Freitag, 8. Juni 2018

Restaurant Kalea, Brissago

Kalea Pesce e Piacere, Viale Lungolago 2, 6614 Brissago
Tel. 091 79 31 328
geöffnet: Montag bis Sonntag, 8 bis 23 Uhr, mittags wird eine reduzierte Karte angeboten




Die Neueröffnung im Frühjahr 2018! 
Direkt an der Bootsanlegestelle in Brissago gelegen mit wunderbarem Blick auf den Lago. Das nicht ganz so sonnig-warme Wetter hält uns nicht davon ab, auf der grossen Terrasse Platz zu nehmen.

Eine sehr schöne Speisekarte (siehe oben, dem Link folgen), eine mindestens genauso interessante Weinkarte mit vielen regionalen Weinen und daneben ganz viele grosse Namen und Schätze. Für mich die Neuentdeckung war der Winzer Fabio Zanini aus Brissago, dessen auch offen ausgeschenkten Weisswein L'Igher 2016 wir probieren. 




Als Vorspeise ein gebeizter Lachs mit Roter Beete, Karotten, Staudensellerie und Gurken, dazu Tupfen von Meerrettich und Dill.




Der Signore wählt als Hauptgericht eine perfekt gebratene Seezunge und als Beilage sucht er sich Rosmarinkartoffeln und Spinat dazu aus.




Mein Hauptgericht besteht aus köstlichen und völlig unterschiedlich gewürzten und sehr sorgfältig abgeschmeckten verschiedenen Gemüsen: Ratatouille, Spinat, Auberginen, Zuccchini und Paprikaschoten (diese sogar geschält!) mit Rosmarinkartoffeln.



Anschliessend wird Gerhard mit einem Karameleis auf einer knusprigen, noch warmen Waffel verwöhnt - ein Dessert, das ihn begeistert.

Dieses Ristorante ist sicherlich eine Bereicherung für Brissago und wir kommen gerne wieder.


Sonntag, 15. April 2018

Ristorante Green, Losone

Ristorante Green da Lorenzo, Via alle Gerre 5, 6616 Losone
Tel. 091 785 11 90
täglich mittags und abends geöffnet
(einfach der Ausschilderung Golf Gerre folgen)




Mit diesem herrlichen Ausblick wird man belohnt, wenn man auf der Terrasse des Restaurants des Golf Gerre in Losone Platz nimmt.

Unverkennbar - die Spargelsaison ist im Tessin bereits in vollem Gange - Asparagi alla Milanese liebe ich ganz besonders: Spargel mit Spiegelei und Parmesan



anschliessend für mich Casarecce, die in einer cremigen Sauce, hergestellt aus gegrillten Gemüsen, serviert werden, bestreut mit Ricotta salata



Der Signore hat diese Woche nicht nur die Spargelsaison eingeläutet, sondern auch zusätzlich die "Fleisch-Wochen":

Rinderfilet, grüner Spargel, Kartoffelgratin




Wir sassen bei traumhaft schönem Wetter auf der grossen Terrasse mit dem schönen Ausblick und fühlten uns einfach nur wohl. Das Essen war ausgezeichnet, der Service äusserst aufmerksam und zuvorkommend. 
Wir kommen wieder!

Freitag, 13. April 2018

Osteria da Giacinto, Iragna

Osteria da Giacinto, Via ai Grotti 10, 6707 Iragna
Tel. 091 862 29 56
täglich geöffnet, Montag und Dienstag allerdings nur mittags

Ich freue mich immer sehr, wenn ich wieder eine empfehlenswerte Neuentdeckung hier vorstellen kann. Und diese Osteria ist eine ausgezeichnete Adresse und empfiehlt sich auch auf dem Weg in den Süden als ideale Rast. Wer braucht denn eine Autobahn-Raststätte, wenn es nur zwei Minuten von der Autobahn-Ausfahrt Biasca die Osteria da Giacinto gibt.



Wir waren Anfang April dort, es war ein ziemlich nasskalter Tag und offensichtlich hatte hier der Frühling noch keinen Einzug gehalten. 
Ich freue mich darauf, bei warmem Wetter wieder hierher zu kommen, denn dann können wir draussen im schönen Garten speisen.


Foto: Osteria da Giacinto

Der Signore und ich teilen uns eine Insalata Mimosa (Feldsalat mit Ei) und einen Teller "Antipasto di Salumeria Nostrana". 




Auf die Qualität der wirklich köstlich schmeckenden Wurstwaren angesprochen, erzählt uns die Chefin, dass diese aus eigener Herstellung stammen. Genauso wie auch ein Teil des Brotes, das täglich selbstgebacken wird.

Für den Signore geht es weiter mit 



Kalbsrücken, Morchelsauce, grüner Spargel und (nicht auf dem Bild) knusprig gebratene Kartoffeln

Für mich gibt es perfekt al dente gegarte Linguine mit Bottarga und Romanesco-Röschen.



Der freundliche junge Mann im Service empfiehlt uns einen reinsortigen Merlot, Riserva 2013, die von Zanini eigens für die Osteria abgefüllt wird.




Als Dessert hätten dann zur Auswahl gestanden: 
ein warmes Schokoladentörtchen mit Passionsfruchtcoulis, die ersten frischen Erdbeeren aus Italien oder eine natürlich hausgemachte Crostata, wir liessen es jedoch mal wieder bei einem Espresso bewenden.

Mein Fazit: Angenehmes Ambiente, sehr freundlicher, aufmerksamer Service, wunderbare Küche, interessante Weinkarte.
Ich muss da wieder hin!

Samstag, 24. März 2018

Seven Easy, Ascona - wir feiern den Frühlingsanfang

Ristorante Seven Easy, Ascona, Piazza Giuseppe Motta 61, Tel. 091 780 77 71
täglich mittags und abends geöffnet



Wir sind, wie so viele zurzeit, Kälte, Winter und Schnee leid und flüchten für ein kurzes Wochenende ins sonnig warme Tessin.


Bei frühlingshaften Temperaturen sitzen wir an der Piazza und geniessen den Blick auf den See und unser Essen im Seven Easy.


Für den Signore gibt es vorweg:


culatello emiliano con gnocco fritto e crema di parmigiano reggiano
culatello rohschinken aus der region emilia romagna mit frittierten gnocco und parmesan-crème

Und anschliessend:


fegato di vitello con endivia belga, canederli di focaccia e salsa al porto e caffè
gebratene kalbsleber mit glassiertem chicoree, focaccia-knödel und portwein-kaffee-sauce

Ich bestelle, wie so häufig hier, eine der feinen knusprigen Pizzen, diesmal Pizza Tonno e Cipolle


Für Gerhard gibt es dann noch das obligatorische Schokoladeneis - hier wird ihm eine der dunkelsten Schokoladeneissorten, die er je gegessen hat, serviert. Es bekommt spontan von ihm auf seiner Skala 9 bis 9,5 GSS Punkte.


Getrunken haben wir den Orizzonte 2015 von Christian Zündel, eine Assemblage aus Merlot und Cabernet Sauvignon


Dienstag, 13. Februar 2018

Linguine mit schwarzen Trüffeln

Glücklicherweise passiert es uns selten, aber ab und zu trifft es auch uns einmal. Aktuell sogar gleich zweimal hintereinander... Die Rede ist von Reinfällen im Restaurant. Doch ich bin ein höflicher Mensch und dies ist ein Blog, in dem es keine Restaurant-Verrisse gibt, sondern hier berichte ich ausschliesslich über Restaurants, die ich persönlich empfehle. So! Das musste mal wieder gesagt werden! Über unsere Erlebnisse gestern und heute hülle ich den höflichen Mantel des Schweigens und zeige euch lieber ein Pasta-Rezept, das mich wieder kulinarisch versöhnt hat.

Dies ist sicherlich nicht klassisch. Gegen die berühmten Fettucine Alfredo, wie hier bei Ariane im Original gezeigt (klick hier)  bzw. wie bei Robert mit Parmesan-Butter-Creme (klick hier) sollen diese Trüffel-Linguine auch nicht antreten, also kein Klassiker, sondern einfach nur ein Wohlfühl-Genuss-Rezept, um für mich nun die Saison für die scharzen Périgord-Trüffel abzuschliessen.

Für die Sauce habe ich mich einmal mehr bei Signor Roberto (klick) bedient und mich an seiner crema, die ich mit schwarzen Trüffeln verrührt habe, erfreut.



Es ist Saison-Abschluss, d.h. ich darf so richtig verschwenderisch mit den schwarzen Dingern umgehen, dann mal los:

ich nehme für 2 Personen:

  • 100 ml Sahne
  • 50 g allerbesten Parmesan, frisch und fein gerieben, am besten den von der Vacche Rosse
  • 50 g Butter, weich
  • Salz, weisser Pfeffer, ein Hauch von Knoblauch
  • schwarze Trüffel, je nach Verfügbarkeit
  • ca. 150 g Linguine


und los gehts:

Für die Crema zunächst die Butter mit dem Handrührer schaumig schlagen, den geriebenen Parmesan unterziehen und anschliessend die Sahne in kleinsten Portionen unterziehen und zu einem festen Schaum schlagen. Evtl. nach jeder Portionszugabe Sahne das Rührgefäss kurz in warmes Wasser stellen und dort kräftig unterrühren. Falls die Crema zu weich wird, in kaltes Wasser stellen und dort weiterrühren. Nicht zu heiss rühren, die Konsistenz sollte in etwa der von schaumig geschlagener Butter entsprechen.

Dies ist das Procedere für die Fettucine Alfredo, für meine Trüffel-Paste rühre ich einfach noch unter diese Buttercreme schwarze Trüffel, die ich auf der Trüffelhobel in feine Scheiben und anschliessend in dünne Streifen geschnitten habe.

Für das Finish die Pasta knapp al dente kochen, abgiessen und eine Tasse vom Kochwasser aufheben. Die Pasta mit der Trüffelcreme und evtl. etwas Kochwasser mischen (es muss ja nicht gleich die ganze Tasse Pastawasser sein, erst mal mit ein bisschen beginnen) und auf vorgewärmten Tellern servieren.

Das hat sooo grandios geschmeckt - nun halte ich es aus, ab zuwarten, bis die kommende Saison für Trüffel wieder beginnt, dann geht es für mich wieder los mit Alba-Trüffel, doch bis November ist ja noch ein Weilchen.

Uns hat dazu dieser Wein gefallen - dieses Weingut muss ich mir bald mal genauer anschauen... ihr wisst, was das heisst...



Montag, 12. Februar 2018

Ristorante La Chiesa, Locarno-Monti

Ristorante La Chiesa, via del Tiglio 1,  Locarno-Monti, Tel. 091 752 03 03
Ruhetage: Montag und Dienstag

Der Eingang befindet sich direkt neben der Kirche SS Trinità in Locarno-Monti

Seit Claudio Borsoni das La Chiesa vor fast vier Jahren verlassen hat (er kocht mittlerweile in Zermatt im Z'ART (klick hier) , wollen wir dieses Restaurant unter der neuen Geschäftsführung testen. Wobei, so ganz neu sind die beiden Herren nicht, Ivan Torre im Service und Peter van Bosch als Küchenchef, wissen sicherlich was sie, tun, da sie bereits hier unter Claudio Borsoni gearbeitet haben und das Restaurant natürlich in- und auswändig kennen.




Die Begrüssung und Vorstellung des aktuellen Menus durch Ivan waren schon mal vielversprechend, als dann die Küche noch mit einem Karotten-Kokossüppchen, Red-Curry und Garnele grüsst, waren wir bereis sehr angetan:


Glücklicherweise finden sich auch noch die La-Chiesa-Klassiker auf der Karte: Rinds-Tatar, natürlich handgeschnitten:

TARTARE DI MANZO  E UOVO DI QUAGLIA CON FONDUTA DI CASTELMAGNO E CARDI Rindfleischtatar und Wachtelspiegelei mit Castelmagno-käsefondue und Kardonen


für mich gibt es als Vorspeise 

POLIPO CON VARIAZIONE DI CAVOLFIORI E COZZE
Oktopus mit Blumenkohlvariation und Muscheln


Beim Hauptgericht sind sich beide Neu's einig:

Filetto di Skrei con Asparagi, Edamame, salicornes e piselli
Skreifilet mit grünem Spargel, Edamame, Salicorne, Erbsenpürree:


und als süsser Abschluss für den Signore noch eine Crème Brûlée mit Tonkabohnen und Himbeer-Sorbet:


Fazit: Wir haben zwar bei unserem Besuch den Küchenchef Peter van Bosch nicht persönlich kennenlernen dürfen, dafür hat allerdings Ivan im Service hervorragende Arbeit geleistet - freundlich, stets aufmerksam und souverän und kompetent, dabei locker lässig - genau so mag ich das! 
Sowohl Service als auch Küche haben uns überzeugt und wir freuen uns bereits auf einen nächsten Besuch im La Chiesa.

Sonntag, 11. Februar 2018

Coniglio al Forno - im Ofen gebratenes Kaninchen

Coniglio al Forno - im Ofen gebratenes Kaninchen


Solche Gerichte liebe ich! Beste Zutaten, davon nicht zuviele und einfach und leicht auf den Teller zu bringen - Tessiner Küche halt - ich weiss schon, warum ich ein Fan davon bin. Vor allem bin ich ein Fan von Alice Vollenweider und ihrem kleinen roten Büchlein "Frischer Fisch und wildes Grün", in dem sie viele genuss-affine Tessiner zu Wort kommen lässt.



Daraus stammt auch das Rezept für dieses Tessiner Gedicht - besser geht es nicht! Einfachste, beste Zutaten und vor allem wenig Zutaten, mit Aufmerksamkeit und Liebe zubereitet, doch probiert mal selbst. Unser Kaninchen habe ich bei der Macelleria von Nicolino Branca, http://tisalutoticino.blogspot.ch/2010/02/macelleria-branca-vira.html bestellt, perfekt in Stücke zerteilt, mit Innereien und frischen Rosmarin-Zweigen wurde es uns über die Theke gereicht.



ich nehme (für 4 Personen):

1 Kaninchen, zerlegt, mit Innereien
Salz, Pfeffer
Rosmarinzweige
1 grosse Zwiebel, geschält und in Spalten geschnitten
60 g Butter in Flocken zerteilt
Olivenöl
2 - 3 dl Weisswein

und los gehts:

Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kaninchenteile gründlich mit Salz und Pfeffer einreiben. Eine ofenfeste Brat-Reine mit den Rosmarinzweigen belegen, darauf die Kaninchenteile plazieren, mit Olivenöl begiessen, die Butterflocken darauf verteilen, wer mag verteilt auch ein paar Zwiebelspalten zwischen den Kaninchenteilen.

Für 1/2 Stunde im Ofen braten. Dann die Fleischstücke wenden, mit Weisswein begiessen und weitere 20 bis 30 min unter öfterem Begiessen fertig braten. Am Ende der Garzeit soll der Sud fast komplett eingekocht sein und die Kaninchenstücke wunderbar knusprig schmecken - so wie bei uns.

Das ist Küche, wie ich sie liebe: Wenige, gute Zutaten, einfache Zubereitung, grandioses Esserlebnis.

Uns hat dazu dieser köstliche Weisswein von Kopp von der Crone geschmeckt:






Samstag, 10. Februar 2018

Cantine Stucky-Hügin, Vairano

Cantine Stucky-Hügin, Via Rocca 37, 6575 Vairano
Tel. J. Hügin: +41 79 3202127

Es wird Zeit, dass hier endlich mal wieder ein Bericht über Tessiner Wein bzw. Tessiner Winzer veröffentlicht wird. Diesmal stelle ich euch ein relativ junges, kaum bekanntes Weingut am Gambarogno vor, von dem man aber sicherlich in den nächsten Jahren noch sehr viel hören wird.

Als wir kürzlich bei Pablo im Ristorante Rodolfo in Vira essen waren (Bericht gibt es hier klick), habe ich die Weine der Cantina della Rocca auf der Weinkarte des Restaurants entdeckt.... noch nie gelesen - noch nie gehört, geschweige denn probiert. Und ein Weingut am Gambarogno? Da muss ich hin! Der Signore weiss, was das heisst. Ich scharre ungeduldig mit den Hufen und bereits am nächsten Tag darf er seine Frau nach Vairano chauffieren. Nein, nicht einfach nur so, sondern ich habe vorab telefonisch unseren Besuch angekündigt. Signor Hügin, den ich zwar bei meinem Anruf erreiche, der allerdings gerade im sicherlich wohlverdienten Urlaub weilt, erklärt mir den Weg zum Weingut und organisiert für uns eine Abholung. Weinprobe und Besichtigung wird dann später nachgeholt.


Hinter diesem Tor geht es los - bereits die Zufahrt ist imponierend.


Herrlich gelegen, selbst jetzt zu dieser Jahreszeit beeindruckendes Flair, das bei mir automatisch Urlaubsstimmung weckt.


Hier werden auch Events für bis zu 50 Personen ausgerichtet - das kann ich mir gut vorstellen in dieser Traumlage.

Doch ich will euch ja über dieses Weingut und die Weine berichten. Fangen wir doch mal bei den Weinmachern an: Werner Stucky, ein, wenn nicht sogar DER Pionier in Sachen Weinbau im Tessin und Jürg Hügin, ein Quereinsteiger, haben beschlossen, sich zusammen zu schließen. Einen Artikel über den Werdegang von Jürg Hügin gibt es hier (klick) nachzulesen. Über Werner Stucky brauche ich nicht viel zu erzählen, denn dieser Name ist jedem, der sich nur ein wenig für Tessiner Weinbau interessiert, ein Begriff. Er führt in Rivera mit seinem Sohn Simon die Cantina del portico (klick hier), wobei die Weine beider Weingüter auch gemeinsam vermarktet werden, d.h. auch in Vairano lassen sich die Weine der Cantina del portico bestellen. Auf der Homepage gibt es ein Formular, dass man sich herunterladen und zur Weinbestellung verwenden kann. 

Wir haben uns diesmal ausschliesslich für eine Sorte interessiert, den wir auch bei Pablo probiert hatten, "Sita", ein für 12 Monate im Stahltank ausgebauter Weisswein - alles andere folgt dann später bei unserem nächsten Besuch, wenn Herr Hügin wieder aus dem Urlaub zurück ist - ich werde berichten.


Donnerstag, 8. Februar 2018

Ankommen im Ristorante Rodolfo di Pablo Ratti

Ristorante Rodolfo di Pablo Ratti
Via Cantonale 68, 6574 Vira-Gambarogno
Tel. 091 795 15 82
mittags und abends geöffnet, Ruhetage: Montag und Dienstag

Es gibt in meinem Blog schon einige Berichte über unsere Besuche in diesem schönen Ristorante und eigentlich dachte ich mir diesmal, dass es nicht schon wieder einen Bericht geben sollte - Fotoapparat war auch sicherheitshalber nicht dabei - doch mein Handy war glücklicherweise in der Handtasche, denn das, was uns Pablo heute mal wieder geboten hat, will und kann ich euch nicht vorenthalten. Wobei es ziemlich dunkel war und die Fotos schon nicht ganz so ansprechend sind (ich untertreibe....). Sie werden keinesfalls diesem grandiosen Koch gerecht.



Das mit den beiden Wasserflaschen hier im Vordergrund auf dem Foto ist natürlich Tarnung, ich wollte euch nur das schöne, heimelig flackernde Kaminfeuer im Hintergrund zeigen, natürlich haben wir auch "ein bisschen" Vino getrunken, und zwar diesen hier:



Sita 2014 der Cantina della Rocca, doch dazu morgen mehr (klick hier)

Der Gruss aus der Küche wird in Form eines Brioche, das gefüllt mit einer Paté aus Weissfischen und einer Mayonnaise mit Anchovis serviert wird. Perfekt abgestimmte Aromen, dazu diese leichte Kruste der Brioche - ich hätte mich daran satt essen können (Foto habe ich aus grösster Begeisterung leider vergessen, man möge es mir verzeihen).

Die Vorspeise des Signore:
Fasanen-Terrine, Karotte, Trüffel-Vinaigrette, Wildsalate 
(die knusprige Scheibe vom gerösteten Valle Maggio-Brot sieht zwar optisch nicht so gut aus und hätte ruhig etwas kleiner ausfallen können, hat aber trotzdem gut dazu gepasst):



Für mich "Taco": Ziegenfrischkäse "Büscion di capra von Silverio Sargenti aus Quartino (Preisträger 2012 in der Kategorie Ziegenkäse beim Swiss Cheese Award) sorry, diese ausführliche Erklärung musste sein, denn schliesslich handelt es sich hier um einen Frischkäse vom Gambarogno, der eine grosse Anerkennung gewonnen hat! Serviert mit rotem Mais und Feigensenf und karamelisiertem Senf:




Anschliessend gibt es für den Signore das was er bzw. ich auch meistens hier essen, nämlich das unwiderstehliche Fritto Misto del Lago, doch das Foto hiervon kann ich euch wirklich diesmal nicht zumuten und hier im Blog gibt es davon auch genug zu sehen, z.B. hier (klick) und hier (klick), doch die Beschreibung auf der Speisekarte muss man sich trotzdem auf der Zunge zergehen lassen:

Fritto ma non troppo 
Pesce del lago Maggiore –­­ Patata
Ortaggi marinati –­­ Maionese –­­ Erbette fresche
Lago Maggiore-Fisch – Kartoffeln
Mariniertes Gemüse – Mayonnaise – Frische Kräuter


Ich lasse mich von Pablo beraten und wähle die Fisch-Tagesempfehlung: Felchenfilet, von ihm wunderbar zart und saftig in der Pfanne zubereitet mit einer sehr schönen Gemüsebeilage - genau so, wie ich mir das gewünscht habe - grazie, Pablo!




Unbedingt empfehle ich als Dessert noch: EROS!!!

Eros 
Sorbetto alla pera –­­ Mousse al Grana Padano 30 mesi  
Formaggio erborinato – Miele
Birnen-Sorbet – “Grana Padano 30 mesi” Mousse
Blauer Schimmelkäse – Honig


Davon gibt es heute kein Foto, denn der Signore hat gestreikt, sich aber beim nächsten Besuch wieder vorgenommen, dieses köstliche Dessert zu geniessen, weil ihn das immer und immer wieder begeistert, bitte nicht von der Karte nehmen, lieber Pablo!

Freitag, 19. Januar 2018

Ristorante Gnesa, Gordola

Ristorante Gnesa, Via San Gottardo 80, 6596 Gordola,
Tel. 091 745 20 65, mittags und abends geöffnet, Ruhetag: Sonn- und Feiertage


Das Ristorante La Gnesa liegt direkt an der Hauptstrasse in Gordola, nicht weit von Locarno entfernt. Beim Betreten werden wir von Piero direkt durch den rustikalen Raum mit Pizzaofen, in dem es etwas lebhafter zugeht, in den ruhigeren Restaurantteil geführt.

Ein kleines Stück wunderbar knusprige Pizza zur Begrüssung gibt es für uns. Das erinnert mich daran, dass ich hier unbedingt mal wieder Pizza essen sollte - aber nicht heute Abend.

Es ist etwas zu dunkel zum Fotografieren, ich will euch trotzdem zeigen, was wir gegessen haben, auch wenn es leider katastrophale Fotos sind:

Gerhard wählt 


Tagliere di salumi nostrani con formaggio d’alpe, verdure sotto aceto e foglie di salvia fritta Aufschnittplatte mit Alpenkäse und eingelegtem Gemüse und frittierten Salbeiblättern

Ich bestelle die wunderbare Minestrone, die der aufmerksame Piero mir noch mit etwas Parmesan bestreut serviert:




Es geht weiter mit Eglifilets in Eihülle gebacken, knusprige Kartoffeln, Gemüse und Sauce Tartare




und für mich ein Eintopf aus rosa Thunfisch, Meeresfrüchten und Oliven:



serviert in einer schön würzigen Tomatensauce. Ich sollte beim nächsten mal allerdings daran denken, bei der Bestellung dazu zu sagen, dass ich den Tonno innen roh gebraten haben möchte.

Wir haben dazu auf Empfehlung einen leichten sizilianischen Weisswein von Pantelleria getrunken, diese Insel war mir bisher lediglich ein Begriff im Zusammenhang mit den Kapern aus Pantelleria, die einen unnachahmlichen Geschmack haben.

Fazit: Aufmerksamer Service, feine Küche, bei den Weinen muss ich noch ein bisschen rumprobieren, aber das bekommen wir beim nächsten Besuch sicherlich hin. 
Übrigens: Auch grosse Empfehlung, wenn man Pizza-Hunger hat!

Donnerstag, 18. Januar 2018

Ristorante La Fontana, Locarno

Ristorante La Fontana im Hotel Belvedere, Via ai Monti della Trinità 44, 6600 Locarno, Tel. 091 756 00 79



Obwohl das La Fontana bereits vor fast zwei Jahren eröffnet wurde, haben wir es erst jetzt dorthin geschafft. Warum nur haben wir so lange gewartet? Wir waren sehr zufrieden und werden sicherlich bald wiederkommen.

Die Küche ist mediterran, leicht, mit vielen regionalen Einklängen. Eine junge flexible Crew in der offenen Küche und ein netter aufmerksamer Service - einfach nur zum Wohlfühlen.

Wir werden zum Start mit einem kleinen Teller köstlichem Schinken und wunderbar knusprigem Valle Maggia Brot begrüsst. Anschliessend hat der Signore als Vorspeise



Petto di quaglia scottato, insalata formentino, funghi, uovo di quaglia, nocciole e melagrana -
 Gebratene Wachtelbrust, Nüsslisalat, Pilze, Wachtelei, Haselnüsse und Granatapfel

Ich habe Appetit auf Suppe:



Zuppa di verza e ceci al profumo di rosmarino - 
Wirsing und Kichererbsensuppe parfümiert mit Rosmarin

Für Gerhard geht es weiter mit 



Petto d’anatra al tandoori, albicocche secche, pak choi 
Entenbrust mit Tandoori, trockenen Aprikosen, Pack Choi

und auf Sonderwunsch für mich einen köstlichen Gemüseteller:



Weil heute so schönes sonniges Wetter ist, nehmen wir anschliessend auf der Terrasse Platz und dort bekommt mein Mann eine schöne Überraschung serviert:



Sein geliebtes Schokoladeneis (GSS 9), besonders schön mit Glückwünschen zu seinem Geburtstag serviert. 

Fazit: Ein schönes Ambiente, ein ausgezeichnetes Essen und nicht zuletzt der aufmerksame, freundliche Service durch Daniela - ich muss da bald wieder hin!