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Dienstag, 30. Oktober 2018

Ristorante Tiffany (im Caminhotel, Colmegna)


Ristorante Tiffany, Caminhotel, Via A. Palazzi 1, 21016 Colmegna
Tel. 00 39 0332 510855 510330 (bitte beachten: in Italien muss die weitere Null nach der Ländervorwahl gewählt werden - es ist kein Tippfehler!)
täglich mittags und abends geöffnet, geschlossen 2018/2019: 8. Dezember 18 bis Mitte März 2019



Der Dauerregen hat mal aufgehört und wir können trockenen Fusses das Hotel-Restaurant betreten. 




Wir werden sofort herzlich von Enzo begrüsst, der uns dann auch anschliessend während unseres kompletten köstlichen Mahles umsorgen wird. Aufmerksam, kompetent - der Service bekommt schon mal unser höchstes Lob. Ebenso unser Tisch: der Witterung geschuldet (natürlich zu dieser Jahreszeit drinnen), aber mit direktem Blick auf den Lago:



Die Speisekarte ist umfangreich, für jeden Geschmack findet sich etwas. Es wird frisch und regional gekocht, mit vielen biologischen Produkten.


Minestrone fresco di Stagione con Tritoall’Olio Extravergine d’Oliva e Basilico fresco
Frische Minestrone mit Basilikumöl und geröstetem Brot
Gerhards Vorspeise:


Carpaccio di Pesce Spada con Salsa all'Ibiscus e Arance
Schwertfisch Carpaccio mit Hibiscus-Orangen-Sauce

Es geht weiter mit dem Hauptgericht für mich:


Arlecchino di Verdure in Tempura con Intingolo all’Arancia
Ausgebackenes Gemüse in Tempurateig mit Orangen Sauce

der Signore hat mal wieder "Fleischwochen" - heute ein perfekt gegrilltes Filet mit knusprigen Bratkartoffeln und Mangoldgemüse.


Filetto di Manzo alla Griglia

Zum Abschluss darf es dann noch ein Mango-Sorbet sein, dessen Orangen-Note sich allerdings etwas zu stark in den Vordergrund drängt.



Wir haben dazu einen Weisswein aus dem Veneto getrunken, biologisch und ohne Sulfit ausgebaut:


Telos Chardonnay Garganega Tenute “S. Antonio” 2015




mir hat er sehr gut geschmeckt, der Signore weicht dann gleich nach den ersten Schlucken auf einen Arneis aus, den ihm Enzo glasweise anbietet.

Fazit: Ich muss da wieder hin, vielleicht schaffen wir es nochmal, bevor das Ristorante in Winterpause geht








Sonntag, 4. Juni 2017

Trattoria di Bassano - Vincenzo, ein Koch mit Herz und Leidenschaft

Trattoria di Bassano, Tronzano

Trattoria di Bassano, Via E. Compà, Tronzano-Bassano, Tel. 0039 333 38.99.603
Ruhetag: Montag




Ich will ja nun nicht theatralisch in meiner Begeisterung für diese einzigartige Trattoria und diese ganz besonderen Menschen dort werden, aber da kocht sich im hintersten Zipfel und doch nur ein paar Minuten vom Lago Maggiore entfernt, Vincenzeno ja schon beinahe die Seele aus dem Leib. Diesen Mann muss man einfach lieben - und seine Küche sowieso. Maria Rosa, seine Frau, steht ihm ruhig und unauffällig zur Seite, meistens im Service, häufig muss sie ihm aber auch schon mal in der Küche assistieren, dann hilft eines der schon beinahe erwachsenen Kinder im Service mit.

Schöner als ich es mit Worten beschreiben kann, hat dies Stefano in seinem Video gezeigt:




Es ist Pfingsten, Sonntag-Mittag. Die bekannten Restaurants rund um den See sind voll besetzt und ausgebucht. Warum verirrt sich niemand in dieses so idyllisch gelegene kleine Dorf? Für uns ist das beinahe wie Nach-Hause-Kommen. Dies ist einer dieser Genussplätze, an die ich immer wieder gerne zurückkehre. Ein Ort, den man am liebsten für sich behalten möchte. Warum erzähle ich euch trotzdem immer und immer wieder davon? Weil diese ganz besonderen Menschen alle Aufmerksamkeit verdient haben und weil ein Auskommen in diesem abgelegenen Dorf nicht immer leicht ist.

Wir haben reserviert - das muss auch sein, denn dann kann man am besten gleich mit ihm das Menu besprechen. Für seine göttlichen Pasta mit Muscheln und/oder Meeresfrüchten muss man ohnehin mindestens einen Tag vorher anrufen, für gegrillte Fische und Meeresfrüchte sowieso, denn die werden am jeweiligen Tag frisch eingekauft und nicht aus dem Tiefkühler geangelt!




Mit 6 Personen am Tisch kann man ein bisschen rumprobieren, seine grandiose Pasta mit dem stundenlang vor sich hin köchelnden würzigen Wildschweinragout oder seine Tagliatelle mit den frischen Steinpilzen aus den Wäldern um Bassano (die zu dieser Jahreszeit noch aus dem Kälteschlaf kommen), in einer cremigen Sauce serviert.

Vincenzo kommt immer wieder an den Tisch und erkundigt sich, ob alles zu unserer Zufriedenheit ist und zieht sich erst zurück, wenn alle am Tisch mit vollen Backen kauend zustimmend nicken. 

Er serviert die Hauptgerichte, Rinderfilet bzw. Kalbskotelette, mit gegrillten Gemüsen und seinen köstlichen, natürlich selbstgemachten Pommes frites:






Auch die Desserts, die von Maria Rosa und ihrer Tochter frisch zubereitete Kuchenspezialität aus Vincenzos Heimat "La Pasteira Napoletana" mit gekochten Weizenkörnern, Ricotta und kandierten Früchten




bzw. die Crostata di Pere e Cioccolato



finden begeisterte Anhänger bei uns am Tisch. 

Man sagt, dass die Pasteira Napoletana jedem ein glückliches Lächeln entlocken kann - dazu brauche ich nicht bis zum Dessert zu warten, sondern nur die wenigen Stufen zur Trattoria hochzukommen und Maria-Rosa und Vincenzo auf mich zukommen zu sehen...


Dienstag, 17. Februar 2015

Trattoria di Bassano, Tronzano - ein Gastbeitrag von Anna

Kürzlich waren wir mal wieder, wie schon so oft, in der Trattoria di Bassano in Tronzano essen. Wer in der Gegend ist, MUSS da unbedingt hin, hier stimmt einfach alles und die Herzlichkeit der Inhaber ist überwältigend. Unser dortiger Besuch hat mich an einen längst fälligen Beitrag, nämlich einen Gastbeitrag von Anna, einer meiner Leserinnen, erinnert. Herzlichen Dank, liebe Anna, dass ich deine Fotos und deinen Bericht verwenden darf.

So, und nun lassen wir Anna zu Wort bzw. zu Bild ;-) kommen:



"Wie versprochen melde ich mich nochmal nach unserem Urlaub. Wir waren tatsächlich eines Abends in der Gegend und haben in der Trattoria in Bassano gegessen (alleine die Anfahrt schreit ja schon wirklich "Geheimtipp"). Der Herr des Hauses war nicht da, aber Maria hat uns nett empfangen und gestrahlt, als ich Deine Grüße ausrichtete. Sie fragte wie es Dir ginge, ich antwortet
e einfach aus "sprachbarrierischen" Gründen mit -Gut!-, ich hoffe das war ok.


Vorab hatte ich eine insalata mista und mein Partner eine Spaghetti Carbonara. Die Spaghetti waren hervorragend mit wunderbarem grob geschnittenen Speck (ich war ganz schön pikiert als er sagte die seien sogar besser als meine. Pffft!

Als Hauptgang entschied ich mich für die Tagliatelle mit Wildschweinragout.    Ernsthaft, das ware wirklich die beste Pasta seit langem. Das Wildschwein war so sagenhaft zart und aromatisch und war somit ein  schöner  Gegenpol zu den gehaltvollen, eher rustikalen  Tagliatelle. Ein Gedicht.
Für meinen Partner tischte Maria dann noch ein Schnitzel mit pommes frites und gegrilltem Gemüse ("das Gemüse müssen Sie nehmen, so nimmt es Sabine auch immer!") auf. Gott sei Dank durfte ich probieren und ich war wirklich im kulinarischen Himmel. Dort ist wirklich alles, aber auch alles selbstgemacht. Das Schnitzel nicht zu dünn und nicht zu dick, eine Panade, die nach etwas schmeckt, die Pommes nicht zu knusprig und nicht zu lätschig. Hervorragend.



















































Zum Dessert ließen wir uns noch ein Stückchen Kuchen kommen. Ich habe den Namen leider wieder vergessen, aber es war eine Art flacher Käsekuchen mit Rosinen, Orangeat und einigen Gewürzen. Das war nicht so ganz mein Fall, aber mein Partner liebte auch das. Es war dennoch in jedem Fall etwas Besonderes was man so in dieser Kombination nicht kannte. Ich bin aber einfach nicht so eine Süße. Für den Käse war ich leider zu satt... ;-)



Mit einem Espresso und einem Limoncello schlossen wir unser Dinner und freuten uns wirklich sehr, diese Erfahrung gemacht zu haben. Maria richtet nun ihrerseits wieder Grüße an Dich aus!
Liebe Sabine, herzlichen Dank für diesen Tipp, es wird uns in schöner Erinnerung bleiben."
Liebe Anna, nochmals ein herzliches Dankeschön für deinen Bericht und die Fotos, auch Maria-Rosa und Vincenzo, denen ich bei unserem gestrigen Besuch über deinen geplanten Gastbeitrag berichtete, bedanken sich bei dir und lassen dich herzlich grüssen.




Freitag, 24. Oktober 2014

Ristorante Smeraldo, Dumenza

Ristorante Smeraldo, Dumenza (Varese)

Ristorante Smeraldo, Via Fiume 3, Dumenza-Runo, Tel. 00 39 0332 51 70 65
Ruhetag: Dienstag

Da dieses Jahr im Tessin die Steinpilzsaison weitgehend ausgefallen ist, wollten wir noch einen Versuch starten und fuhren dorthin, wo Gerhard im Jahr zuvor die grössten Steinpilzvorkommen entdeckt hatte: im Ristorante Smeraldo ;-)


Es ist schönes Wetter und wir können auf der Veranda essen - leider gibt es auch hier kein grosses Steinpilzangebot, doch eine kleinere Portion konnte zumindest für Gerhard als Vorspeise bestellt werden (die Polenta strafte der Signore mit Augenbrauenrunzeln):

Ich lasse mir stattdessen den Salat mit gebeiztem Lachs schmecken:
Als nächstes für den Signore: Maialino da latte croccante al miele con verdurine alla senape, Spanferkel (nicht ganz so knusprig) mit Honig und Gemüse


und für mich Risotto mit Burrata und Zucchiniblüten (mir etwas zu sahnig, hätte ich mir ja eigentlich denken können ;-) )


Getrunken haben wir von Elena Walch, Müller Thurgau 2013, der vorzüglich zu unseren jeweils unterschiedlichen Gerichten passte.


Freitag, 18. April 2014

Trattoria di Bassano, Tronzano, das ist Kochen mit Herz und Seele

Trattoria di Bassano, Via E. Compà, Tronzano-Bassano, Tel. 0039 333 38.99.603
Montag Ruhetag
Winterpause 2017: bis einschl. 14. März
am besten sowieso ist vorher anrufen, dann kann man auch gleich mit Vincenzo das Wunsch-Essen besprechen



Bevor ich euch zeige, was wir diesmal in dieser wunderbaren Trattoria, unsere Neuentdeckung vom letzten Tessin-Besuch (klick hier) , gegessen haben, müsst ihr euch unbedingt dieses schöne stimmungsvolle Video von Stefan anschauen, der kurz nachdem er meinen begeisterten Bericht gelesen hatte, sich mit seiner Videokamera nach Bassano aufmachte - so treffend kann man den Eindruck nicht mit Worten vermitteln, wie er das mit seiner Kamera festgehalten hat, aber schaut selbst mal rein:

http://youtu.be/sauHM2-B4Xk?hd=1

(tut mir leid, irgendwie bekomme ich dieses Video anders nicht auf den Blog)


Schon bei unserem ersten Besuch in dieser Trattoria schrieb ich, dass ich da ganz schnell wieder hin müsse. Ausserdem hat mir Vincenzo, der padrone, angeboten, beim nächsten Besuch Fisch für uns zuzubereiten. Wir sollen nur mindestens einen Tag vorher anrufen, dann fährt er frisch einkaufen, Tiefgekühltes käme ihm nicht in seine Küche. Wir nahmen ihn beim Wort - und waren begeistert. 
Selbst für Gerhard, der nicht so der grosse Fischfan ist, war dies ein köstliches Erlebnis. 

Hier noch ein paar heutige Impressionen:


Blick auf die Brissago-Inseln



die kleine Kirche in Bassano mit dem Parkplatz

Tortellina alla Panna sind Gerhards Lieblingspasta, hier bekam er sie so zubereitet aus frischen, hausgemachten Tortellini, mit wunderbar klein geschnittenen Schinkenwürfeln - er war begeistert:



Oder für ihn extra zubereitet dieser Teller mit gegrillter Seezunge und Daurade




Für mich dieser köstlich schmeckende Fisch-Grillteller: Calamares, Lachssteak, Schwertfisch, Riesen-Garnele




Dazu hat uns Vincenzo seine gegrillten Gemüse, die er mit Olivenöl, Zitronensaft und Knoblauch gewürzt hat, serviert



Ansonsten gäbe es auch noch die besten Spaghetti Frutti di Mare, die ich je gegessen habe!:




Aber wie gesagt, für Fisch müsst ihr mindestens einen Tag vorher anrufen und bestellen - denn der wird frisch gekauft.

Der Fisch war perfekt gegrillt, die Spaghetti Frutti di mare sooo grandios - dieser Mann kann kochen - und wieeee!!! Er tut es mit Liebe, mit voller Begeisterung - das merkt man.

Wir haben im Anschluss an dieses gelungene Essen noch mit Maria Rosa und Vincenzo zusammen gesessen und noch ein ähm... "Schlückchen" Morellino getrunken - (pssst: anschliessend ist der Signore gefahren - ich habe auf dem Beifahrersitz ein wenig die Augen zugemacht ;-) )

Dienstag, 4. März 2014

Trattoria di Bassano - Cucina Casalinga

Trattoria di Bassano, Via E. Compà, Tronzano-Bassano, Tel. 0039 333 38.99.603
Montags Ruhetag, ansonsten das ganze Jahr über mittags und abends geöffnet




Auf dem Weg nach Tronzano




eines der typischen Rustici



(An der Uferstrasse, die von Dirinella nach Luino führt, kurz nach der Schweizer Grenze auf italienischer Seite der Abzweigung links den Berg hoch nach Tronzano folgen. Achtung - weit ausholen, es ist ein bisschen eng. In Tronzano immer weiter bergaufwärts bis nach Bassano, irgendwann in der Ortsmitte links eine Kirche, ein kleiner Platz, rechts ein paar Parkmöglichkeiten und ein graues Haus mit gelben Plastik-Stühlen, - nicht abschrecken lassen! Reingehen!

Immer wenn ich eine kulinarische Neuentdeckung machen kann, lacht mein Foodie-Herz. Ganz besonders lacht es, wenn es, so wie hier, eine Neuentdeckung in einer einfachen Dorfbeiz ist, in keinem der sonst üblichen Osterie-Führer aufgeführt, in der die ehrliche Küche gepflegt wird.

Cucina Casalinga steht auf der kleinen Visiten-Karte, die mir Maria-Rosa und Vincenzo mitgegeben haben. Und in dieser kleinen Trattoria abseits gelegen gibt es wirklich noch cucina casalinga zu erleben. Es war ein bisschen schwer zu finden, kein Hinweisschild, nichts weist darauf hin, dass es hier eine kulinarische Entdeckung zu machen gibt. Danke, lieber Jochen, für diesen wertvollen Tipp.

Vincenzo kommt zur Begrüssung an den Tisch, zählt auf, was es heute als Tages-Menu gibt: Minestrone verde oder Spaghetti aglio, olio e peperoncini, anschliessend Salsiccia mit Mangold-Gemüse und Kartoffeln oder wir dürfen auch à la carte bestellen. Gut, dann unsere Standard-Lieblingsvorspeise:
Salat und ein affetato misto, hier die Platte, die für 4 Personen gereicht hätte:



Die Insalata Mista habe ich ganz alleine geschafft:



Wie allgemein üblich mit Essig und Öl zum Selberanmachen, Salz, Pfeffer frisch aus der Mühle, so mag ich das. 

Es könnte jetzt weitergehen mit den diversen Pasta-Angeboten: Spaghetti oder Penne mit Tomatensauce, alla Carbonara, mit Wildschwein-Ragout oder mit Steinpilzen - aus Bassano, wie der padrone versichert. Auch das jetzt in der Saison angebotene Wild sei von hier, doch das ist nichts für uns. Fisch gibt es auf Vorbestellung, wir sollen ihn einfach anrufen, dann fährt er einkaufen, Tiefkühlware komme ihm nicht in die Küche. 

Wir besprechen mit Vincenzo wie es weitergeht. Kalbskotelettes, Scaloppina al Limone oder Milanese sowie Rindsfilet stehen noch auf der Karte, die hat er heute nicht, aber eine Costoletta di Manzo, ein Rindskotelette könnte er uns heute zubereiten, wahlweise mit patatine fritte - hausgemacht selbstverständlich und Salat oder ob wir Gemüse wollen. Gemüse? Jaaa, immer! Ob er selbst ein bisschen Würze darüber geben dürfe? Petersilie, Knoblauch, Olivenöl? Oh jaaaaa! Er darf! 

Das Gemüse steht als Erstes vor uns - ich bin begeistert.



Einfach und gut! Genau das ist es!

Die Costeletta(e) di Manzo kommt ähm... kommen an den Tisch... 



Unsere Augen werden gross - sehr gross - fast so gross wie diese Costoletta. Das ist für eine Person! (Memo für nächstes Mal: eine für zwei reicht völlig aus!).

Sieht man auf dem Foto, wie gross diese Costoletta ist, oder soll ich nochmal? Also gut, hier sieht man es besser:




Die Patate fritte schön geschnitten, knusprig, wohlschmeckend, für unseren Geschmack hätten sie noch eine Spur länger gebraten werden dürfen, doch es stimmt, lieber Jochen, eine der besten pattate fritte, die wir seit langem in einem Restaurant gegessen haben.

(Die nicht unerheblichen Fleisch-Reste haben wir zum Mit-Nachhause-Nehmen unaufgefordert beim Bezahlen schön verpackt bekommen - ein Teil wird als Tagliata auf Ruccola und Parmigiano verwendet und Akela darf sich auch ein bisschen freuen ;-) )

Ihr merkt es schon an meiner Begeisterung - ich MUSS da unbedingt wieder hin! Ganz bald! Ganz schnell! Und jetzt gehe ich erstmal an Slow Food mailen, die müssen das ganz bald - ganz schnell entdecken!

Psssst... Vincenzo, könntest du bis dahin noch schnell ein, zwei gute Weine auf die Karte setzen? (und ein Weinkühler wäre auch nicht schlecht...) ;-)







Mittwoch, 20. November 2013

Ristorante Maccagno, Maccagno

Albergo - Ristorante Maccagno, Maccagno, Tel. 0039 0332 56 02 41
Ruhetag: Sonntag

Wir sind heute Nachmittag im Tessin angekommen - bei strömendem Regen im Elsass losgefahren - bei strömendem Regen im Tessin angekommen. Doch irgendwie stört mich der Regen hier nicht, das Tessin ist immer wunderschön, selbst jetzt.

Große Lust auf eine weitere Autofahrt haben wir wie meistens am Ankunftstag nicht. D.h. ein Restaurantbesuch in der Nachbarschaft bietet sich an. Jetzt im November haben viele Restaurants geschlossen. Normalerweise ist eine liebgewordene Tradition für den Anreisetag unser Cordon-Bleu-Essen in der Osteria Miralago in Vairano. Dahin zieht es uns am ersten Tag als nächstes und wir freuen uns bereits während der Anreise auf den Tisch abends mit dem traumhaften Blick auf den Lago. 

Doch diesmal hat sich kurzfristig unser Sohn angemeldet. Er möchte übers Wochenende zu Besuch kommen und hat sich an einem Tag sehnsüchtig ein Essen in dieser Osteria mit Cordon Bleu und Steinpilzen gewünscht. D.h. für heute müssen wir eine Alternative finden.

Die Qual die Wahl nimmt uns Melanie ab, sie reserviert einen Tisch im Ristorante Maccagno, wir werden abgeholt und brauchen noch nicht mal selbst zu fahren. In dieses Ristorante wollten wir schon seit längerem, doch irgendwie hat es nie gepasst. Dafür dann endlich heute ein Abendessen in Begleitung von Melanie und Andreas.



Zunächst einmal fällt die überwältigende Herzlichkeit und Freundlichkeit des Padrone auf (die rosa gestrichene Wandfarbe fällt mir auch auf - aber bei sooo viel Herzlichkeit sehe ich darüber hinweg). Sein Sohn in der Küche - er im Service. Beim Studieren der Speisekarte fällt uns die Wahl schwer, das liest sich alles sooo köstlich und wir haben Huuunger!

Unter den Vorspeisen wählen wir vier unterschiedliche Gerichte - offensichtlich kein Problem für die Küche:


San Daniele Schinken, Ziegenkäse, Crostini


Steinpilzecreme im Knusperkörbchen


Heidelbeer-Risotto mit Käsecreme

und:


hausgemachte Tagliatelle, Langoustines, Calamares, Scampi.

Als Hauptgerichte für Melanie und Andreas:


Rehragout mit Birnen und Gemüsestücken

oder 


Tagliata vom Entrecôte, Brennesselcreme, mit knusprigem Speck, auf Radiccio serviert

Als Beilage dazu gibt es wahlweise Bratkartoffel, frittierte Kartoffeln, Pasta, gegrilltes Gemüse, grüner oder gemischter Salat.

Danach gibt es nur noch Espresso und Grappa - auch wenn der Padrone die hausgemachte Schokoladentarte mit den Kakifrüchten, die vor dem Fenster wachsen, auf verführerische Art beschreibt.

Fazit: Wohlfühlambiente durch den besonders herzlichen Service, ordentliche Küche, hausgemachte Pasta, das alles sind Gründe für einen Wiederbesuch