle Maggia, Olivenöl und Parmesan oder Polenta mit Rindsschmorbraten, mit Kaninchen und... Hausgemachte Gnocchi, mit Butter und Salbei oder mit Tomatensauce.
Wir teilen uns zum Auftakt ein paar Scheiben der köstlichen Mazze: Salami, Coppa, Schinken, Pancetta und die Tessiner Mortadella
einen gemischten, knackfrischen Salat:
Dann gibt es für die Signora Parmigiana di Melanzane - Auberginen-Tomaten-Gratin:
und für den Signore Rindsschmorbraten - Brasato - und weil er keine Polenta mag, bekommt er Tagliatelle:
(Irgendwann muss ich mal zählen, wie viele Fotos von Brasato es bereits auf diesem Blog zu sehen gibt - das ist das Lieblings-Tessiner-Gericht von Gerhard.)
Getrunken haben wir diesen Wein, einen weißen Merlot aus dem Tal, eine sehr interessante Neuentdeckung. Den Winzer würde ich gerne beim nächsten Mal besuchen:
Es beginnt heftig zu regnen, ein Gewitter setzt ein (Akela, der bisher ruhig unter dem Tisch lag, wird etwas unruhig) - huch, und wieee das regnet. Schnell zieht der Padrone den für solche Fälle vorgesehenen Regenschutz vor und wir sitzen gemütlich an unserem Tisch und trinken noch ein Schlückchen.
Alfreda Caprara-Chieecchi, die excellente Köchin, kommt an unseren Tisch. Wir unterhalten uns ein wenig über ihre Lieferanten, die auch für die jeweiligen Produkte auf der Speisekarte vermerkt sind. Signora Caprara legt größten Wert auf Regionalität, auf hochwertige, der Saison entsprechende Produkte und möglichst aus biologischem Anbau müssen die von ihr verarbeiteten Produkte auch sein.
Jetzt gerade beim Schreiben fällt mir die Namensgleichheit der Signora Caprara mit unserem Weinproduzenten auf - Zufall oder gibt es da eine Verbindung? Das muss ich beim nächsten Besuch unbedingt erfahren.
Es gießt noch immer, wir leeren auch den restlichen Wein und bestellen Dessert:
Für wen wohl? Diesmal ohne die GSS, denn es ist nicht hausgemacht, im Gegensatz zu den restlichen Desserts wie warmes Schokoladentörtchen mit Vanilleeis, Tiramisu, Zabaione all' Amaretto
und die göttliche Crème Brûlée, die - und jetzt kommen die Söhne zum Einsatz, denn das ist deren Aufgabe, die sie voller Stolz ausführen - mit einem Spezialgerät am Tisch vor den Gästen karamellisiert wird:
Zum Abschluss noch ein paar Impressionen:
Samstag, 4. August 2012
Verführung pur im Ristorante La Brezza, Hotel Eden Roc, Ascona
Ristorante La Brezza, Hotel Eden Roc, Ascona
Tel. 091 785 71 71
Wie bei meinen vorigen Besuchen (klick hier und klick hier) kommen auch diesmal auf den Tisch: diverse hausgebackene kleine Brötchen mit Grissini, dazu Tapenade, konzentrierter Tomatensugo, Olivenöl und Kräuter-Limetten-Butter
Den Auftakt bildeten ein Stück lauwarme Quiche und Vichysauce (kalte Lauch-Kartoffel-Suppe):
Dazu ein Glas Bianco Ticinese, Castello di Contone, Angelo Delea, Tessin
Es geht weiter mit tonno servito con agrumi e insalata di alghe wakame
Tunfisch mit Zitrusfrüchten und Wakame-Algensalat
dazu ein Glas Novaserra, Greco di Tufo 2010 Mastroberadino, Kampanien
gefolgt von manciata di pomodori ticinesi accompagnati da burrata di andria
bunte Tessiner Tomaten mit Burrata di Andria
Dann kommt das Highlight des Abends: zuppetta rinfrescante alle ciliegie con fegato d‘anatra
geeiste Kirschsuppe mit Entenleber. Ein profaner Name für eine Traum-Kreation. Ein Würfel Entenleber, flankiert von zwei mit dunkler Schokolade überzogenen Kirschen, leicht umgossen von einer kalten Kirschsuppe, dazu eine Nocke Enten-Leber-Eis.
dazu ein Glas edelsüsser Wein: Millefiori Passito 2009, Agriloro, Tessin
Kir Royal als Sorbet:
ravioli ripieni al coniglio con gallinacci, pinoli, parmigiano, prezzemolo italiano & albicocche
Kaninchenraviolo mit Pfifferlingen, Pinienkernen, Parmesan, Petersilie und Aprikosen
dazu ein Glas argentinischer Chardonnay: Riserva Chardonnay 2007, Terrazas de los Andes, Lujàn de Cuyo - Mendoza
trota salmonata di fiordi con fagioli eda mame, agrumi & emulsione al vino di riso con lime
Fjordlachsforelle mit Edamame-Bohnen, Zitrusfrüchten und Reiswein-Limettendressing:
filetto di manzo irlandese in cappello di midollo con verdure ticinesi
rosa gegartes irisches Rindsfilet unter der Markhaube mit Tessiner Gemüse:
dazu ein Glas Carabantes 2008, ein chilenischer Rotwein aus Syrah, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot
Das Pre-Dessert: ein kleiner Nektarinensalat
flan di cioccolato al latte felchlin
ganache al caramello & vaniglia, lamponi & gelato al latticello
Felchlin Milchschokoladen-Flan mit Vanille-Karamelganache, Himbeeren und Miilcheis
Ein weiteres Highlight dieses Abends war für mich, als mir Giovanni Ferraris anbot, Rolf Krapf in der Küche zu besuchen.
Küchenchef Rolf Krapf, der mich mit seiner leichten, mediterranen Küche und Kreativität beeindruckte, erkochte für das La Brezza 16 Gault Millau Punkte. Mir ist unverständlich, warum noch immer ein Michelin-Stern auf sich warten lässt.
Ein herzliches Dankeschön an diese beiden Herren und ihr Team für den wundervollen Abend.
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