Freitag, 10. September 2010

Ristorante La Chiesa, Via del Tiglio 1, Locarno-Monti Tel. 091 752 03 03

Ristorante La Chiesa , Locarno Monti, Montag geschlossen


Im siebten Himmel ... in einzigartigem Ambiente.... So steht es auf der Homepage von Claudio Borsoni. Ja, genau so haben wir uns heute gefühlt: ein traumhaftes Ambiente, eine wunderbare Küche, doch erstmal von Anfang an: Bevor ich für heute Mittag reserviert habe, wurde erstmal eingehend die Homepage studiert, die sich tatsächlich - was leider immer noch selten vorkommt - auf dem neuesten Stand befindet, d.h. bereits beim Lesen der wirklich aktuellen Karte konnte ich mich auf die Genüsse, die uns erwarten einstimmen.

Bei der Anfahrt über Orselina Richtung Monte Bré fiel uns auf, dass es mittlerweile hier nur so von Baustellen wimmelt. An jeder noch freien Ecke findet sich ein Baukran und überall werden Eigentumswohnungen (die erst im Entstehen begriffen sind) angeboten. In Locarno Monti angekommen befindet sich der Eingang zu "La Chiesa" direkt neben der Kirche rechts. Um in den traumhaften Garten zu gelangen, kommt man an der Weinbar mit der großen Tafel, auf der die (beeindruckende) Auswahl der derzeit offen angebotenen Weine notiert ist, vorbei. Die Granittische im Garten, eine sehr moderne Ausstattung und Farbwahl, eine bequeme Bestuhlung... wie schon auf der Homepage beschrieben 'in einzigartigem Ambiente' und wir fühlen uns sofort wohl.
Heute Mittag wäre eine Reservierung nicht unbedingt erforderlich gewesen, es gab noch genügend freie Tische, wahrscheinlich läuft das Hauptgeschäft abends, was ich mir auch sehr gut vorstellen kann mit diesem traumhaften Blick auf das Lichtermeer und den Lago Maggiore.


Als Amuse Bouche wird uns ein Würfel Thunfisch auf kleinem asiatischen Salat serviert... eine perfekte Einstimmung auf die kommenden Genüsse. Das Menu, das uns vom sehr zuvorkommenden Kellner erläutert wird, darf auch gerne einzeln bzw. als einzelne Komponenten daraus bestellt werden, heute gab es:
 
Wir entschieden uns jedoch für die à la carte angebotenen Genüsse: für Gerhard als Vorspeise: Insalata di Formentina con speck e uva alla grappa
und ich mich für eine wunderbare Komposition Millefoglio di polipo, ruccola e ships di prosciuto Serrano, traumhaft, vor allem durch die knusprigen ´Schinken-Chips, die dies erst zum Ganzen werden liessen.

 
Gerhard hatte als Secondo Lust auf eine zweite Vorspeise: Tartar vom Kalbfleisch und Wachtelspiegelei mit Sommertrüffel und Kartoffel-Suppe, sowohl optisch als auch sensorisch ein Genuss (ich weiss wovon ich spreche - natürlich durfte ich probieren)
Nicht ganz so geglückt diese Aufnahme, aber trotzdem sollte diese Komposition festgehalten sein.
 
Ich hatte als Hauptgericht Gamberoni "Piri-Piri" mit Knofi, Peperoncini, waaahnsinnig gutem Olivenöl und schwarzem, zitronig-schmeckenden Reis... hmmm.....
 Signor Borsoni, ist zwischendurch immer wieder präsent und umsorgt uns ebenso aufmerksam wie der sympathische junge Mann im Service.

Die Weinauswahl ist bereits beeindruckend, doch wird auf der Karte darauf hingewiesen, dass dies noch nicht die endgültige Auswahl sei - wir dürfen auf weitere interessante Angebote gespannt sein.

Ich war sowohl vom Ambiente, vom Service als auch von der Leistung der Küche begeistert.... da komm' ich gerne wieder hin!

Nachtrag 2015: : Claudio hat das La Chiesa verlassen, seit Juli 2015 kocht hier Peter von Bosch - ich werde berichten.....

Donnerstag, 9. September 2010

schlechtes Wetter - schlechtes Essen

Blick nach Ascona zum Porto Patriziale

Nachdem es vorgestern bereits Bindfäden regnete, ging es gestern noch viel nasser weiter. Wir beschlossen zu Hause zu kochen, die Idee war gut, die Grundzutaten stimmten, doch das Endergebnis war nicht zufriedenstellend.   Kalbsleber mit Zwiebeln und Salbei, Rosmarin-Kartoffeln und grüne Bohnen - darauf hatte Gerhard Lust. Es gibt Tage, da hat man einen Riesenaufwand in der Küche, unzählige Töpfe und Pfannen sind in Gebrauch, doch das Endergebnis steht leider in keinster Relation zum betriebenen Aufwand. Deshalb gibt es davon kein Foto und kein Rezept, dann besser noch ein wolkenverhangenes Foto:

Blick auf die Bucht von Locarno

Dienstag, 7. September 2010

Trattoria Er Pipa, Monte Carasso

Trattoria Er Pipa, Monte Carasso, Tel. 091 826 45 03, Mittwoch und Sonntagmittag geschlossen

Es giesst in Strömen, was gibt es da Schöneres, als sich mit lieben Freunden zu einem Essen zu treffen. Wir waren heute mit Liane und Arno im Er Pipa, über das ich schon hier im blog berichtet habe. Wir und alle, die wir bisher hierhin mitgenommen haben, sind immer wieder begeistert von dem herzlichen Empfang und der schon fast familiären Atmosphäre - genau das richtige, was uns heute gut tut. Der Padrone erzählt mir gleich, er habe einen neuen Weisswein, den ich unbedingt probieren müsse... na klar, machen war doch! Und dann war dieser Wein auch noch sooo gut, dass er perfekt zu unserem Essen passte... wir brauchten unbedingt ein zweites Fläschchen und so bin ich den von mir sehr geschätzten Weinen von Settemaggio, die ich sonst hier trinke, untreu geworden. Er empfahl uns einen Chardonnay 2009 von Pelossi, erzählte, der sei im Barrique ausgebaut - ... und Gerhard schaute schon ein wenig grimmig, mag er doch nun Chardonnay schon nicht so gerne ... und dann noch im Barrique ausgebaut, nein! Ich setzte mich darüber hinweg, der Padrone kennt meinen Weingeschmack und wird schon wissen, warum er mir diesen Wein empfiehlt. Glücklicherweise stellt sich heraus, dass der Wein nicht im Barrique, sondern in Edelstahlfässern ausgebaut wurde; dies trug auch dazu bei, dass sich die Skepsis meines Mannes legte und er begeistert noch "ein paar Schlückchen" zu sich nahm.

Ach ja, zum Essen waren wir ja gekommen.... köstlich! Der Padrone weiss, dass ich seine hausgemachten Pasta schätze, vor allem die Tagliatelle mit Artischocken. Auch heute empfiehlt er uns hausgemachte Tagliatelle mit Tomaten und frischen Kräutern, Gnocchi, ...und ... Ja, und wenn wir uns nicht entscheiden können, gerne auch eine Auswahl als Tris di Pasta. Ich entscheide mich jedoch diesmal für die Orata alla mediterranea und vorweg den köstlichen Parmaschinken mit marinierten Artischocken und war höchst zufrieden.

Beim Servieren der Orata war ich so gefesselt, dass ich vor lauter Begeisterung vergass, diese zu fotografieren, man sehe es mir nach.

Doch dann beim Dessert fand ich zu meiner Beherrschung zurück (naja, fast. Auf dem Foto sieht man es... schon ein bisschen angeknabbert, bevor mir einfiel, dass ich die Kamera zücken wollte): hausgemachte Kuchen nach Rezepten von der Nonna - und für die ganz Gierigen gibt es sogar eine kleine Variation davon: Torta di Limone (begossen mit Limoncello), Torta della Nonna (gefüllt mit Vanillecreme und bestreut mit Pinienkernen und Puderzucker) und Torta ciocolato, für Gerhard eine kleine Entschädigung für sein Schokoladeneis, das es hier leider nicht gibt.

Danach noch Espresso und ich wurde schon wieder in Versuchung geführt: hausgemachter Grappa "Von der Pergola" ;-) das musste ich probieren... oh jeh, der war heftig... ein kleines Schlückchen, der Rest kam in den Espresso, was ihn allerdings nicht weniger stark machte - und ich schlief auf dem Heimweg ein kleines bisschen ....

Ristorante Roccobello, Gerra-Gambarogno

Ristorante Roccobello, Gerra-Gambarogno, Tel. 091 794 16 19

Nachtrag 2019: Das Ristorante hat das Konzept verändert und nur noch an bestimmten Tagen bzw. auf Vorbestellung geöffnet. Schaut am besten auf der Homepage nach: klick hier

Das Roccobello gehört zu den Restaurants hier am Gambarogno, für die sich auch die Anfahrt von Brissago oder Ascona aus lohnt. Doch ohne Reservierung geht hier nichts. Auch diesmal wieder ein voll besetztes Lokal, wir werden trotzdem schnell und umsichtig von Signora Rüegg bedient. Ernesto werkelt in der offenen Küche, im Ofen brutzeln die Güggeli mit Rosmarin und verbreiten einen unglaublich guten Duft. Da ist es schon klar, was ich mal wieder essen werde:

Zu den Güggeli werden wahlweise knusprig gebratene kleine Kartoffeln, Nudeln oder Reis und Gemüse serviert. Ich hatte als Vorspeise noch einen Salat mit einer ausgezeichneten Vinaigrette, die ich hier immer sehr geniesse. Dazu, mal wieder als Wiederholungstäter, den Rosato von Matasci, der soooo gut zu diesem knusprigen Geflügel passt.

Die Karte hat ein paar Klassiker, die nicht fehlen dürfen, dazu gehören die hausgemachten Pasta, allen voran die Ravioli oder wenn Gnocci auf der Karte stehen, unbedingt zugreifen. Ansonsten, weil jetzt gerade die Saison dafür ist, Steinpilze, entweder mit Tagliatelle oder Kalbs-Paillard. Bei einigen Gerichten spürt man auch einen leichten asiatischen Einschlag - Ernesto ist ein Fan der leichten Thai-Küche. Auf Vorbestellung (für mindestens 4 Personen und mindestens 4 Tage im voraus) gibt es auch ein Thai Menü, das ich gerne mal ausprobieren würde, doch leider kann ich Gerhard dafür nicht begeistern und so ist es hier wie manchmal beim Skat-Spielen: Der vierte Mann fehlt!

Die Desserts, an denen ich ja bekanntlich meistens vorüber gehe, sind ebenfalls sehr empfehlenswert, vor allem wenn wieder eines der excellenten - natürlich hausgemachten - Parfaits oder Sorbets auf der Karte steht.

Montag, 6. September 2010

Für's Ankommen, gleich hinter'm Gotthard: Grotto Pini, Biasca, Via ai Grotti

Grotto Pini, Biasca, Via ai Grotti, Tel. 091 862 12 21
täglich geöffnet, mittags und abends, von Mitte April bis Mitte Oktober (je nach Wetterlage)


Juchhuuuuu, wir sind wieder hier! Gestern Mittag sind wir angekommen und haben uns gleich auf die vor uns liegenden Tage richtig eingestimmt im Grotto Pini. So kann der Urlaub beginnen. Die sympathischen Inhaber Maria und Walter Pini begrüssen uns freundlich. Wer Akela gleich zur Begrüssung unaufgefordert eine Schüssel Wasser bringt, hat bei mir ohnehin schon gewonnen. Wir sitzen im Garten, angenehm schattig unter großen Bäumen an langen Granittischen und wählen aus der kleinen Karte wie üblich eine Platte mit den ausgezeichneten Wurstwaren. Immer dabei ist der superzarte, würzige Schinken, dann Salami, Mortadella nostrana, Pancetta und je nach Angebot noch ein oder zwei zusätzliche Sorten. Das Fleisch stammt von eigenen Tieren, das Maria bei einem Metzer in Biasca verarbeiten lässt. Dazu hatte ich einen Teller mit grünem Salat und herrlichen Tomaten mit etwas Basilikum. Auch das sehr gute Angebot an Käsen stammt aus der Gegend, besonders mögen wir den Formagella Grassa.

Immer auf der Karte finden sich sehr gute Minestrone, geräucherte oder marinierte Forellenfilets und kalt aufgeschnittenes Roastbeef, an warmen Gerichten wird ein Kalbsbraten angeboten. Bisher sind wir hier immer spontant eingekehrt, eine Reservierung war selbst Sonntagmittag noch nicht erforderlich. Wenn man allerdings die von Maria frisch zubereiteten Patate e Mascarpa (Kartoffeln mit frischem Quark) essen möchte, geht dies nur auf Vorbestellung.

Für uns ist das sympathische Grotto immer wieder einen Besuch wert und eine schöne Einstimmung auf vor uns liegende Ferientage.

Samstag, 7. August 2010

Seven Easy und meine Lieblingspizza

Abschiedsessen in Ascona, egal, wie lang oder wie kurz wir im Tessin verweilten, ist mittlerweile Tradition geworden. Wenn mir nach Pizza ist, richtig dünn und  knusprig und mit einem Rand, der dunkle Blasen wirft, kenne ich hier schon so ein paar Stellen, wenn mir aber zudem noch nach Frutti di Mare ist, und das auch noch auf der Pizza, dann gibt es nur das Seven Easy, ich glaube, das Foto spricht für sich:


Die Calamaretti saftig, Tomatensugo aromatisch ...  und dazu dann ein Schlückchen Merlot Rosso, es darf ruhig der offene sein, der ist von Delea eigens für das Seven abgefüllt.

Morgen geht es leider wieder nach Hause - warum fällt es mir diesmal so besonders schwer?.... bis demnächst ....

Osteria Brack, Gudo

Osteria Brack, Gudo, Tel. 091 859 12 54,
nur abends geöffnet, geschlossen von Dezember bis Febr./März und dienstags und mittwochss
www.osteriabrack.ch


Es gibt Menschen, die sind einem von der ersten Sekunde an sympathisch, so erging es mir mit Marco Brack. Wir kommen an und sofort dieses gewinnende Lächeln... ja, und dann fühlt man sich sofort angekommen und überaus wohl. Dazu trägt natürlich auch das schöne Ambiente bei, wir hatten Glück, es war ein warmer Sommerabend und wir konnten auf der Terrasse sitzen. Die Karte angenehm klein gehalten, ein paar Vorspeisen, darunter Carpaccio vom Hirsch mit Parmesanspänen:

und marinierte Felchenfilets und hausgebeizter Lachs:
Ich entschied mich für Meeresfrüchte-Salat, eine Tagesempfehlung, mit traumhaft zartem Pulpo und Garnelen

und dann kam's: warum hier alle hinpilgern und womit sich Marco Brack seinen Ruf als Pasta-Pabst erworben hat:
Composizione di Pasta!!!!
Fünf Sorten, selbstverständlich hausgemachte Pasta auf einem Teller vereint: auf der Zunge zergehende Cicche del nonno (kleine, grüne, etwas mehr als kaperngroße Gnocchi mit Spinatteig), traumhaft zarte Gnocchi mit Tomatensugo, Ravioli - jeweils mit Fleisch- und Ricotta-Füllung, und Paglia e Fieno (Heu und Stroh, weisse und grüne dünne Tagliatelle mit Panna und Lachs, ein Gedicht.

Dazu tranken wir einen wundervollen Weisswein aus Gudo von der Tenuta Sasso Chierico, Merlot mit einem geringen Anteil Chardonnay, der auch Gerhard ausgezeichnet schmeckte.

Spätestens jetzt weiss ich, warum ich so hartnäckig war und nach fünf erfolglosen Versuchen, einen Tisch zu reservieren, noch nicht aufgegeben hatte. Ein schöneres Geburtstagsessen hätte ich mir nicht vorstellen können.

Ein wunderschönes Geburtstagsfrühstück


Der gestrige Tag war sooo wundervoll, der muss festgehalten werden. Yannick und Caro haben uns in ihre ganz in unserer Nähe gemietete Ferienwohnung zum Frühstück eingeladen und haben mir damit eine Riesenfreude gemacht.


Es gab all die leckeren Sachen, die ich zum Frühstück so liebe und die die Beiden sehr liebevoll angerichtet haben: Lachs, Parmaschinken, Käse, und vor allem
Rührei mit Tomaten, Basilikum und Parmesan... hhhmmmm
Abends haben wir dann die Feier in der Osteria Brack in Gudo fort gesetzt, was gleich anschliessend gepostet wird.

Freitag, 6. August 2010

Meine Ferienküche: Vitello Tonnato

Vitello Tonnato ist eines meiner Lieblings-Sommergerichte und eignet sich in idealer Weise zur Gästebewirtung, da es sich sehr gut vorbereiten lässt und ohnehin am besten schmeckt, wenn es einen Tag durchgezogen ist. Das Fleisch kann ich sogar schon einen weiteren Tag im voraus zubereiten und nach dem Abkühlen in Folie eingewickelt im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen, dann lässt es sich auch besser aufschneiden.

So, ich nehme eine schöne Kalbsnuss, würze mit Salz und Pfeffer und nein, ich koche sie nicht, sondern brate sie in Olivenöl an. Danach kommt sie in den Ofen und wird so lange gegart, bis sie innen noch leicht rosa ist. Gut abkühlen lassen, am besten über Nacht und dann mit der Aufschnittmaschine in dünne Scheiben schneiden.

Für die Sauce verwende ich eine Mayonnaise, die im Zauberstab blitzschnell zubereitet ist. Dazu ca. 400 ml sehr mildes Olivenöl, ein ganzes! Ei, 2 Esslöffel Zitronensaft, 1 Esslöffel Weisswein-Essig, 1 EL Dijon-Senf und Salz und Pfeffer aufschlagen.

In ein weiteres Gefäss ca. 150 g Thunfisch (beste Qualität, in Olivenöl extra vergine) 3 Anchovisfilets, 1 - 2 Esslöffel Kapern geben und mit dem Schneidstab glatt pürieren, evtl. zusätzlich noch mit etwas Weisswein verdünnen und dann mit der Mayonnaise mischen.

In einer flachen Schale eine dünne Schicht Tonno-Sauce ausstreichen, darauf eine Lage dünne Kalbfleischscheiben, diese wiederum mit der Sauce bestreichen und so weiter... bis Fleisch und Sauce aufgebraucht sind. Mit Zitronen und Kapern garnieren (ich habe zusätzlich noch mit ein paar Blüten vom Pfirisch-Salbei garniert) und dann bis zum nächsten Tag durchziehen lassen. Auf diese Art mariniert gehen Kalbfleisch und Thunfisch-Sauce eine wunderbare Verbindung ein und halten sich sogar ein paar Tage im Kühlschrank.

Eine sehr schön fotografierte und sicherlich wohlschmeckende Variante gibt es bei Robert von lamiacucina zu sehen.

Donnerstag, 5. August 2010

Grotto Pozzacs, Peccia, Valle Maggia

Grotto Pozzacs, Peccia, Valle Maggia, Tel. 091 755 16 04
geschlossen: montags und von Oktober bis April

Dieses traumhaft gelegene Grotto ist schon längst kein Geheimtipp mehr und jetzt mitten in der Hauptferienzeit ist eine Reservierung unerlässlich. Die Fahrt ins Valle Maggia lässt sich prima mit einem Einkauf bei Punto Verde in Bignasco verbinden und ich kann unseren Vorrat an Valle Maggia-Pfeffer wieder auffrischen.

Die Lage dieses Grottos entschädigt uns immer wieder für die lange Anfahrt. Doch diesmal von ruhiger Idylle keine Spur - obwohl das Foto darüber hinweg täuscht. Für die sehr sympathischen und bemühten Wirtsleute freut es mich, doch der Andrang heute war mir eindeutig zu viel. Jeder einzelne Platz war besetzt und kaum wurde ein Tisch frei, stürzten sich schon die nächsten Wartenden darauf.

Wir bestellten nur Affetato Nostrano und Salat und genossen die traumhafte Lage und freuen uns schon darauf nochmal vorbei zu kommen, wenn es wieder etwas ruhiger geworden ist. Dann können wir auch wieder die sehr einfache, aber auch sehr gute Küche geniessen, wie z.B. die noch im offenen Kamin gerührte Polenta mit Brasato oder Ragù, Pizzocheri, Pasta, Pesce in Carpione (dies häufig als ganze Forelle angeboten)

Dienstag, 3. August 2010

Seven Easy und ... ich bin wortbrüchig geworden



Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Ja, bisher hielt ich es auch immer mit Herrn Goethe und trank, sobald wir uns im Tessin aufhielten, ausschliesslich Tessiner Weine. Hier gibt es so viele wunderbare Winzer und Weine, dass ich noch viel zu tun habe, wenn ich wirklich alle, die mich interessieren probieren möchte. Seit über fünfundzwanzig Jahren hatte sich hier im Tessin kein einziges italienisches oder französisches Tröpfchen auf meine Zunge verirrt. Nun gut, zugegeben, es gibt Gelegenheiten, da geht es nicht ohne Champagner, aber da es sich hierbei um mein absolutes Lieblingsgetränk handelt, sehe ich grosszügig darüber hinweg.

Ja, und dann bin ich doch tatsächlich wortbrüchig geworden. Wir sassen mit Liane und Arno sowie Eckard bei schönem sonnig warmem Wetter vor dem Seven Easy in Ascona. Direkt neben uns am Tisch ein Ehepaar, das meine Aufmerksamkeit auf sich zog bzw. nicht so sehr das Ehepaar, sondern die Flasche Wein, die an ihren Tisch gebracht wurde. Es handelte sich um die Magnumausgabe eines Rosés, in einem großen Eiskübel serviert, herrlich kühl perlten die Tröpfchen von der Flasche ab, das Etikett war nicht erkennbar. Gerhard interessierte sich offensichtlich dafür, ob das Paar noch weitere Gäste erwartete; meine Überlegungen gingen eher dahin, dass wir zu fünft so ein schönes grosses Fläschchen sicherlich problemlos schaffen könnten. Unglücklicherweise sass allerdings mein lieber Mann zwischen mir und dem Ehepaar UND dem Objekt meiner Aufmerksamkeit. Doch sobald er aufstand, nutzte ich die Gelegenheit und kam mit den Beiden ins Gespräch und kaum war mein Mann zurück, stand auch schon eine solche große Flasche vor uns auf dem Tisch. In einem ebensolchen schönen Kühler, ebenso fein perlend... und dann erst dieser Genuss beim Verkosten. Was spielte es da für eine Rolle, dass dieser Wein nicht aus dem Tessin stammte, sondern lediglich ein kleines bisschen weiter, genauer gesagt aus der Provence. Es handelte sich um den "2S" vom Chateau des Marres, der für uns (sogar für meinen Mann) mittlerweiler zum diesjährigen Lieblings-Sommer-Rosé geworden ist.

Montag, 2. August 2010

Meine Ferienküche: Salade Méchouia mit frischem Thunfisch

Eines meiner liebsten Gerichte für den Hochsommer; es lässt sich leicht und schnell vorbereiten, hält sich ein bis zwei Tage und ist (wenn man nicht allzu großzügig mit Öl umgeht), ein sehr leichtes Vergnügen. Ich habe es bereits vor vielen Jahren während meiner Zeit in Tunesien kennen gelernt und es immer wieder oft und gerne zubereitet und gegessen. Leider entspricht es nicht allzusehr Gerhards Geschmack und so bereite ich es meistens für mich alleine zu oder wenn Yannick und Caro zu Hause sind.

Die Gemüse bereite ich seit einiger Zeit so zu, wie ich es bei Petra von Chili und Ciabatta gesehen habe, das geht einfach und unkompliziert, ohne viel Kleckerei im Ofen oder in der Pfanne. Dazu 2 - 3 Paprikaschoten (ich bevorzuge die roten), 2 Chilischoten und 2 rote Zwiebeln (ungeschält und halbiert) auf ein mit Alufolie ausgekleidetes Backblech geben und bei Umluft 220 Grad ca. 15 Min. backen, danach umdrehen und 5 - 6 halbierte Tomaten dazugeben und nochmals 15 Min. backen. Etwas abkühlen lassen, dann lässt sich die Haut leichter entfernen, obwohl dies bei dieser Zubereitungsart unproblematisch geht. Da erübrigt sich auch die Gefrierbeutel- bzw. feuchtes Küchentuch-Methode. Das gehäutete bzw. geschälte Gemüse hacke ich auf einem Brett zu einem Masse, die unbedingt noch ihre festen Bestandteile zu erkennen geben muss. (In Tunesien wird das mit jeweils einem Messer in der rechten und in der linken Hand mit einer unglaublichen Geschwindigkeit erledigt, diese Versuche habe ich aufgegeben - ich bin Rechtshänderin und hacke mit der rechten Hand - fertig aus!) Anschliessend würze ich mit grobem Meersalz, frisch gemahlenem Pfeffer und Raz el Hanout. Danach gebe ich Zitronensaft hinzu und entscheide beim Abschmecken, ob im Raz el Hanout genügend Kreuzkümmel war, ansonsten würze ich noch mit etwas extra gemahlenem Kreuzkümmel nach.

Auf einer Platte anrichten und mit frisch gehackter glatter Petersilie und Kapern bestreuen, mit Achteln von 2 hartgekochten Eiern (diese Garnitur mit den Eihälften klingt für mich immer sehr europäisch bzw. deutsch, do wirklich: genau so wird es in Tunesien serviert) und mit lauwarmem!Thunfisch, den ich mit Salz, grobem Pfeffer und Zitrone gewürzt habe und von allen Seiten in der Pfanne schnell gebraten habe, belegen und evtl. nochmals mit Petersilie bestreuen.

Sonntag, 1. August 2010

heute angekommen

Grotto dei due Ponti, Giornico, Tel. 091 864 2030
dienstags geschlossen


Endlich wieder Tessin, sieben Tage liegen vor uns, das muss gebührend begonnen werden. Wir waren bei unserem letzten Besuch (klick hier) im Due Ponti so begeistert, dass wir weitere Gaumenfreuden kaum erwarten konnten. Heute am Schweizer Nationalfeiertag war jeder Platz im Grotto besetzt oder reserviert - ich hatte bereits vor ein paar Tagen angerufen und uns einen Tisch im traumhaft schönen Garten reserviert.  Eine schönere Art anzukommen kann ich mir kaum vorstellen.

Ich entschied mich wieder für die sehr feine, variantenreiche Insalata Mista und danach für Malfatti in einer Cremesauce mit Butter und Salbei. Anstelle des sonst üblichen einfachen Espressos durfte es heute Espresso Affogato sein, dazu wird eine Kugel Vanilleeis in einer Tasse mit sehr heissem Espresso übergossen. Das schmeckt wunderbar, vor allem, wenn er sofort serviert wird und der heisse Espreso beginnt, das Vanilleeis zu schmelzen und dadurch eine wunderbar schmeckende Crema erzeugt wird.

Heute waren sogar beim Padrone ein oder zwei Lächeln mehr zu erahnen - geht doch!

Samstag, 26. Juni 2010

Grottino Ticinese, Losone

Grottino Ticinese, Losone
Via San Materno 10, Losone
Tel. 091 791 32 30
geschl. mittwochs und von November bis März, Wiedereröffnung 2016: Freitag, 4. März
 
Ein Aufenthalt im Tessin - und sei es nur für 3 Tage - geht bei Gerhard schon mal gar nicht ohne einen Besuch in seinem Lieblings-Grotto. Über diesen schönen Ort kann man auch nicht oft genug berichten, wie ich das schon h i e r und dann nochmal h i e r und dann wieder h i e r berichtet habe und immer wieder ist es ein Erlebnis. Gestern Abend sassen wir bei frühsommerlichen Temperaturen mit Melanie und Andreas und unserem Freund Eckard im schönen Garten und vergnügten uns mal wieder mit Cicorietta Salat, die Männer anschliessend mit Brasato al Merlot und einer Polenta, die im Garten im offenen Kamin gerührt wird.
 
Gerhard, der kein Polenta-Fan ist, bekam Tagliatelle dazu serviert und für mich gabs wieder die frittierten Fische mit Zitronensaft. Ein schönes Gericht, das jetzt für diesen Sommer neu auf der Karte steht, ist Pesce in Carpione, gebratene Felchenfilets, die anschliessend in Essig und Gemüsen eingelegt werden und kalt serviert werden. Ein wunderbar leichtes Sommergericht, das ich sicherlich beim nächsten Mal probieren werde.
 
 
 
Zu vorgerückter Stunde bekamen wir noch Besuch.
 
Ein Hirschkäfer, un cervo volante, wie er im Tessin heisst, wo er als Glücksbringer gilt und unter Naturschutz steht, machte es sich auf Andreas' Arm gemütlich und fühlte sich offensichtlich so wohl, dass er längere Zeit bei uns verweilte, so lange, bis wir ihn wieder auf "seinen" Baum setzten.
 


Donnerstag, 24. Juni 2010

Grotto dei due Ponti, Giornico


Grotto dei due Ponti                                                                 Giornico, Tel. 091 864 20 30

Ein wunderbarer Ort, eine wunderbare Entdeckung! In diversen Ausgaben meiner Lieblings-Tessiner-Gastroführern habe ich bisher darüber gelesen, dies begann vor vielen vielen Jahren bereits mit dem Tessiner Grotto-Führer und setzte sich über Urchuchi bis hin zu der neuesten Ausgabe von "Tessin geht aus" fort. Schon vor vielen Jahren "umkreisten" wir dieses Grotto grosszügig. Wir besuchten Giornico, diesen wunderschönen Ort  mit den vielen Kirchen, darunter die unbedingt sehenswerte Kirche San Nicolao. Einen Reisebericht und viele sehr gelungene Fotos gibt es bei dem von mir sehr geschätzten, regelmässig gelesenen Blog klick hier:  Lamiacucina von Robert zu sehen.

Das Grotto ist schwer zu finden, doch wenn man's weiss, ist es eigentlich ganz leicht. Man fährt in den alten Dorfkern von Giornico, suche einen Parkplatz... ist dieses Hindernis schon mal genommen, gelingt der Rest ganz leicht. Man gehe über eine der beiden Brücken, wende sich dann nach links, steige ein paar Stufen hinab.... und ist im Paradies.... fast!

Der Ort ist traumhaft, das Ambiente wunderbar, so schön, bei sonnigem Wetter unter Weinreben zu sitzen, direkt am Ticino, und den Forellen im glasklaren Wasser zuzuschauen. Tja, wenn dann der Service noch etwas zuvorkommender wäre... Der skurile Charme des Padrone ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, gehen wir einfach mal davon aus, dass dies dazu gehört... (beim Verabschieden ist ihm auch fast so etwas wie ein Lächeln gelungen)

Eine gelungene  Karte, die üblichen "Tessiner Verdächtigen" wie Minestrone und Affetato misto, Polenta, Risotto auf Vorbestellung, etc.... Heute mittag gabs als Menu del Giorno Schinken mit Melone (aber was für ein Schinken!!!! einfach nur köstlich) sowie Lardo und eine Schweinshaxe mit Polenta oder Kartoffeln (oder für Gerhard Tagliatelle). Ich hatte einen gemischten Salat und anschliessend Malfatti, nicht in Butter und Salbei, sondern in Cremesauce, die Malfatti auf der Zunge schmelzend, die mit etwas Curry abgeschmeckte Sahnesauce nicht so mein Fall

Dazu tranken wir Terre di Gudo bzw. für Eckard den berühmten Giornico Oro, ein sehr gehaltvoller Wein mit einem wunderbaren Geschmacksvolumen.

Das wunderbare Ambiente und das vorzügliche Essen lassen uns sicherlich wiederkommen. Kommentar von Gerhard: "Schon alleine dafür lohnt die Gotthard-Überquerung"

Sonntag, 6. Juni 2010

Seven Easy, Ascona

Seven Easy an der Piazza von Ascona, Tel. 091 780 77 71



Bevor es heute Morgen nach Hause ging, führte uns der Weg gestern Mittag noch ins Seven Easy. Wenn wir im Tessin sind, gehen wir gerne am späten Vormittag nach Ascona, um dort im Seven Easy etwas zu trinken. Ich hatte auch schon mal klick hier von einem wunderbaren kulinarischen Erlebnis geschwärmt.

Ursprünglich wollten wir nur etwas trinken und dann abends essen gehen, doch der charmante Restaurant-Chef des Seven Easy, Michele Naretto, empfahl uns etwas, das nicht auf der Karte stand und dem wir nicht widerstehen konnten: die ersten frischen Steinpilze für diese Saison! Wir entschieden uns, eine kleine Portion zu teilen: einfach nur in Olivenöl gedünstet mit ein paar frischen Kräutern, wunderbar fest, aromatisch, köstlich! Dazu das frische, knusprige Valle Maggia Brot... hhhmmmm. Ein Blick in die Speisekarte machte uns noch Appetit auf "Asparagi marinati con uova strapazzate al tartufo e cerfoglio" Marinierte grüne und weisse Spargel mit Datteltomaten und Trüffel-Ei mit Kerbel für Gerhard und für mich "Frutti di mare con carciofi e piselli mangiatutto" lauwarm servierter Meeresfrüchtesalat mit viiiel von dem von mir heiss geliebten Pulpo, serviert mit Artischocken und Zuckerschoten, wunderbar angerichtet - ein Augen- und Gaumenschmaus... leider habe ich vor lauter Begeisterung vergessen, die Kamera zu zücken....

Samstag, 5. Juni 2010

da Gina, Ascona

Grill, Bar, Pizzeria da Gina, Ascona, Viale Monte Verita 19, Tel. 091 791 27 40, montags geschlossen, ansonsten durchgehend, dazwischen mit reduzierter Karte


Die neueste Ausgabe Tessin geht aus ist erschienen (2010/2011)  - und mit ihr ein Tip für eine Neueröffnung in Ascona: Ristorante da Gina in der Viale Monte Verita, ein ideales Ziel, um während des Bummelns in Ascona eine kleine Pause einzulegen.

Das Ristorante liegt etwas außerhalb des Zentrums (im Kreisverkehr von Losone kommend Richtung Ascona Zentrum abbiegen, am Friedhof vorbeifahren, nach ca. 300 m ist man angekommen). Obwohl an der Hauptstraße gelegen, stört der Verkehrslärm uns nicht. Man sitzt im schönen Garten unter der mit Trauben bewachsenen Pergola an Granittischen. "Tessin geht aus" schreibt, dass es hier sehr gute Pizza gebe, da sie von dem Pizzaiolo Giovanni Tafuro zubereitet werde, der bei der Pizza WM in Italien im letzten Jahr als bester Schweizer abgeschnitten hatte. Das machte mich natürlich neugierig und ich bestellte mir eine Pizza mit Meeresfrüchten, davor hatte ich gegrillte Gemüse, schön bissfest, mit Balsamico und Olivenöl beträufelt und mit einem herrlichen Ziegenfrischkäse serviert. Die Pizza war gut, keine Frage, dünner Teig, knusprig... doch mir schmeckt sie z.B. in Losone in der Osteria Vecchio Tiglio sehr viel besser. Die Meeresfrüchte waren frisch (glücklicherweise nicht die leider allzu verbreitete Mischung aus der Tiefkühlung) - das war gut - weniger gut war allerdings, dass die Tintenfische ziemlich hart waren...

Im "Tessin geht aus" wurde eigens das gut gelaunte fröhliche Personal erwähnt. Wir wurden auch sehr freundlich bedient, lediglich die Chefin Gina Sprenger, die uns mit einer sehr aufgesetzten professionellen Freundlichkeit begegnete,  passte nicht so ganz in dieses Bild. Am Stress kann es nicht gelegen haben, da an unserem Besuchstag längst nicht alle Tische besetzt waren. Vielleicht hat sie einfach nur einen schlechten Tag gehabt, wir werden diesem schönen Ristorante auf jeden Fall nochmal eine zweite Chance geben.

Freitag, 4. Juni 2010

Grotto Lauro, Arcegno



Grotto Lauro, Arcegno (in der Nähe von Losone), Tel. 091 791 42 96, montags geschlossen

Nachtrag Herbst 2016: Leider bleiben die Pforten dieses taditionsreichen Grottos geschlossen, Ruth und Aldo Sigel haben sich in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.


Nachtrag 14. Mai 2020: Ruth und Aldo Sigel sind wieder zurück im Grotto Lauro!



Über dieses Grotto habe ich schon klick hier berichtet. Es gehört zu unseren Lieblings-Grotti, in das wir schon seit über 25 Jahren gehen und in dem wir schon unzählige schöne Abende verbracht haben, so auch den gestrigen Abend mit Melanie und Andreas. Die beiden kannten es noch nicht und waren begeistert.
Schon der wohltuende Empfang durch unsere charmanten Gastgeber Ruth und Aldo Siegel, die wir nunmehr seit vielen Jahren kennen, lässt uns immer wieder gerne nach Arcegno kommen.... dies alleine wäre schon ein Grund, wenn dann nicht noch diese wunderbare Küche wäre....

Antipasti misti mit allen Köstlichkeiten, die die Küche hier hervorbringt, u.a. mit einem fantastischen Vitello Tonnato, marinierte frische Gemüse, gefüllte Paprika, Melone mit Parmaschinken und die köstliche Gemüseterrine.... Gerhard hatte seine Vorspeise, die er seit 25 Jahren hier isst und wahrscheinlich noch die nächsten 25 Jahre hier essen wird: hausgemachte Tortellini in einer cremig zarten Gorgonzola-Sauce.


und danach - ebenfalls als Wiederholungstäter die Fegato alla Veneziana mit Rosmarin-Kartoffeln, die hier besonders gut schmeckt.
Am Schluss dann unbedingt noch ein Plätzchen frei lassen für eines der köstlichen Desserts, traditionell ist dies die Torta di Castagne und dann vor allem die Mascarpone-Creme mit Beeren, die mich auch zu meiner Tessiner Mascarpone-Creme inspirierte

Donnerstag, 3. Juni 2010

Meine Ferienküche: Tessiner Güggeli mit Rosmarin


Irgendwie haben wir gerade nicht die Essengeh-, sondern die Selbstkochphase hier im Urlaub. Das liegt sicherlich zum großen Teil an unserem neu gestalteten Gartensitzplatz, irgendwie schmeckt da alles besser und sogar mein geliebter Tessiner Rosato 2008 von Stefano Haldemann wird von Schlückchen zu Schlückchen besser, obwohl dies kaum noch vorstellbar ist. ;-)

Bei strahlendem Sonnenschein war uns nach Grillen. Es gab Stubenküken von Terreni alla maggia, Ascona, mit Rosmarinkartoffeln und einem frischen grünen Salat, natürlich - seit dem wir den  Hof nun endlich gefunden haben - von Linea Bio Verde.

Gerhard hat die Stubenküken vorbereitet, nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und jeweils mit einem Rosmarinzweig, ein paar Zehen jungem ungeschältem Knoblauch und ein paar Zitronenstückchen gefüllt, leicht eingeölt und dann gings auf unseren kleinen Elektro-Grill.

Nach kurzer Zeit war die Luft hier am Gambarogno von einem wunderbaren Duft erfüllt und wir konnten es kaum abwarten, bis das Güggeli endlich verspeist werden konnte.

Selbst unser ansonsten gut erzogener Akela vergass sich angesichts solcher Köstlichkeiten:



Dienstag, 1. Juni 2010

meine Ferienküche: superschnelle Tessiner Mascarponecreme mit frischen Beeren

Auf vielfachen Wunsch hier das Rezept für meine superschnelle Tessíner Marscarponecreme mit frischen Beeren. Sie kommt bei Gästen gut an, macht richtig Eindruck und vor allem: sie ist so was von schnell zuzubereiten und das begeistert mich immer wieder. Am besten schmeckt sie, wenn sie ein paar Stunden im Kühlschrank durchgezogen ist.

Zunächst mal Beeren besorgen, wir mögen am liebsten Himbeeren und Heidelbeeren. Aber auch Erdbeeren schmecken wunderbar (muss man allerdings wieder klein schnippeln, dann doch lieber Himbeeren und Heidelbeeren). Die Beeren in eine Schüssel geben und mit Limoncello und Grappa (da es ja eine Tessiner-Creme ist, nehme ich auch meinen guten Tessiner Grappe aus Americana Trauben von Stefano Haldeman und den Limoncello von Punto Verde aus dem Maggia Tal. Richtig schön begiessen, nicht sparsam sein. Wer mag, darf auch ein bis zwei Löffel Zucker darüber geben, braucht man aber nicht. Dann eine gute Stunde das ganze Saft ziehen lassen.

In der Zwischenzeit bereite ich die Mascarponecreme zu. Drei Eigelb mit drei Esslöffeln Zucker schaumig rühren, 250 g Mascarpone dazu, mit etwas Limoncello und Grappa glattrühren und 125 g geschlagene Sahne unterziehen.

Dann eine flache Schale (in der auch serviert werden soll) mit Cantuccini auslegen, schön dicht aneinander. Wichtig ist die Qualität der Cantuccini, nicht irgendwelche mit Mini-Stückchen Mandel, sondern mit richtig schönen großen Mandelstücken nehmen. Die Beeren über einem Sieb abtropfen lassen. STOP!!! Nicht vergessen, etwas drunter zu stellen und das Gute Zeugs auffangen - die Flüssigkeit der Beeren haben mit dem Limoncello und dem Grappa einen wunderbaren Saft gebildet. Ich beherrsche mich und behalte den größten Teil davon zurück, denn jetzt kommt das Wichtigste: Die Cantuccini so mit der Flüssigkeit begiessen, dass sie schön durchfeuchtet, aber nicht nass und matschig werden. Bei mir wird dazu dann doch das meiste der köstlichen Flüssigkeit benötigt und ich kann mir kein Schlückchen mehr gönnen. Dann noch die abgetropften Beeren darüber geben - ein paar für die Deko aufbewahren - und die Mascarponecreme glatt darüber streichen. Mit den übrig gebliebenen Beeren und evtl. ein paar Stückchen Cantuccini dekorieren, auch etwas Minze oder Schokospäne machen sich gut als Deko.